The Babushkas of Chernobyl

 USA 2015
Dokumentation 71 min.
8.70
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Rund 100 Frauen halten trotzig an ihrem angestammten Heimatland in der radioaktiven "Sperrzone" in Tschernobyl fest.

Während die meisten ihrer Nachbarn vor langer Zeit geflohen und ihre Ehemänner allmählich alle verstorben sind, hält die hartnäckige Schwesternschaft durch und versucht eine Existenz auf der vergifteten Erde aufzubauen. Was veranlässt diese Frauen dazu, auf ein Leben auf den Farmen zu bestehen, die vom ukrainischen Parlament und Strahlenwissenschaftlern als unbewohnbar erklärt worden sind? Wie schaffen sie es, isoliert, auf verlassener, von Soldaten bewachter Landschaft und voller wilden Tiere, zurechtzukommen? Wie hat die Radioaktivität sie in den letzten 29 Jahren beeinträchtigt? In ihrer Hütte, braut Hanna Zavorotyna ihren selbstgebrannten Schnaps und schneidet dickes rohes Schweinefett zu dicken Stücken - obwohl es strikt verboten ist, lokale Lebensmittel zu essen. "Den Hunger fürchte ich, nicht die Strahlung", sagt sie. Diese entscheidende Wahl offenbart eine unglaubliche Reise, die die Frauen begangen haben: von Stalin's vollstreckten Hungersnöten in den 30er Jahren, durch die Nazibesetzung bis hin zur nuklearen Katastrophe. Wie Wölfe, Elche, Wildschweine und andere Wildtiere, die man Jahrzehnte nicht gesehen hat, jedoch in die verlassenen Wälder um Tschernobyl zurückgekehrt sind, zeigen auch die Frauen der Sperrzone eine außergewöhnliche Geschichte des Überlebens auf, und bieten ein dunkles aber gleichzeitig seltsam bestärkendes postapokalyptisches Lebensbild.

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Anne Bogart, Holly Morris

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