The Grey Zone

 USA 2001
108 min.
film.at poster

Basierend auf der 1946 erschienenen Erinnerungsschrift "Ich war Arzt in Auschwitz" des rumänischen Pathologen Miklos Nyiszli.

The Grey Zone behandelt neben der Geschichte des einzigen bewaffneten Häftlingsaufstands im KZ Auschwitz-Birkenau auch die Rolle der so genannten Sonderkommandos: Juden, die in den Krematorien und Gaskammern zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden.

Das Drehbuch von Tim Blake Nelson (Darsteller in Oh Brother, Where Art Thou?) basiert auf der 1946 erschienenen Erinnerungsschrift Ich war Arzt in Auschwitz des rumänischen Pathologen Miklos Nyiszli, sowie auf fünf Tagebüchern, die von Mitgliedern des Sonderkommandos verfasst und später in Birkenau entdeckt wurden.

Details

David Arquette, Steve Buscemi, Harvey Keitel, Mira Sorvino
Tim Blake Nelson
Jeff Danna
Russel Lee Fine
Tim Blake Nelson, nach Miklos Nyiszlis Buch Ich war Arzt in Auschwitz

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Grauer Staub
    Es gibt schon zahllose Filme über Konzentrationslager. Den hat Tim Blake Nelson erst 2001 gemacht. Und er erzählt bisher selten gezeigtes: die Hierarchie innerhalb der Lagerinsassen, Privilegien für einige, die in Saus und Braus leben, die brennenden Öfen des Krematoriums als Endstation der Vernichtungsmaschinerie. Blausäure, Gasmasken für das Wachpersonal, viel Schnaps und das ’Verwerten’ der toten Körper, Massenerschießungen. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem grauenvollen, unberechenbaren Töten von Juden. Man kennt das und wird hier trotzdem erneut von der elementaren Wucht der Grausamkeit erschüttert. Es geht lange ohne Dialoge zu und es wird auf eine packende Dramatik aus der Handlung heraus weitgehend verzichtet. Stattdessen gibt es Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Gruppen, Flucht oder die Zerstörung des Krematoriums? Ein Aufstand vor dem unausweichlichen Ende? Lediglich Oberscharführer Muhsfeldt (gewohnt gut Harvey Keitel) taucht immer wieder auf. Er symbolisiert die ganze hirnlose Arroganz der Nazis, die gefährliche permanente Möglichkeit alle und jeden zu ermorden. Und er demonstriert seine Macht sogar an Kindern.
    Als Kontrast zum bisher gesehenen gibt es am Ende einen lyrischen Kommentar aus Kindermund aus dem Off, der den Titel erläutert und das Grauen vielleicht lindert, aber nicht beseitigt. Er verdeutlicht wie der vernichteten menschlichen Intelligenz eine bleibende Stimme verliehen werden kann, aber auch einen Moment des Verzeihens.