Guillermo del Toro bei der Oscar-Verleihung im März

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03/02/2022

Oscars 2022: Guillermo del Toro kritisiert geänderte Gala

Regisseur gegen Vorabvergabe einzelner Preise: "2022 nicht das Jahr, in dem man Namen nicht live bei den Oscars hören sollte."

Die Pläne für eine gestraffte Oscar-Gala am 27. März stoßen nicht überall auf Gegenliebe. Regisseur Guillermo del Toro hat die Pläne kritisiert, nach denen einige Preise aus Zeitgründen vor Beginn der Livegala ausgehändigt werden sollen.

Bei seiner Dankesrede für den "Filmmaking Achievement Award" der Hollywood-Kritiker erinnerte der Mexikaner daran, dass bei der Erschaffung von Filmen immer viele Parteien involviert seien.

"Filmemachen ist Gemeinsschafts-Arbeit"

"Wir machen sie nicht alleine, wir machen sie gemeinsam. Und die Menschen, die sie mit uns gemacht haben, riskieren in der Pandemie alles", so der 57-Jährige. Vergangene Woche hatte eine Ankündigung der Filmakademie für großen Wirbel gesorgt, nach der in diesem Jahr acht der insgesamt 23 Sparten, darunter Filmmusik, Schnitt, Kurzfilme und Ton, vor Beginn der Live-Gala im Dolby Theatre in Hollywood vergeben werden sollen. Ein gestraffter Mitschnitt mit den Dankesreden der Gewinner solle dann während der Show gezeigt werden.

Von allen denkbaren "ist dieses nicht das Jahr, in dem man ihre Namen nicht live bei den Oscars hören sollte", sagte Oscar-Preisträger Del Toro bei der Verleihung am 28. Feber. "Dies ist das Jahr, um sie zu sagen - und zwar laut auszusprechen."

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