Die Teuflischen von Mykonos

Ta Pedia Tou Diavolou

Griechenland, 1975

HorrorThriller

Min.99

Christopher und Jean, ein junges Pärchen, kommen nach Mykonos, um dort außerhalb der Touristensaison eine schöne Zeit zu verleben. Schöne Zeit heißt für die beiden, dass sie sich Opfer suchen, die zuerst sexuell missbraucht oder erniedrigt und dann umgebracht werden. Das Ganze geht so lange gut, bis sich Jean in einen sodomitischen Schäfer verliebt und diesen rumbekommt, Christopher zu beseitigen. Nico Mastorakis Psychothriller ist eines der perfidesten Machwerke des europäischen Kinos. (Frank Trebbin) Mit zielstrebiger Gründlichkeit ist Mastorakis nichts entgangen, was nicht schon als Einzelbelastung tiefe Risse im seelischen Gefüge hinterlassen würde: Inzest, Tiersex, religiöser Wahn, Schwulen-, Lesben- und Fremdenhass ein komplettes Who Is Who der Psychopathia eines krebszerfressenen Misanthropengehirns. Die Teuflischen von Mykonos lässt keine geheimen Ängste oder Zwänge hervorbrechen. Verborgen war da nichts, sondern es handelt sich um einen Musterkatalog des Exploitation-Films. Wenn Mastorakis ein junges Pärchen nach Mykonos kommen lässt, und sie sich außerhalb der Saison durch die Bewohner schlachten, sind das keine Statements einer vom Massentourismus oder sonst welchen metapsychotischen Zuständen gequälten Griechen-Seele. Was Mastorakis plagte, war der Wunsch, schnell Geld zu machen. (Maerz) Die Teuflischen von Mykonos ist hart, blutig, pervers und alles, was immer Sie möchten. Und das nur deshalb, weil ich damals eine sehr naive Herangehensweise hatte, um auf den internationalen Markt vorzustoßen, über den ich nichts wusste zu dieser Zeit. Natürlich war ich nicht ganz weltfremd. Ich hatte von Texas Chainsaw Massacre und seinem Erfolg gehört. Die Teuflischen von Mykonos zeigte ich dann auch, als er fertig gestellt war, sogleich einem englischen Verleiher, und er sagte: «Wow! Wir glauben, der wird Geld machen, den kaufen wir!» (Nico Mastorakis)

  • Regie:Nico Mastorakis

  • Kamera:Nicos Gardellis, Nico Mastorakis

  • Autor:Nico Mastorakis

  • Musik:Nikos Lavranos, Nico Mastorakis

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