Sutter kodtid winyan (The Shutter)

 Thailand 2004
Drama, Horror 89 min.
film.at poster

Auf dem Heimweg von einer Hochzeitsfeier überfahren der Fotograf Tun und seine Freundin Jane auf einer finsteren, ausgestorbenen Straße versehentlich eine junge Frau. Nicht sicher was sie tun sollen, schlägt Tun vor, sich aus dem Staub zu machen. Wenige Tage später bemerkt Tun, dass die Fotos seines jüngsten Auftrags durch Lichtstreifen und die geisterhafte Anwesenheit des toten Mädchens entstellt sind. In einem Versuch, ihr Gewissen zu beruhigen und die offensichtliche Wut eines Geistes zu vertreiben, kehren Jane und Tun zur Unglücksstelle zurück: Das Paar steht vor einem Rätsel, als es erfährt, dass es für die fragliche Nacht weder ein Protokoll über einen Todesfall noch einen Leichnam gibt. Thailands jüngster Ausflug ins Reich des Übernatürlichen ist stark von japanischen Horrortraditionen beeinflusst, und die Geschichte erklärt sich am Besten durch ihren Originaltitel Sutter Kodtid Winyan, was frei übersetzt so viel wie «Drück den Auslöser der Kamera und du siehst einen Geist» heißt. Hätten Tun und Jane zivilisiert gehandelt, dann hätte der Film ein Drama werden können. Aber sie fliehen, und in einem Horrorfilm zieht der Entschluss, keine Verantwortung für seine Taten zu übernehmen, immer schreckliche Konsequenzen nach sich. Tun, der tagsüber als Fotograf arbeitet, bemerkt, dass all die Fotos, die er aufgenommen hat, eine diabolische Gegenwart aufweisen. Und was noch schlimmer ist: Er erfährt, dass seine Freunde der Reihe nach Selbstmord begehen. The Shutter ist das Spielfilmdebüt von Parkpoom Wongpoom und Banjong Pisanthanakun, denen es gelungen ist, Wesen und Kunst der Fotografie nahtlos in ihre Arbeit einzubinden. (Brandon Wee)

(Text: Viennale 2005)

Details

Ananda Everingham (Tun),Natthaweeranuch Thongmee (Jane), Achita Sikamana (Natre), Unnop Chanpaibool (Tonn), Chachchaya Chalernpho (Tonns Frau)
Banjong Pisanthanakun / Parkpoom Wongpoom
Chartchai Pongprapaphan
Niramon Ross
Sophon Sakdapisit, Banjong Pisanthanakun, Parkpoom Wongpoom

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • TIPP
    Ein erstaunliches Genre, der asiatische Gruselfilm. Verblüffend verlässlich und regelmäßig gibt es im asiatischen Kino immer wieder neue und originelle Zuwächse in einem Filmgenre, das schon herzlich ausgereizt scheint (allerdings gibt gleichzeitig auch eine Menge Trash, der trittbreetfahren will...)

    Die interessantesten Ausprägungen kamen in den letzten Jahren aus Japan und wurden prompt in US-Remakes verbraten. Sogar diese Remakes kamen (für die Verhältnisse amerikanischer Studioproduktionen) noch einigermaßen gut rüber (zumindest wenn man die Originale nicht kannte - man denke an "Ringu", die missverständliche Übersetzung des Titels ins Englische und das seltsame Pazifikküsten-Pferdezüchter-Setting...)

    Ich habe mich ja schon im Zusammenhang mit "Mah Nakorn" als Fan des
    thailändischen Films geoutet - wenn ich mich jetzt also in einem thailändischen Geisterfilm gepflegt fürchten kann, dann ist das gleich der doppelte Spaß.

    Dass die Spätvorstellung um 1 Uhr früh auch mit keinem anderen Screening kollidieren kann, macht "Sutter kodtid winyan" engültig zum Pflichttermin.
    Drängerei und Rempeleien im Gartenbaukino garantiert inklusive.