The Walking Dead: Neues Quotentief bei Staffel-Finale

The Walking DeadAMC/Sky
The Walking Dead

Immer weniger Zuseher interessieren sich für die Zombie-Serie "The Walking Dead". In den USA hatte das Finale der achten Staffel am vergangenen Sonntag so schlechte TV-Quoten wie bisher nur in Staffel eins. Allerdings ist "schlecht" im Fall von "The Walking Dead" relativ: Denn die TV-Serie war am Sonntag mit einem Rating von 3,4 und 7,9 Mio. Zusehern in der werberelevanten Zielgruppe nach wie vor die TV-Sendung mit den besten Quoten. Aber der Trend zeigt nach unten.

 

Massive Publikumsflucht

The Walking Dead: Negan und Lucille AMC

Die Zuseher kehren der TV-Serie in Massen den Rücken. Im Vergleich zum Finale des Vorjahres bedeuten diese Zahlen den Verlust von 37 Prozent der Zuseher in der werberelevanten Zielgruppe bzw. 30 Prozent der Zuseher bei allen Zusehern. Das ist umso schlimmer, weil schon die siebente Staffel unter diesem Abwärtstrend zu leiden hatte. Im Vergleich zum Quoten-Höhepunkt von "The Walking Dead" in den Staffeln vier (15,7 Mio. Zuseher beim Finale) und fünf (15, 8 Mio. Zuseher) hat die Serie die Hälfte des Publikums verloren. Seither hält der Abwärtstrend an, hat sich aber seit dem superbrutalen Finale der sechsten Staffel beschleunigt. Damals scheint der Bösewicht Negan mit seinem Baseball-Schläger auch die letzte Hoffnung auf eine qualitative Verbesserung der Serie beim TV-Publikum zertrümmert zu haben. Selbst der Tod von Hauptcharakteren lockt niemanden mehr vor die Bildschirme. Nur das Finale der ersten Staffel hatte weniger Zuseher (6 Mio.) als dieser Showdown (7,9 Mio.). Die Luft ist raus. Es mieft nach Verwesung.

 

Erfolgsrezept "The Walking Dead"

The Walking Dead: Rick und Negan AMC

Doch das hindert den US-Sender AMC nicht daran, das Erfolgsrezept von "The Walking Dead" auszuweiten. In der neunten Staffel übernimmt die Autorin und Produzentin Angela Kang das Ruder vom bisherigen Showrunner Scott M. Gimple. Dieser widmet sich dem Ausbau von "The Walking Dead" als TV-Franchise. Und hier beweist Gimple, dass er nicht nur ein goldenes Händchen dafür hat, im richtigen Moment zu übernehmen, sondern auch dafür rechtzeitig abzutreten. Denn die Spin-Off-Serie "Fear the Walking Dead" ging am Sonntag in die vierte Staffel – und hier sieht die Quotenentwicklung ganz anders aus: Den Serienauftakt haben immerhin 4,1 Mio. Zusehern gesehen – um 33 Prozent mehr als im Jahr davor.

 

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