Station Agent

 USA 2003
Drama 20.08.2004 88 min.
7.70
Station Agent

Ein vom Leben Enttäuschter will sich aufs Land zurückziehen, hat aber nicht mit einem Kubaner und einer Malerin als Nachbarn gerechnet.

Finbar liebt Züge - wesentlich mehr als Menschen.
Als sein Freund und Chef eines Tages plötzlich tot umfällt und ihm ein ländlich gelegenes Eisenbahndepot vererbt, zögert er keine Sekunde, das Stadtleben aufzugeben. Der 1m30-Mann gibt sein bisheriges Leben auf und zieht aufs Land.
Überrascht muss Fin feststellen, dass sein abgeschiedenes Dasein von zwei anderen Individuen aufgebrochen wird, die sich nichts sehnlicher wünschen, als mit ihm in Kontakt zu treten: Joe, der nicht weit vom Bahnwärterhäuschen mit Leib und Seele und kubanischer Herzlichkeit einen Imbiss betreibt; und Olivia, deren Bekanntschaft er macht, als sie ihn beinahe mit ihrem Wagen überfährt. Finbar würde beiden am liebsten komplett aus dem Weg gehen, doch Zähigkeit und Zufälle bringen die Drei immer wieder auf ein Gleis...

Details

Peter Dinklage, Patricia Clarkson, Bobby Cannavale, Michelle Williams, Raven Goodwin, Josh Pais
Tom McCarthy
Stephen Trask
Oliver Bokelberg
Tom McCarthy
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der kleine Eisenbahn Freak
    Es ist eine ruhige, aber eindringliche Charakterstudie von drei völlig unterschiedlichen Typen. Fin (Peter Dinklage), ein wortkarger Eisenbahnexperte, der sich selbst als ’Zwerg’ bezeichnet. Er hat Stil und ist die bestimmende Figur in diesem Trio. Joe (Bobby Cannavale) ein Imbissverkäufer, der Logorrhoe hat und der die pure Lebensfreude verkörpert, ist das krasse Gegenteil. Und Olivia (Patricia Clarkson) die Malerin mit Eheproblemen, versucht, sich zurecht zu finden. Sie treffen in Neufundland am Rande der Welt aufeinander. Wie sie sich ’menschlich’ aufschließen, sich öffnen und für einander da sind, wird in eindrucksvoller Weise dargestellt. Es passiert eigentlich nicht sehr viel, nur ab und zu gehen die drei die Gleise entlang oder begleiten Fin beim ’Train Spotting’. Die Gespräche werden allerdings immer persönlicher und intensiver, dadurch auch aufschlussreicher. Kontakte nach außen zum feindlichen, neugierigen Umfeld sind selten und stören eigentlich das Universum der Drei. Sie sind sich selbst genug. So vergeht die Zeit recht angenehm und man fühlt sich gut, weil man sie mit drei sympathischen Typen verbracht hat.

  • Ein Film über Freundschaft
    Das Schicksal trifft uns alle, täglich und mit Wegweisern in Richtungen, in die es sich lohnt zu gehen. Der Film zeigt drei Menschen, die sich nie begegnet wären, hätte das Schicksal nicht seine Finger im Spiel gehabt. Der Film ist sehenswert, er hat Witz und er zeigt, wie das Leben mit Freunden einen neue Wendung bekommen kann. Es ist ein Film der sich lohnt ein zweites oder drittesmal anzusehen. Einer der besten Filme dieses Jahres.