Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

 USA 2007

Sweeney Todd

Thriller, Musikfilm / Musical, Krimi 22.02.2008 ab 14 117 min.
7.40
film.at poster

Das Erfolgsteam Burton/Depp nimmt sich der Verfilmung von Stephen Sondheims preisgekröntem Musical-Thriller um einen Barbier mit besonders scharfer Rasierklinge an.

Als Sweeney Todd wird Depp unschuldig ins Gefängnis geworfen und schwört Rache nicht nur für seine brutale Strafe, sondern auch für das grausigeSchicksal, das seine Frau und Tochter erleiden müssen. Eines Tages kehrt er zurück, arbeitet wieder als Frisör und steigt zum dämonischen Barbier der Fleet Street auf: ¿Er rasiert den Gentlemen die Köpfe, die daraufhin spurlos verschwinden.¿

Helena Bonham Carter backt als Mrs. Lovett diabolische Fleischpasteten und wird Sweeneys Geliebte und Komplizin. Alan Rickman spielt den bösen Richter Turpin, der Sweeney ungerechterweise zur Haftstrafe verurteilt und damit Sweeneys Rachefeldzug provoziert. Unterstützt wird der Richter von seinem verschlagenen
Partner Beadle Bamford (Timothy Spalb~ Sacha Baron Cohen spielt den extravaganten Barbier-Rivalen Signor Adolfo Pirelli, und Christopher Lee ist als Gentleman-Gespenst zu sehen. Weitere Rollen übernehmen Jamie Campbell Bowen als junger Seemann Anthony, Jayne Wisener als Johanna, Laura Michelle Kelly als Bettlerin und Newcomer Ed Sanders als Toby. Alle Stars singen Stephen Sondheims Lieder höchstpersönlich.

Die legendäre Bühneninszenierung gewann acht Tonys, darunter auch als Bestes Musical. Aufgrund des rabenschwarzen Humors und Sondheims wie für die Leinwand konzipierte Musik folgten Hunderte weiterer Inszenierungen in aller Welt ¿ aktuell erneut in einer gefeierten Produktion am Broadway. Was früher manchem als zu tabubelastet und gruselig erschienen wäre, begeistert heute als saftig-vergnügliche Unterhaltung.

Details

Johnny Depp, Helen Bonham Carter, Alan Rickman, Timothy Spall, Sacha Baron Cohen, Jamie Campbell Bower, u.a.
Tim Burton
Stephen Sondheim
John Logan
Warner Bros.
ab 14

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Lustiger Kannibalismus
    Es ist eine Blutorgie. Ein Genuss für Leute, die auf rote Fontänen stehen, die den Leuten aus dem Hals spritzen. Das menschliche Massenschächten als Rohstoff für Pasteten ist allerdings starker Tobak. Wer sich daran ergötzen kann, muss noch die etwas gewöhnungsbedürftigen ‘Arien‘ von Stephen Sondheims überstehen. Die gehen so in Richtung Sprechgesang oder Sing-Sang wie man ihn von Kinderliedern her kennt. Sie stören immer weniger, verlangsamen aber die Handlung.
    Überzeugend ist allerdings die Machart. Tim Burton ist ein absoluter Könner. Er verwendet Farben und Schminke ganz bewusst, schafft eine in sich geschlossene Atmosphäre in einem stilsicheren Ambiente und lässt die Darsteller in einer Weise vor der Kamera agieren, dass man zwischen Abscheu und Faszination hin und hergerissen ist. Allen voran Johnny Depp und Helena Bonham Carter. Sie lassen bei all ihren abartigen Mordgelüsten gelegentlich sogar eine echte menschliche Regung zu. Er will Rache, sie seine Zuneigung.
    Unter den Opfern beeindrucken Alan Rickman und Timothy Spall. Todds Tochter, das schöne Blondchen Johanna (Jayne Wisener) ist eine echte Neuentdeckung. Sie erscheint in stillen Einstellungen wie die Nymphen auf Hamilton-Fotos.
    Eine bewusst skurrile Unterhaltung, ekelerregend lustig. Da werden die Chips nicht angerührt.

  • gut geworden, aber - Teil 1
    Über den Film ist es schwierig eine Filmkritik zu schreiben. Er ist ein Musical, was ich nicht mag, außer bei „Moulin Rouge“ und die Klassiker wie „Sister Act“, oder „School of Rock“. Er ist grausam einigermaßen, weil bei 10 Leuten sieht man wie die Hälser aufgeschlitzt werden, oft wie weit das Blut spritzt bis an das Fenster, 1,5 Meter fast. Ja ekelerregend kann man sagen. Er ist spannend umgesetzt und man neigt dazu Sympathie für die 2 Mörder zu gewinnen, Ich hasse Alan Rickman der den Richter spielt, und ich kann London nicht leiden.

    Der Film ist eine Mischung aus Elementen aus „Oliver Twist“, „Der Barbier von Sevilla“ dazu ein kleiner Champagnercocktail „Der Graf von Monte Christo“, Elemente aus „Sleepy Hollow“ einer ganzen Menge Märchenästhetik und Prachtbauten von „Batman“ und „V wie Vendetta“.

    Was oder wer ist eigentlich Sweeney Todd, oder besser wieso gerade der?:

    Sweeney Todd ist eine alte berühmte Romanfigur, die im 19. Jahrhundert in London angesiedelt ist. Er war Barbier mit einem „Barber Shop“ in der Fleet Street in London. So wie im Film und was noch interessant ist, Barbiere stutzten im 19. Jahrhundert nicht nur die Bärte, sondern schnitten unter anderem auch die Haare und führten Amputationen und Aderlässe durch. Vielleicht waren die Ärzte alle Pleite oder nicht da. Sweeney Todd schnitt seinen Kunden bei dieser Gelegenheit mit einem Rasiermesser die Kehle durch und verkaufte die Leichen an den anliegenden „Pie Shop“ (Pasteten-Laden) von Mrs. Lovett.

    Und wenn ich noch was interessantes anmerken darf, Todd erschien das erste Mal in einem Roman, namens penny dreadful (so hießen früher die Groschenroman), und zwar vor langer Zeit, im Jahr 1846. Die Geschichte trug den Namen The String of Pearls: A Romance (Die Perlenkette: Ein Märchen) und wurde wahrscheinlich von THOMAS PREST, der zu jener Zeit auch andere makabre Geschichten und zwielichtige Personen beschrieb, verfasst

    Gab es schon Adaptionen vom Film?:

    1936: Verfilmung mit dem Titel Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street und Tod Slaughter in der Hauptrolle.
    1979: Sweeney Todd kommt als Musical von Stephen Sondheim an den Broadway. Es dient später als Vorlage für den Spielfilm aus dem Jahr 2007.
    1982: US-amerikanische Fernsehproduktion mit dem Titel Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street mit George Hearn und Angela Lansbury in den Hauptrollen.
    1998: Fernsehproduktion unter der Regie von John Schlesinger mit dem Titel The Tale of Sweeney Todd. Ben Kingsley und Joanna Lumley waren in den Hauptrollen zu sehen.
    2006: Fernsehproduktion für die BBC, mit Ray Winstone in der Titelrolle.
    2007: Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street mit Johnny Depp in der Hauptrolle unter der Regie von Tim Burton
    Außerdem gibt es zwei Bühnenspiele, die sich mit dem Thema Sweeney Todd befassen. Eines mit dem Titel The String of Pearls: The Demon Barber of Fleet Street (Die Perlenkette: Der teuflische Barbier der Fleet Street) aus dem Jahr 1847. Ein Bühnenspiel aus dem Jahr 1937 mit dem Titel Sweeney Todd erzählt ebenfalls die Geschichte.

    So jetzt meine Meinung, auch einige Infos, einfach verwoben, alles auf einmal, für die Blutoper:

    So also wo fangen wir an. Nicht einfach. Wenn ich denke, da sind so viele Gesangseinlagen da, die hervorragend gesungen wurden, doch alle Songs die ich hörte, kein einziges hat mich angesprochen keiner einziger Ohrwurm dabei, und dann noch alles in Englisch, wahrscheinlich weil das besser klingt und ich bin auch froh gewesen.
    Die prätentiös agierenden Schauspieler sind alle samt in dem Film eigentlich ein kalkulierbares Risiko gewesen wie in jedem Film, haben aber Ihre Darstellung mit Bravour geleistet.

    Story an sich=sehr gut - T 3
    Ich kenne ihn noch vom Film „Dream Demon“ und seit 20 Jahren ist mir der Typ unsympathisch, er ist häßlich und spielt nie gute Rollen.
    Ich frage mich wer den geheiratet hat in Wirklichkeit, vielleicht die Schwester von Stevie Wonder.

    Eigentlich am Anfang hat Burton das Musical dass am Broadway 3 Stunden gedauert hat nicht gemocht, aber das Plakat gefiel ihm und auch die Handlung, und ja für Horror ist ja der Typ offen und so sah er sich dass ein 2. x an und so entschied er sich den Film zu drehen. Was mir auch am Film gefällt, er versucht nicht mit irgendwelchen Stilmitteln zum Erfolg zu führen und irgendwie versucht der Film auch nicht mit irgendwelchem Technischem Pom Pom die Leute zu überzeugen sondern einfach durch Leistung und Geschichte.

    Wenn ich mir denke, dass Sam Mendes mit Russell Crowe den Film verfilmen wollte, igitt. Und wenn Anne Hathaway nicht so berühmt war, würde sie die Rolle der Johanna bekommen haben. SASCHA Baron Cohen der ja den Italiener spielt, den grauslichen am Anfang der sein Lügenelixier verkauft der ja von Borat bekannt ist, er ist ja der Ali G in der Serie in England, ja der hat 16 Stunden geübt um ein Barbier zu sein. Und während des Filmes war Helena Bonham Carter mit Ihrem 2. Kind schwanger.

    Und wer noch wissen will, wer für Sweeney eigentlich vorgesehen hat, wer sich gemeldet hat, wer angesehen wurde, hier die Auswahl. William Hurt, Michael Douglas, Harrison Ford, Dustin Hoffman, Robert De Niro, Al Pacino, Richard Dreyfuss, Gene Hackman, Robert Redford, Jack Nicholson, Steve Martin, Tim Curry, Kevin Kline, Warren Beatty. Toll was.

    Ich kann den Film nur was schönes bescheinigen und als Ende noch die Handlung:

    BENJAMIN BARKER (Johnny Depp), ist frisch verheiratet und hat eine junge Tochter und eine sehr schöne Frau namens LUCY. Er wird aufgrund einer Intrige durch den mächtigen Richter TURPIN (Alan Rickman) unschuldig angeklagt und verbannt. Weit entfernt über das Meer in ein Gefängnis und ja TURPIN schnappt sich LUCY die er immer schon liebte. BENJAMINS Frau LUCY und die Tochter JOHANNA geraten unter die Obhut von Richter TURPIN. LUCY, oft vergewaltigt, geschlagen und wie Dreck behandelt, ist dann irgendwie abgestürzt und hat alles verloren oder ist sie gar Tod?

    BENJAMINS Tochter wird daraufhin von Richter TURPIN adoptiert. 15 Jahre später kehrt BENJAMIN BARKER als SWEENEY TODD, von Not und Elend gezeichnet, in seine Heimat London zurück, mit seinem Freund, gerettet und begleitet von dem jungen Seemann ANTHONY. Doch trennen sie sich da jeder seinen eigenen Geschäften nachgeht. TODD kehrt in die Fleet Street zurück, wo er ja früher war, und trifft dort auf Mrs. LOVETT (Helena Bonham Carter), die Inhaberin des Fleischpastetenladens unter dem ehemaligen Barbiergeschäft von BENJAMIN BARKER. Natürlich hat sie alles so gelassen wie er es verlassen hat, im 1. Stock und das Zimmer nie mehr betreten und in der Diele im Boden hat sie seine wertvollen 6 Silbernen Rasiermesser versteckt. Sie erkennt ihn natürlich und erzählt ihm die traurige Story, LUCY, seine Frau habe Gift genommen und JOHANNA befinde sich in der Obhut von Richter TURPIN. Der ist aber überall gefürchtet, er ist falsch, er ist gemein, er ist ungerecht, er ist ein Schwein und ein Perverser Lüstling. Fortan übt TODD als mordender Barbier Rache an alle die er von früher kennt, und schlitzt Ihnen mit einem speziellen Sessel als Hilfe die Kehlen auf. Zu seiner Komplizin wird Mrs. LOVETT, die die Leichen in ihren Pasteten verarbeitet. Inzwischen hat sich ANTHONY in JOHANNA verliebt und versucht sie aus den Klauen des Richters TURPIN zu befreien. Dieser aber will ihn töten.

    So ein kleines Fazit:

    Ich mag keine Musicals, aber ich mag Burton und Depp als Duo die mich noch nie enttäuschten und auch jetzt nicht, ja einige Szenen waren heftig, stimmt, zu viel Gesang, mir hätte das gesprochene Wort und die Gedanken als Erzähler besser gefallen aber trotzdem

    85 von 100

    Die Musik=zum Scheißen - T 2
    Wenn ich den Film sehe kann ich mir schon vorstellen, Tim Burton wurde 2007 mit dem Regiepreis des „National Board of Review“ ausgezeichnet, denn seine Visionen und seine interessanten Geschichten und Ideen, die sprengen alles was man da so sieht, denn der hat wirklich Ideen die ich bisher noch nie gesehen habe, da passt einfach alles zusammen vom Brutalen „Jack the Ripper“ bis hin zum weinerlichen Romantikgesülze einer
    Romeo & Julia Story.

    Was man über den Film so berichten kann?, Ja eine Menge, denn Im Rahmen der Golden Globe Awards 2008 erhielt der Film bei vier Nominierungen zwei Auszeichnungen. Neben dem Preis als Bester Film (Komödie/Musical) wurde auch Darsteller Johnny Depp als Bester Hauptdarsteller - Komödie/Musical bedacht.
    Bei der Oscarverleihung 2008, für die der Film dreifach nominiert war (Bester Hauptdarsteller, Bestes Kostüm und Bestes Szenenbild), gewann der Film in der Kategorie „Bestes Szenenbild“.

    6 Filme hat Johnny Depp mit Tim Burton gemacht, der mit seiner Frau Helena Bonham Carter, ne hässliche Braut 5 Filme gemacht hat. Ja die 2 sind einfach ein gutes Paar. Nun der Film hat ja 50 Mille gekostet und knapp 150 eingespielt. Ja man kann sagen ein kleiner Erfolg, aber kein Superfilm, denn das ganze ist sicher kein Popcorn Film, zu viel und zu groß ist der Anspruch in dem Film, etwas konzentrieren muß man sich schon und statt Popcorn könnte man sich die viel intelligenteren Intellektuellen Sushi Happen vor dem Kino da kaufen und futtern.

    Übrigens dieses Mal hat nicht Danny Elfman die Musik gemacht wie sonst, sondern Stephen Sondheim, und der Satz verdient hier Erwähnung, weil das bei dem Duo Depp / Burton eine Ausnahme darstellt und sie wurden stets mit größter Sorgfalt gesungen, Von Alt – Bariton, von Tenor – was weiß ich, hat alles gepasst und die Unterstützung der herrlichen Kostüme hat natürlich dazu beigetragen dass man sich bei dem Film nicht langweilt, weil die Gesänge sind nicht so meines nicht so schön aber vom Technischen her einfach perfekt.

    Es ist der Musicalcharakter als überaus gewöhnungsbedürftig anzusehen, und die Zwischengeschichte vom Seemann Anthony und der Tochter von Todd ist ja nett, aber irgendwie hätten die mehr daraus machen können, auch fehlten mir dann die Vorgeschichten der beteiligten Personen, die von der Hexe, ja die alle Kunden die Todd aufschlitzt sammelt und daraus Fleischpasteten macht, was mich an alte Märchen erinnert.

    Die Mischung zwischen Mary Poppins und Texteinlagen wie - Wie wäre es mit ein bißchen Priester (die englische Fassung von den Songs ist schwer zu verstehen) – hat sich gut in die Köpfe der Zuseher im Kino eingenistet, und auch der etwas zynisch leider zu kurz geratene Humor ist nicht verloren gegangen.

    Burton hat natürlich gewusst dass Alan Rickman und Depp nicht singen können ja der Depp der, aber dass machte ihm nichts, Hauptsache die Leistung stimmt dafür haben 2 Mädchen, keine Ahnung welche, aber die Johanna war dabei, eine Gesangausbildung was man auch hört. Im Film spielt die übrigens eine 15,5 Jährige, in echt ist sie Baujahr 1987 und ne echt geile Lolita.

    Wenn man auf Gothic steht und eigenartige Hau Drauf Märchenland Ade Romantik dann wird man an dem Film sicher ein sehr schönes Gustostückchen zu sehen bekommen dass es bis jetzt noch nicht gab. Auch wenn man mal merkt, wenn man dass gute Gehör besitzt dass Helena und Johnny keine guten Stimmen haben, ja dass macht nichts, dass macht ja den Reiz im nachhinein aus, denn durch das Nicht können wird aus dem Film eigentlich ein Zusammengewürfeltes Funktionierendes Tohuwabohu.

    Was mich an Genie Depp wundert, er schafft den Spagat vom Gesang, mit seiner doch netten Stimme aber der Rest ist nicht so gut, hin zur Darstellung alles mit so einer Leichtigkeit wie auch Alan Rickman, als ob die nie was anderes machten, die 2 strengen sich nicht an und wirken fantastisch gut und auch Timothy Spall als Speichellecker von Richter Turpin im Film hat eine sehr gute Darstellungsweise.

  • Sehr cool
    Sweeney Todd ist echt ein typischer Burton Film - schwarzer Humor meets Johnny Depp meets schräge Optik...

    Das Einzige was fehlt ist ein Verwurstungsstuhl a la Happiness in Slavery von den Nine Inch Nails - das hätt das Ganze noch ein bissl mehr auf die Spitze getrieben.

    Also: Einfach das Popcorn gegen Fleischpastete tauschen und einen vergnüglichen "Musicalabend" geniessen!

  • Toller Film...
    Ich habe mir "Sweeney Todd" gestern angesehen und mir hat der Film sehr gut gefallen.
    Dieser Film ist ein Muss für alle, die
    1. Musicals lieben
    2. Johnny Depp lieben
    3. Schwarzen Humor lieben

    Wem Musicals nicht gefallen, sollte sich diesen Film lieber nicht ansehen, denn es wird wirklich viel gesungen. Mein Sitznachbar meinte schon beim 2. Lied "Gott, geht mir diese Singerei auf die Nerven...!!!". Johnny Depp ist einfach grandios als teuflischer Barbier (und wie gut er singen kann - wer hätte sich das gedacht!) Aber auch die anderen Schauspieler, besonders Helen Bonham Carter, stehen ihm in nichts nach. Im Film herrscht eine ganz eigene Atmosphäre und in diesem mörderischen Spektakel ist auch sehr viel Humor zu finden, und dieser ist very black und very British. Den muss man mögen!
    Auch die Musik ist gut, ich fand die Lieder nicht unmelodiös (wie jemand in einem anderen Comment schreib).
    Meiner Schwester und mir hat der Film ausgezeichnet gefallen!

  • Tolle Musicaladaptierung
    Wer das Musical von Sondheim mag, wird von dieser Verfilmung begeistert sein.
    Es stellt sich die Frage, warum schreibt man ein Musical über einen Serienmörder - aber das ist schwarzer-britischer Humor, und in diesem Sinne ist auch der Film umgesetzt.
    Die düstere Stimmung und Atmosphere des Films zeigt gut die Verzweifung, den Wahnsinn und die Tristesse von Sweeny Todd.
    Johnny Depp aber auch die anderen Schauspieler singen sehr gut - und ganz perfekt soll der Gesang lt. Rolle gar nicht sein! Die Musik ist nicht langweilig und eintönig, aber kein rockiges Musical mit Ohrwürmern - eher "opernhaft" aber durchaus melodiös!
    Die Mordszenen werden deutlich und "blutrünstig" gezeigt, aber das verlangt das Thema eines "Hälse schlitzenden" Babiers und der fleischverarbeitenden Pastetenköchin Mrs Lovett - und wird in einer fast "comic-haften" Weise dargestellt.
    Johnny Depp Fans kommen voll auf ihre Kosten, auch Bonham Carter und die anderen Akteure sind gut ausgesucht und in ihrer Darstellung beeindruckend - insbesondere Sacha Baron Cohen als Frisörkonkurrent ist sehr witzig.

    Bzgl. der vorhergehenden Kommentare frage ich mich, warum man sich einen Musikfilm anschaut, wenn man das "Gesinge" dann nicht aushält?? Und warum schaut man sich einen Film mit diesem Thema an, wenn man kein Blut sehen kann??

    Ich kann den Film als spannende Unterhaltung nur empfehlen, aber vielleicht sollte man sich vorher informieren und den Trailer anschauen, ob man dieses Genere des Musikfilms möchte.

  • Musicalstoff gut umgesetzt
    Die Verfilmung des Musicals von Sondheim ist sehr gut gelungen.
    Es stellt sich natürlich die Frage, warum macht man ein Musical über einen Massenmörder, aber das ist eben schwarzer-britischer Humor - und das Thema wird auch in diesem Sinne umgesetzt.
    Die Umsetzung im Film des düsteren Londons des 19.Jhdt ist sehr eindrucksvoll - die Stimmung zeigt auch die Tristesse des Hauptdarstellers.
    Die Rollen sind allesamt treffend besetzt - der Gesang der Schauspieler durchaus sehr gut - soll ja gar nicht perfekt sein, das würde zur Rolle gar nicht passen!! Die "blutrünstigen" Szenen sind deutlich dargestellt - aber das Thema ist halt ein Hälse aufschlitzender Barbier und eine fleischverarbeitende Pastetenköchin - da kann man das Morden nicht nur andeuten!!
    Bezugnehm. auf die anderen Kommentare muß ich schon sagen, warum haben sich die Leute vorher nicht informiert, wovon der Film handelt, wenn sie kein Blut sehen können. Auch dass in einer Musicalverfilmung natürlich viel gesungen wird, sollte klar sein!!
    Die Musik ist durchaus nicht langweilig oder eintönig - aber eben kein
    "rockiges" Musical mit Hits sondern eher "opernhaft" - den Titel "Nothing wonna harm you..." ist berühmt und wurde z.B. von Barbara Streisand interpretiert.
    Zusammenfassend ist zusagen, dass jeder der das Musical "Sweeny Todd" von der Bühne kennt, wird von der Verfilmung begeistert sein.
    Und Johnny Depp Fans so und so!!

  • mir hat's gefallen
    Ja, es fließt zu viel Blut aus zu vielen Hälsen und das ist grauslich.
    Und ja, es wird zu viel gesungen.

    Aber mir hat der Film gut gefallen. Ich würde ihn aber wirklich nur empfehlen, wenn man Musicals mag. Sonst geht einem die Singerein sicherlich sehr rasch auf die Nerven. Die Lieder sind leider alle eher unmelodiös und teilweise nervig.

    Ich finde aber, dass Johnny Depp das Singen sehr gut gemeistert hat.

    Eine Empfehlung für alle, die Tim Burton Filme mögen (wieder mal tolle Ausstattung, tolle Kostüme, super Make-Up, etc.), Johnny Depp Fans sind und denen Musicals nicht auf die Nerven gehen.

  • Grauslich und eintönig
    Wenn zu Beginn des Filmes gleich die Orgel einsetzt und ein paar Takte von Bachs Toccata anstimmt, wird einem Vorfreude auf einen guten Film bereitet die dann aber leider nicht hält was sie verspricht. Der Anfang bietet eine gute Einstimmung und birgt Potenzial in sich. Das alte London in düsterem Licht, der einst glückliche Ehemann und Vater, der hintergangen wurde und nun zurückkehrt um Rache zu üben. Soweit so gut, wenngleich der Humor ruhig subtiler sein könnte und man merkt, dass die Darsteller keine professionellen Sänger sind, was dank der Technik aber auch nicht stört.
    Im laufe des Films wird dann allerdings die Handlung sehr linear weitergesponnen, ohne sonderliche Wendungen oder Überraschungen. Auch die Musik bringt nichts neues. Besonders negativ fallen auch die Mordszenen auf, die stark übertrieben und sehr blutrünstig inszeniert sind, so dass einem darauf schon schlecht werden kann. Zudem wird vernachlässigt das Publikum auch nur irgendwie miteinzubeziehen. Als Zuseher nimmt man die Handlung einfach nur mehr passiv zur Kenntnis. Das Ende läuft dann nur mehr ins Leere. Es werden keinerlei Spannungsbögen aufgebaut, weder filmisch noch musikalisch. Dem Publikum wird zwar die Möglichkeit geboten einiges kurzzeitig vorauszuahnen, jedoch nutzt dies der Film nicht weiter aus. Vielleicht stumpft man aber auch einfach durch die Blutszenen nur zu sehr ab um dem Ganzen noch etwas abgewinnen zu können.

  • Anstrengend!!
    Hallo!
    Also ich muss schon sagen die Singerei ist gar nichts für mich. Musste sogar während des Filmes eine Pause machen da mich das ganze tierisch genervt hat...
    Die Geschichte an sich wäre sicher nicht schlecht, aber wenn man kein Musical Fan ist, sollte man sich den Kinogang lieber verkneifen. War der erste Film bei dem mich das Geld im Nachhinein gereut hat..

    Liebe Grüße Julia

    Re:Anstrengend!!
    Hallo Leute!
    Ich kann Musik wirklich gut leiden und manchmal auch Musikals. Das aber nicht, denn die Handlung ist irgendwie unter der etwas einförmigen Musik untergegangen. Mir jedenfalls ist sie nicht aufgefallen. Schlecht - auch der Hauptdarsteller, den ich sonst sehr gern habe. Peinlich ist die Massenmordung durch den rasiermesserschwingenden Barbier von London. Dazu eine Kippvorrichtung, die mich ein wenig an die Genickschussapparate der SS erinnerte, dann auch gleich ab zur Verbrennung und ganz London stinkt vor Leichenrauch. Schade und politisch äusserst bedenklich. Hauptsache: die Hexe endet im Feuer.
    Dabei - die englische Literatur hat ja eine ganze Reihe von Menschenfressergeschichten, da hätte ja auch durchaus ein Bezug hergestellt, etwas Humor oder Satire eingebracht werden können.
    Keine Empfehlung - bleibt von dem Film weg - schade ums Geld!

  • "Rasiermesserscharfer" Humor!
    Der Film beginnt damit, daß Johnny Depp alias Benjamin Barker alias Sweeney Todd aus 15-jähriger Verbannung heimkehrt und von Mrs. Lovett, der Besitzerin eines schlecht laufenden Meat-Pie Shops erfahren muß, daß seine Frau sich aus Gram über seine Verbannung vergiftet hat und seine damals 1-jährige Tochter als seines Todfeindes Mündel aufgewachsen ist.

    Ich sage es ganz ehrlich, man muß das Gesinge schon mögen um den Film gut zu finden. Aber sobald man sich an die Gesangseinlagen gewöhnt hat und sich vom Plot fangen lässt, wird dieser Musicalthriller zu einer spannenden Verfilmung von Hass, Verzweiflung, Rache und einer ganzen Serie von kaltblütig ausgeführten Morden im Laufe derer Sweeney Todd immer mehr alle Relationen aus den Augen verliert und von seinem unstillbaren Verlangen nach Rache an dem Mann, der seine Frau auf dem Gewissen hat, überwältigt wird.

    Letztendliches Ziel seiner Rache ist der einflußreiche Richter Turpin, der - an der Frau des Barbiers Gefallen findend, diesen unter fadenscheiniger Anklage für 15 Jahre in der Verbannung verschwinden lässt um freien Weg zu ihr zu haben. Auf dem Weg zur Auslöschung seines Erzfeindes fallen viele tiefschwarze Pointen wie auch Köpfe. Das Ende des Filmes ist so bitter wie von rabenschwarzer Ironie durchtränkt. Insgesamt finde ich den Film eine wirklich erfrischende Abwechslung im Hollywoodschen Einheitsbrei und absolut empfehlenswert. Wie gesagt, sofern man sich das Gesinge anzuhören bereit ist.

    Aber ich bin wirklich überrascht wie gut Johnny Depp und Helena Bonham Carter singen können! Er sogar noch besser als sie.