Southwest of Salem: The Story of the San Antonio Four

2016

Dokumentation

Min.91

Ein Justizskandal, abgründig, absurd und doch so real und repräsentativ dafür, dass Justizia alles andere als blind ist, sondern voreingenommen und in diesem Fall auch homophob und rassistisch: 1994 werden vier lesbische Latinas, alle aus einem „low income background“ in San Antonio, Texas, des Kindesmissbrauchs an zwei kleinen Mädchen – den Nichten einer der vier Frauen – angeklagt. Ohne stichhaltige Beweise, trotz offensichtlicher Widersprüche und eindeutig erkennbarer Fehler in der Beweisaufnahme, Spurensicherung und Anklageführung, und nach einem Prozess, der auf einen frei erfundenen, aber immer wieder postulierten und zu allgemeiner Panikmache instrumentalisierten angeblichen satanischen Kult aus den 1980er und 1990er Jahren als „Hintergrund und Beweis“ zurückgriff und „devilish homosexuality rituals“ ins Spiel brachte, wurden die vier schuldig gesprochen und zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Alle lehnten „plea bargains“ (Schuldeingeständnisse zur Strafminderung) kategorisch ab, weil sie unschuldig waren. Durch die Schlagzeilen, die der Fall in den USA machte, wurden Rechtsorganisationen darauf aufmerksam und begannen, eine Wiederaufnahme des Verfahrens anzustrengen.

  • Regie:Deborah S. Esquenazi

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Southwest of Salem: The Story of the San Antonio Four

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