Tanguy - Der Nesthocker

 F 2001
Komödie 109 min.
6.40
Tanguy - Der Nesthocker

Tanguy ist 28 und lebt immer noch bei seinen Eltern - bis diese beschließen, den Nesthocker endlich loszuwerden.

Tanguy, reife 28 Jahre alt, lebt immer noch bei seinen Eltern in einer eleganten, großzügigen Pariser Dachwohnung. Und fühlt sich so pudelwohl, dass er garantiert nicht vorhat, in Bälde, sagen wir: innerhalb der nächsten fünf, sechs Jahre, etwas daran zu ändern. Warum auch? Morgens bekommt er frisch gepressten Orangensaft serviert. Das Hausmädchen kümmert sich um seine Bügelwäsche. Und wenn er mal wieder einen weiblichen Übernachtungsgast mitbringt, strahlen seine Eltern um die Wette.

Doch für Edith und Paul wird die Anwesenheit des altklugen, pedantischen Nesthockers mehr und mehr zur täglichen Folter. Mit Geduld und guten Worten ist Tanguy allerdings nicht beizukommen. Da müssen Edith und Paul schon stärkere Geschütze auffahren. Und das tun sie auch. Denn schneller als erwartet kommt der Tag, an dem bei ihnen die Sicherungen durchbrennen. Mit einem lauten Knall. Die Treibjagd auf Tanguy ist eröffnet...

Details

Sabine Azéma, André Dussollier, Eric Berger
Etienne Chatiliez
Pascal Andreacchio
Philippe Welt
Laurent Chouchant, Etienne Chatiliez
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Raus!!!
    Als Regisseur Chatiliez 2001 den Nesthocker (‘Fils casanier‘) als lockere Komödie anging, ahnte er nicht, dass diese Situation heute gang und gebe ist: die erwachsenen Kinder bleiben im Hotel Mama. So werden hier leidgeprüfte Eltern vor Vergnügen laut aufjaulen, die Kids wegen ähnlich gemachter Erfahrung mit den Zähnen knirschen. Eine zeitlose Komödie mit drei grandiosen Hauptdarstellern. Vor allem Titelfigur Eric Berger scheint für die Rolle die Idealbesetzung zu sein, die man nicht mehr toppen kann. Er schafft den Spagat zwischen arroganter Unverschämtheit und liebendem Sohnemann. Aber auch die Eltern spielen die vielen Situationen wahnsinnig gut durch. Auch wenn Mutter Edith (Sabine Azéma) manchmal etwas überdrallert daherkommt, so wird sie vom Ehemann Paul (André Dussollier) immer wieder charmant auf den Boden der Tatsachen runtergeholt. Von Anfang an treffen die Dialoge einen ironischen Unterton nicht nur damit was gesagt wird, sondern auch jeweils wie sie es tun.
    Das Vergnügen und die Spannung kommen vom Drehen an der Schmerzschraube der elterlichen Aktivitäten, um Tanguy zum Auszug zu bewegen: anfangs sind es nur Peanuts wie Stromausfall und Fischgeruch in seinem Zimmer. Doch dann kommen massivere Aktionen zum Einsatz: ein Tennisaufschlag von Paul schießt Tanguy krankenhausreif. Als das Liebesleben der Eltern leidet, selbst nachdem er ausgezogen ist, behandelt ihn Paul wie ein Kind, Mutter Edith macht ihn an der Uni lächerlich. Wie das zu einem amüsanten Ende geführt wird, ist schon genial, vor allem weil die Eltern in ihrer ganzen Hilflosigkeit fast zu tragischen Figuren mutieren. Und Oma Odile (Hélène Duc) begleitet alles mit realistischen Kommentaren. Ein zeitloser Spaß, dem der Ernst des Lebens im Nacken sitzt.

  • grösster scheissdreck der franz. filmgeschichte !
    die vorigen kommentare waren der anlass fuer mich, diesen film anzusehen - wie kann man so einen
    eklatanten scheissdreck als "lustig" "saugenial" etc bezeichnen.
    der film war derart schlecht , dass ich nachher nicht gewusst habe wie ich die letzten
    2 stunden verarbeiten sollte.
    da war aber schon garrrrrnichtts wirklich garrrrnichts, was der film an positiven hergibt.
    völlig übertriebene unreale handlung - welche mutter wuerde annaehernd so mit ihrem sohn umgehen ?
    keine spur von komik, der film war einfach zeitverschwendung, dagegen war MIssion Impossible 2
    ein haidenspass, auch wenn er es nicht sein wollte.
    aber an Tanguy kann man wirklich kein einziges gutes haar lassen.
    erbreccccccccchhhhhhhhhhhhhhhhhh !

    Re:grösster scheissdreck der franz. filmgeschichte !
    Dein Lieblingswort ist wohl in deinm Kopf beheimatet.

    Re:grösster scheissdreck der franz. filmgeschichte !
    Hallo Leon,

    für Sonderschüler ist der Film natürlich nichts. So guck Dir lieber mission imposible an, das ist was für Dich.

  • Sehenswert
    Zu Beginn hat man das Gefühl der Film würde etwas dahinplätschern aber später entlarven sich der erste Teil des Films als geniale Einleitung. Erst so bekommt die Umkippende Stimmung der Eltern ihren Reiz. Schließlich haben die beiden genug von ihrem zuckersüßem, aalglattem Sohn und wollen ihn ruasekeln. Das Resultat? Niveauvoller Humor, mal zum laut losprusten dann wieder zum schmunzeln.

  • Ich sag nur:
    "Du bist nichts! Du bist ein Schamhaar im Mund!!!"
    "Auch das feinster Härchen wirft einen Schatten..."
    Nicht schlecht, der Film!

  • Der Film ist wirklich lustig
    Tanguy ¿ Der Nesthocker



    EDITH GUETZ und PAUL GUETZ sind nicht verwandt, aber sie haben trotzdem geheiratet. Und unter einigen Schwierigkeiten ist EDITH Schwanger geworden. Ein Sohn den sie total liebt und den sie mag. Sie will das er immer bei Ihr bleibt. 28 Jahre vergehen. Aus dem Sohn der TANGUY heißt ist ein wirklich intelligenter Mensch geworden. Er sammelt keine Briefmarken aber dafür Studienzeiten, und Studienrichtungen. Er ist begabt, lernt Sinologie, und etwas Chinesisch, und Japanisch. Er ist China Fan. Er lebt noch bei seinen Eltern. Die drehen bald durch und wollen endlich alleine sein. EDITH eine erfolgreiche Innendekorateurin packt das alles nicht mehr und so wird aus den Monatlichen Besuchen beim Psychotherapeut ein Wöchentlicher Besuch und bald ein Täglicher.
    TANGUY ist nett, täglich fragt er seine Eltern ob sie ihn lieb haben, täglich sagt er es Ihnen, täglich beschenkt er die Freundin der Mutter, Mr. Waschmaschine mit Wäsche. Täglich hört er das er ein Riesenbaby ist, Täglich lässt er alles stehen und herumkugeln, schließlich hat die traurige MAMA kein Hobby, und so kann sie sich in der Wäsche künstlerisch austobend beschäftigen. Immer öfter denkt EDITH das sie TANGUY am liebsten Vierteilen, zerhacken, zerstückeln und aufhängen will, aber sie ist nicht die einzige. TANGUY hat das Staatsexamen mit Bravour in Philosophie geschafft und jetzt nachdem er Sinologie schrieb, und das Studium in Peking schreiben will, sehen die Eltern endlich 1 Woche Urlaub vor sich und freuen sich immer mehr von Tag zu Tag, und obwohl es nicht sonnig ist, färbt sich voller Freude Ihre Haut braun. Allerdings kommt bald Ernüchterung, schließlich kann der Sohn nicht so lange wegbleiben, und außerdem hat er noch Zeit zum studieren und verschiebt es auf ein Halbes Jahr später, die eine Woche. Eltern sind geschockt. Seine Freundin ist es auch, sie hat schon fix alles geplant, und die anderen Girls die er wöchentlich daheim anschleppt, die er durchvögelt, sind auch nicht gerade glücklich über diese One Week Stands, überhaupt wenn sie wissen das die Eltern zuhören. EDITH und PAUL haben nach einer Ernsten Aussprache endlich die richtige Idee, man wird TANGUY einfach rausekeln, und so fassen sie die Pläne die dafür nötig sind. Da muß halt sein ganzes Zimmer dran glauben, und irgendwie sieht es auch so aus als ob er bald aufgibt, aber TANGUY liebt seine Eltern immer mehr. Ihr Plan schlägt auch fehl, als sie Riechenden Fisch verstecken, seine Computerschriften zerstören und die Wäsche von TANGUY ruinieren. TANGUY ist einfach zu nett und zu eingenistet um alleine rauszugehen, schließlich liebt er die Eltern ja. Was den sonst noch einfällt, geht ins Kino.
    Irgendwie hat sich meine Freundin in den Typ richtig verliebt, anfangs jedenfalls, zu Ende hin eher nicht, aber es bestand eine gewisse Sympathie da. Macht auch irgendwie Spaß wenn dir dauernd einer im Zorn dreinredet und mit ausgestorbenen Chinesischen Weisheiten kommt, wo wir doch in Frankreich leben. So müsste es sich seine Mutter gedacht habe. In Japan ist z.b. 50 % der Jugendlichen Bevölkerung so eine Tanguyisierte Gesellschaft, da alle Kids in Japan bei den Oldies leben, und nicht ausziehen wollen, schließlich gibt¿s ja im Hotel MAMA, in dem man ja bleibt, ne Menge zu erledigen. Mutter vorlesen, PAPA helfen beim Tapezieren der Küchen und des Klos. Keller zusammen räumen. Nebenbei kann man doch die Eltern nicht verlassen, schließlich haben die sich so an uns gewöhnt, das man einfach nicht so gehen kann, und die was gegangen sind, sind alle sicher rausgeworfen worden, schließlich ist die Sucht nach Marihuana irre groß in westlichen Breitengraden, und welche Eltern erlauben schon Ihrem Sohn sich den Rauchgenüssen hinzugeben, und dann noch Alkohol, Drogen, und Fleischeslust ? Keiner, stimmt. Aber man bleibt trotz allen Kleinen Unfugen die man im Laufe der 60 Jahre anstellt wo man erwachse

    Re: Der Film ist wirklich lustig
    Bitte Tuvok, hör doch endlich mit diesen elendslangen Nacherzählungen auf. Auf film.at wird jeder Film vorgestellt, und ich finde ausreichend, dass man entscheiden kann, ob man hinwill oder nicht.
    Und wenn man ihn dann gesehen hat, weiss man eh was passiert.
    Es profitiert also niemand von diesen Nacherzählungen.
    Lass doch endlich diese mühsamen Mega-Kommentare weg, und schreib lieber eine kurze Meinung, wie die anderen auch!

    Re: Der Film ist wirklich lustig
    die man im Laufe der 60 Jahre anstellt wo man erwachsen ist, bis zum Tode irgendwie halt immer noch MAMA´s Kleines Schätzchen. Sie wird uns immer lieben, und der PAPA wird uns immer haßen, weil er endlich mit der MAMA alleine sein will, um längst fällige Paarungsrituale auf der Tiefkühltruhe nachzuvollziehen. Irgendwie ist diese 106 Min. Geschichte anfangs etwas fade, und es dauert einige Zeit bis sie so richtig in fahrt kommt, dann geht alles sehr schnell. Die Abneigung gegen den Tanguy Typen steigt etwas ins Unermessliche, und sogar der gestrenge reiche Vater will ihn rausekeln. Als alles nichts mehr hilft, - na ja seht es euch an, wie gesagt, der Film wird aber dem Ersten Drittel sehr gut, lässt dann in der Mitte nach, wird wieder gegen Ende gut, und der Spaß ist dann auch irgendwie vorbei. Im Zeitalter von so Lebendigen Filmen mit Kultur und Verstand, wie ¿ American Pie ¿ und ¿ Verrückt nach Mary ¿ oder ¿ Dumm und Dümmer ¿ ist der eigentlich nur fade, aber wenn man selber Eltern ist, dann macht er einfach Spaß, und jede Mutter versteht unter Niagarafällen von Tränen was es heißt, den kleinen Schützling ins Bundesheer zu entlassen und als Mädchen wieder zu bekommen. Er ist weg, und dann nach so langer Gewöhnungszeit kann man dem Sprössling wieder alles in Rosa kaufen. Bei Mädchen ist es leichter. Die sind irgendwie nicht so beliebt wie Söhne, und deshalb kann man sie leichter verschmerzen, außerdem wenn man sie vermißt, sieht man sie sowieso irgendwo entweder am Markt Tratschen, oder Stiegenhäuser putzen. Also so weit gehen die eh nicht weg. So bleibt wenigstens der Kontakt offen. Das ganze erinnert mich auch an
    ¿ Tante Daniele ¿ oder ¿ Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss ¿ nur mit mehr Komödienelementen, mit einer Geschichte die noch nie so da war auf der Leinwand.
    Der Film ist einfach was besonderes, und ich habe so was noch nie gesehen. Seht ihn euch an, auch wenn er aus Frankreich kommt, er ist makaber und etwas schwarz, aber empfehlenswert.


    Spaßige

    78,12 von 100

  • Unerwartete positive Überraschung
    Nachdem in den letzten Jahren gute Dauerlacher-Komödien eher Mangelware waren, ist dieser französische Film ein echter Tipp! Gegen Ende der Story sind die Massnahmen der Eltern zwar etwas unglaubwürdig, aber ansonsten ist die Geschichte glaubhaft und wer ohnehin nur gerne und ausführlich lachen möchte, ist mit diesem Film bestens bedient!

  • Anmerkung
    Dieser Film spielt übrigens auch in der Millenniumcity, auch wenn es hier nicht steht - ich hab ihn gestern dort gesehen...

  • Suuuuuuuuuper
    Also diesen Film müßt ihr unbedingt sehen! Der ist sooo lustig! Zwar sehr übertrieben, was die Eltern alles aufführen, um den Sohn loszuwerden, aber zum brüllen, echt! Einer der Filme, den man nachher auch auf Video braucht.