Für Oldman ist es ein Privileg

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04/22/2021

Gary Oldman: Die vielen Gesichter des Oscar-Favoriten

Gary Oldman gilt mit seiner Rolle in "Mank" als großer Favorit bei der diesjährigen Oscarverleihung.

von Oezguer Anil

Gary Oldman hat sich in den letzten Jahrzehnten als einer der wandlungsfähigsten Darsteller unserer Zeit etabliert. Der britische Schauspieler stand das erste Mal im TV-Film "Meantime" von Mike Leigh im Jahr 1983 vor der Kamera und gab kurze Zeit später sein Kinodebüt in "Sid and Nancy", in dem er den Sex-Pistols-Gitarristen Sid Vicious verkörperte.

Inzwischen hat Oldman in über 100 Filmen mitgespielt und lässt sich auch als 63-Jähriger nicht auf einen Typ festnageln. Zuletzt überzeugte er in seiner Rolle als Drehbuchautor Herman Mankiewicz in "Mank", für den er auch eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller erhielt. Er zählt als großer Favorit für die goldene Trophäe und hat in seiner langen Karriere zahlreiche ikonische Rollen gespielt.

Das sind die vielen Gesichter von Gary Oldman:

Leon, der Profi

"Leon, der Profi" ist inzwischen ein Kultfilm, der als Geburtsstunde von Natalie Portmans Karriere gilt. Die damals erst 11-jährige Portman hatte zwar mit Jean Reno einen kräftigen Beschützer an der Seite, aber Gary Oldman als korrupter Polizist lehrte auch ihm das Fürchten. Auch wenn er nur eine Nebenrolle spielte, konnte er mit seinem psychopathischen Blick einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der maßgeblich für den Erfolg des Action-Dramas verantwortlich war.

Das fünfte Element

In den 90er-Jahren machte sich Oldman vor allem als Bösewicht einen Namen. In Luc Bessons Sci-Fi-Hit "Das fünfte Element" spielte er den Geschäftsmann Jean Baptiste Emanuel Zorg, der sich mit Außerirdischen verbündet, um die Menschheit zu unterwerfen. Trotz schrägem Haarschnitt, mit dem Oldman selbst einem Alien gleicht, konnte er mit seiner Leistung überzeugen. "Das fünfte Element" spielte knapp 260 Millionen Dollar ein und ist bis heute einer der erfolgreichsten europäischen Filme aller Zeiten.

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

In "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" spielte Regisseur Alfonso Cuaron gekonnt mit dem Bösewicht-Image von Oldman. Fast den ganzen Film über hält man Oldman in der Rolle als Sirius Black für einen entlaufenen Mörder, der Harrys Eltern an Voldemort ausgeliefert hat, nur um am Ende zu erfahren, dass er der Patenonkel des Zauberschülers ist, der zu Unrecht beschuldigt wurde. In "Harry Potter und der Orden des Phönix" fiel er im großen Zauberduell Bellatrix Lestrange zum Opfer, aber kehrte in Rückblenden auch im letzten Teil der "Harry Potter"-Reihe zurück auf die Leinwand.

The Dark Knight

Vom Bösewicht zum Ordnungshüter. In Christopher Nolans "Dark Knight"-Trilogie spielte Oldman den Polizeichef Jim Gordon, der für Recht und Ordnung in Gotham sorgte. Mit Schnurrbart und Brille war der Darsteller mit ungewohnt dezentem Masken- und Kostümbild zu sehen, was jedoch angesichts seiner Figur durchaus nachvollziehbar war. Nolans Trilogie zählt bis heute zu einer der besten Comicverfilmungen und neben der oft gelobten Performance von Heath Ledger als Joker, sollte auch die souveräne Leistung von Oldman nicht unbemerkt bleiben.

Die dunkelste Stunde

In diesem Historiendrama verkörpert Gary Oldman den ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill. Die Handlung konzentriert sich auf die ersten Wochen nach der Amtseinführung Churchills während des Zweiten Weltkriegs und wirft einen Blick in die Seele eines Staatsmannes, dessen Entscheidungen das 20. Jahrhundert essenziell mitgeprägt haben. Aufgrund der offensichtlichen körperlichen Unterschiede zwischen Oldman und Churchill saß der Darsteller stundenlang in der Maske, um den Politiker glaubhaft porträtieren zu können. Oldman erhielt für "Die dunkelste Stunde" seinen ersten Oscar und könnte diesen Erfolg im Jahr 2021 mit "Mank" nochmal wiederholen.

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