"Star Trek Beyond": Die Star Trek-Crew erleidet Schiffbruch

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Die unendlichen Weiten des Alls halten wieder einmal böse Überraschungen für die Enterprise bereit. Auf einer Rettungsmission wird dem Raumschiff durch einen vehementen  (und eindrucksvoll inszenierten)  Überraschungsangriff schwer zugesetzt, wodurch es zu einer Bruchlandung auf einem unwirtlichen Felsenplaneten gezwungen ist. Dort hat der gewaltbereite rebellische Krall das Sagen. Idris Elba verkörpert das echsenartige Wesen, obwohl man ihn hinter den Latex-Schichten nicht erkennen würde;  erst beim  großen Finale ist er in seiner menschenähnlicheren - obzwar immer noch stark deformierten - Gestalt zu sehen.

Neue Masterminds

Es ergibt einen netten Bonus, dass Simon Pegg ab sofort  nicht nur vor der Kamera  als unverzichtbarer Scotty tätig ist, sondern in Gemeinschaftsarbeit mit Doug Jung auch das Skript zu „Star Trek Beyond“  zusammengebastelt hat. Man muss freilich zugeben, dass  die Drehbücher der beiden Vorgängerfilme komplexer gewirkt haben, während im  neuesten Teil die Handlung sehr einfach gehalten wurde und extrem viel Zeit mit Gefechten draufgeht. Die pure Action droht manchmal sogar  störend  überhand zu nehmen,  was natürlich auch an einem Wechsel in der Regieführung liegen kann. Im dritten Kinoabenteuer muss die rundum erneuerte 'alte' „Star Trek“-Crew nämlich erstmals ohne J.J. Abrams auskommen.  An seiner Stelle ist Justin Lin eingesprungen, den man bisher hauptsächlich als "Fast & Furious"-Macher kennt. Tatsächlich wird seine Vorliebe für schnelle Motoren deutlich  bemerkbar -  etwa wenn sich Captain Kirk im Verlauf der Handlung auf ein ganz spezielles Motorrad schwingen muss, um ein großes Ablenkungsmanöver zu inszenieren. Den allzu breit ausgeführten Kampfszenen zum Trotz, behält die "Star Trek"-Reihe aber nach wie vor ein hohes Unterhaltungsniveau bei.

Traurige Verluste

Leonard Nimoys Tod im Vorjahr macht es unmöglich, ihn erneut  in einem kurzen Gastauftritt zu erleben, aber vergessen ist er keineswegs: auch in seiner Filmrolle als alter Mr. Spock hat man ihn sterben lassen, und sein junges Ebenbild wird dadurch in einen Gewissenskonflikt gestürzt, was die weitere Lebensplanung betrifft. Ein weiteres trauriges Ereignis  sollte ebenfalls  nicht unerwähnt bleiben: es gilt, von Chekov-Darsteller Anton Yelchin  Abschied zu nehmen, der kürzlich bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist.

Rätselhaft erscheint ein anderer Umstand: Im Vorfeld wurde groß angekündigt, dass sich Sulu diesmal als homosexuell outen wird. Entweder war das eine gezielt verbreitete Fehlinformation oder man hat diese Szenen nach dem Einspruch des Originaldarstellers  George Takei  wieder entfernt; sie könnten allerdings auch  so kurz geraten sein, dass sie infolge eines Augenblinzelns leicht zu übersehen sind.

7 von 10 unübersehbaren Sternbildpunkten.

franco schedl

PS.- Nach Rücksprache mit einem aufmerksamen Kollegen hat sich die Augenblinzel-Hypothese durchgesetzt.

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Star Trek Beyond

Star Trek Beyond

USA 2016
Science Fiction, Abenteuer, Action
21.07.2016
Justin Lin
Nach einer Notlandung auf einem fremden Planeten stellen Kirk und seine Crew fest, dass sie an einem gefährlichen Ort gelandet sind. Außerdem setzt ihnen der finstere Krall mit seinen Kriegern zu.
7.40

Kommentare

Das war aber ein galaktisch langes Blinzeln...
Ich hatte mich aufgrund der Nachricht, dass JJ Abrams diesmal nicht Regie führen würde eigentlich auf einen Lensflare-losen Film gefreut, aber leider konnte es auch Justin Lin nicht lassen. Als Ausgleich dafür gab es die geniale Verwendung von Musik; das halbe Kino ist gelegen vor Lachen.