Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

 USA 2013

The Secret Life of Walter Mitty

Fantasy, Abenteuer, Tragikomödie 24.12.2013 ab 6 114 min.
7.40
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Ein Durchschnittsmann führt in seiner Fantasie ein abenteuerliches Leben, bis er sich schließlich in der Realität auf einer Weltreise bewähren muss..

Walter Mitty (Ben Stiller) arbeitet seit Jahren im Fotoarchiv der Zeitschrift Life!. Er ist ein Einzelgänger, der sich, um seinem grauen Alltag zu entfliehen, in abenteuerlichen, heldenhaften und romantischen Tagträumen verliert. Einziger Lichtblick ist die neue Kollegin Cheryl (Kristen Wiig), die Walter aus der Ferne bewundert.

Eines Tages wird bekannt, dass Life! zukünftig nur noch online erscheinen und eine letzte Printausgabe herausgebracht werden soll, die auf dem Titel ein Bild des berühmten Life!-Fotografen Sean O'Connell (Sean Penn) zeigen soll. Doch das besagte Bild, das an Walter geschickt wurde, ist verschwunden. Motiviert durch Cheryl nimmt Walter all seinen Mut zusammen und begibt sich auf eine aufregende Reise ans andere Ende der Welt, die für ihn zu einem wunderbaren Abenteuer wird, das er sich nicht besser hätte erträumen können...

Details

Ben Stiller, Kristen Wiig, Adam Scott, Sean Penn, Shirley MacLaine u.a.
Ben Stiller
Theodore Shapiro
Stuart Dryburgh
Steve Conrad
Centfox
ab 6

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • wirklich nett - 1
    Einfach alles wild und kurz durcheinander erzählt:

    1947 hat Norman Z. McLeod den Film über das Doppelleben des Walter Mitty gedreht, und keiner hätte daran geglaubt, dass 2013 das Remake ins Kino kam, über das erstaunliche Leben des WALTER Mitty. Der Regisseur ist dieses Mal der Hauptdarsteller, Ben Stiller, und der hat einen 112 Minuten Film hingelegt, 3 Minuten länger hat der Film gedauert als das alte Original. Unterschiede sind wenige. Aber das macht nichts. Der Film ist trotzdem sehenswert. Auch wenn mir das Original besser gefallen hat. Wie immer hat der Film eine Original Buchumsetzung und basiert auf der Kurzgeschichte Walter Mittys Geheimleben von James Thurber, und ich habe 0 Ahnung was im Buch gestanden ist. Ich habe keine Ahnung was der Film damals gekostet hat, aber dieses Mal hat er 90 Millionen US $ verschlungen und weltweit hat er nur 67 Millionen US $ eingespielt.

    Wenn man jetzt beide Filme vergleicht, kann man sagen, es ist fast eine 1:1 Kopie aber trotzdem war das Original besser, nicht nur wegen der Darsteller, aber der Film mit Danny Kaye, Virginia Mayo und Boris Karloff in den Hauptrollen ist einfach besser umgesetzt worden, dieses Mal ist ein Ben Stiller und ein Sean Penn dabei, der viel zu kurz kommt.

    In der alten Fassung war WALTER ein Lektor bei Pierce Publishing, einem Verlag für Schauerromane, in der Neuen Fassung arbeitet er im Fotoarchiv des renommierten Life!-Magazins das verkauft worden ist und bald nur mehr Online zu erreichen ist.

    In der alten Fassung hat er eine Mutter EUNICE, in der neuen Fassung hat er eine Mutter EDNA die von Shirley MacLaine wunderbar in Szene gesetzt wurde, leider war auch sie zu kurz zu sehen. In der alten Fassung ist er ein richtiges Muttersöhnchen, in der neuen Fassung ist er nicht so sehr ein Muttersöhnchen, mehr ein Tagträumer. In der 2014 er Fassung wird viel mehr auf das Träumen Wert gelegt als auf das Muttersöhnchen sein.

    In der neuen Fassung verliebt er sich in CHERYL MELHOFF und weil er so schüchtern ist, kann er sie nicht anreden, er ist Mitglied bei einem Online Partnerschaftsdienst, und träumt sehr oft von ihr. In der alten Fassung hat er eine herrische Freundin, die von Ann Rutherford hervorragend gespielt wird, die heißt da GERTRUDE GRISWALD, und ist einfach wirklich süß. In der neuen Fassung ist CHERYL einfach nur ein netter Aufputz, Alleinerzieher, die sich freut mit einem Latino Lover ein paar nette Stunden zu verbringen.

    In der neuen Fassung, also in der 2014 er Fassung ist MITTY ein Freund von SEAN O’CONNELL der Fotograf ist und von Sean Penn gespielt wird, und der sendet dem WALTER einige Fotos zu, die er beim Time Life Magazin veröffentlichen soll. SEAN und WALTER kennen sich seit 16 Jahren, und SEAN ist der Topfotograf schlechthin. Weil aber eben das Time Life Magazin verkauft wurde und online geht, soll das letzte Foto der letzten Print Ausgabe, ein Foto von SEAN erhalten, und zwar das Beste Bild das er je gemacht hat, wie SEAN sagt. Das natürlich weckt die Geldgier des Managers TOD MAHER der sich schon freut viel Geld damit zu machen, nur gibt es ein Problem, in der Bilderserie die SEAN seinem Freund WALTER schickte, ist das Bild 25 leider nicht erhältlich. Es ist einfach verschwunden und nicht auffindbar. WALTER versucht alles daran seinen Freund zu finden, und so führt ihn die Tour über Grönland nach Island, nach Amerika zurück, und nach Afghanistan, wo er dann SEAN findet und eine Überraschung erlebt die er nie für möglich gehalten hätte.

    nett gemacht - 3
    Die schöne aussagen an dem Film ist dass man alles im Leben erreichen kann, das man wirklich fast alles machen kann und dass das Leben viel mehr bereit hält als Arbeiten Schade dass Sean Penn so kurz dabei war, er ist im Film der geheimnisvolle Fotograf der ein super Foto an Ben Stiller schickt, der dann aber das Foto nicht findet und anhand einiger anderer Fotos, einem Daumen, einem Etwas, und einem Namen eines Schiffes im Wasser, die Spur aufnimmt und ihn sucht.

    Im Film geht es auch viel um die Suche nach dem eigenen Ich, die recht nett verfilmt wurde, nur fehlen da einige gute Dialoge, weil viel im Film kann man dazu träumen, man muss sich viel halt einfach vorstellen, Leider ich hätte gerne mehr Klartext im Film gehabt, bessere Dialoge, spannendere Handlungssequenzen, und nicht so viel Gequake, und wenn dann lustigeres. Was ich an dem Film gut finde, Ben Stiller hat so viele magische Momente erschaffe, auch wenn ich nicht gelacht habe, und der Film im Grunde etwas langweilig ist, er ist magisch, er ist schön, und er ist ein guter Film, ein netter Film aber ich kann nur sagen, mehr als 83 % gebe ich ihm trotzdem nicht, weil er mich im Gesamtkonzept nicht so angesprochen hat.

    Der Film benötigt eine kleine Aufwärmphase, dafür hat man einen roten schönen Faden der im Film durchgeht, das finde ich super, und man glaubt es kaum, Ben Stiller ist glaube ich ein besserer Regisseur als Darsteller, er hat irgendwie das Talent, Momente einzufangen, aber leider hat er nicht das geschafft was ich mir wünschte, durchgehende Spannung mit Komödie gepaart zu filmen, so dass man den Film nicht vergessen wird. Leider.

    Hin und wieder gibt es im Film so einige Running Gags die wiederkommen, da ist die Sache mit der Online Partnerbörse, oder mit einem einfachen Skateboard, ja da das verrate ich aber jetzt nicht. Als ich im Kino saß, dachte ich mir, was ist das jetzt Romantischer Film, Komödie, Anspruchsvoller Film, Actionfilm? Keine Ahnung ich sage einfach mal so, dass ganze ist ein anspruchsvoller Feel Good Romantischer Komödien Herats-Selbstfindungs-Mystik-Trip-Film, ein so genannter FGRKHSMTF. Wer das schafft auszusprechen kriegt 1 % von der Bewertung.

    Anspruchsvoll schon - 2
    In der 1947 er Fassung spielt ein BRUCE den Chef von WALTER. Bruce Pierce ist Walters Chef und benutzt Walters Träume und Ideen für die Geschichten, die er veröffentlicht. Und dass ist nicht immer einfach. Leider ist WALTER ein Tagträumer und kann oft die Realität nicht von der Traumwelt unterscheiden, und als er sich in die schöne ROSALIND VAN HOORN verliebt, die damals die süße Virginia Mayo spielt, beginnt ein wahrer Alptraum für alle, denn WALTER träumt noch mehr und wird immer verrückter. Noch dazu gibt es einen Gegenspieler, TUBBY WADSWORTH, der auch in ROSALIND verliebt ist. Dann wird er noch in so eine Mafia Geschichte verwickelt.

    Wenn ich jetzt die beiden Fassungen vergleiche, absolut, definitiv, Danny Kaye ist der bessere Darsteller, die Geschichte ist süßer, glaubwürdiger und netter, die neue Fassung, wo man einen verschreckten Ben Stiller sieht, der einfach nur da steht und träumt und irgendwie belämmert wirkt und dann in Grönland vom Hubschrauber springt, gegen einen Hai kämpft und halb erfroren in das Boot gezogen wird, wo er mit der ganzen Brigade nach Island fährt, na ich weiß nicht.

    Als ich den Film im Kino gesehen habe, dachte ich mir immer, he wir war das Original, und so habe ich es mir angeschaut, und darum kann ich sagen, das alte Original war lustiger, es war spannender, alleine schon zuzusehen wie Boris Karloff spielt, wie VIRGINIA Mayo auftaucht, wie Ann Rutherford mit Ihrer herrischen Art reagiert, einfach herrlich, da fühlst du was, da spürst du so richtig etwas rüberkommen.

    Wenn ich mir dann aber Ben Stiller angucke, ich habe irgendwie das Gefühl das er aus der Geschichte keine Komödie machen wollte, was ich aber gehofft habe. Denn der Film sollte ja lustig sein. Lustig war z.B. die Szene in der Neufassung, als Ben Stiller in Grönland war, Sean Penn sucht, ein Lokal aufsucht, einen betrunkenen Karaoke Singenden 2 Meter Grönländer sieht der besoffen mit dem Hubschrauber zu einem Schiff auf dem Meer fliegt, gegen Ben Stiller kämpft, und ihm sagt dass in Grönland nur 8 Menschen leben, oder wie Ben Stiller sich wehrt mit ihm im Hubschrauber zu fliegen. Das war nett.

    Aber sonst? Nun ich habe fast gar nicht gelacht, dagegen die herrlichen Aufnahmen, die tollen Landschaftsbilder, die Technik, die Kamera, das hat mir gut gefallen. Übrigens die Nikon Kamera die Sean Penn benutzt ist eine F3/T und ist so eine Kamera die limitiert wurde, in Titangehäuse war sie damals erhältlich bis 1982 oder so.

    Übrigens die Produktion von der Neufassung hat Samuel Goldwyn Jr. gemacht, dessen Vater Samuel Goldwyn damals den 1947 er Film produziert hat. So ein Zufall. Eigentlich hätte der Film 1999 gemacht werden sollen, 2000 wurde aufgehört, und dann erst jetzt hat Ben Stiller das entdeckt und sich als Regisseur selber verpflichtet.

    Wenn man die Neufassung betrachtet, ich muss sagen, Kaye ist der bessere Komödiant, Stiller der bessere Dramatiker, er ist ein guter Darsteller, er hat was nettes, aber alles nehme ich ihm nicht ab. Die Idee einen ganz einfachen Protagonisten darzustellen, der gar nichts Besonderes kann und weiß, ist ja nett, aber wie gesagt ich hätte mir mehr gewünscht. Mehr Fun, mehr Spaß, mehr Action, es waren 3 oder 4 Szenen dabei die gut waren, oder Actionreich, übertrieben oder so, aber das war mir persönlich nicht genug. Was wiederum gut gemacht wurde, man kann sich irgendwie mit Ben Stiller identifizieren, weil seine ruhige nette legere Art irgendwie recht gut überzeugend ist, dass fand ich wieder gut, während Danny Kaye damals wie ein Kasperle herumgesprungen ist.