The Horse Soldiers

 USA 1959
Kriegsfilm / Antikriegsfilm, Western 115 min.
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Eine Kavallerieeinheit der Unionisten wird hinter die Linien der Konföderierten geschickt, um ein Waren- und Waffenlager an der Eisenbahn zu zerstören.

Bürgerkrieg, 1863: Eine Kavallerieeinheit der Unionisten wird hinter die Linien der Konföderierten geschickt, um ein Waren- und Waffenlager an der Eisenbahn zu zerstören. Eine Südstaatenschönheit hat von diesem Plan Kenntnis erhalten und muss mit den Soldaten reiten, damit sie ihn nicht an die Gegenseite verrät. Die Offiziere, die den Kavallerietrupp auf der Mission begleiten, haben unterschiedliche Motive, sich der extremen Gefahr auszusetzen, die sie mit sich bringt. Auch ein Arzt ist mit von der Partie, der zusätzlich für Konflikte sorgt. Der Konflikt in The Horse Soldiers hat viele Facetten. Er stellt Nord und Süd einander gegenüber und den Arzt William Holden und den Soldaten John Wayne. Ford nimmt eines seiner Lieblingsthemen auf: den Kampf zwischen Wissen und Beruf. Das Wissen des Mediziners Holden steht in ständigem Widerspruch zur Pflicht des Soldaten Wayne. Was Holden sich nur ungern eingesteht, ist, daß er durch die Rettung von Menschenleben neues Kanonenfutter für seinen Vorgesetzten liefert. Ironie des Schicksals, die fast schon komödienhaft anmuten könnte. Was in The Horse Soldiers manchmal der Fall ist. Doch in diesem Film über den Krieg (und nicht Kriegsfilm) geht es Ford mehr darum, den mörderischen Wahnsinn eines Konflikts aufzuzeigen, der ein Land mittendurch reißt, sein Land. Das zweigeteilte Amerika, für dessen Einigung die Pioniere von Osten bis Westen gekämpft haben, empört Ford. Von Beginn des Films an wählt Ford sein Lager, jenes der treuen Anhänger Lincolns, der mythischen Gestalt seines Kinos. Doch die Einmischung einer Südstaatenschönheit (Constance Towers) bringt das zu erwartende manichäische Spiel durcheinander. Genau wie das schreckliche Bild einer Schwadron ganz junger Südstaatler, die von einem Greis im Karnevalskostüm auf die Schlachtbank geführt werden. Diese Art von Aufnahmen, die «kein Pardon kennen», findet sich in The Horse Soldiers von Anfang bis Ende und hebt den Film über den Status eines banalen Monumentalfilms hinaus. (Nicolas Saada)

(Text: Viennale 2004)

Details

John Wayne (Col. John Marlowe), William Holden (Maj. Hank Kendalb| Constance Towers (Hannah Hunter), Althea Gibson (Lukey), Hoot Gibson (Brown)
John Ford
David Buttolph («I Left My Love» von Stan Jones)
William H. Clothier
John Lee Mahin, Martin Rackin, nach dem Roman von Harold Sinclair

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • The Horse Soldiers
    Herr Saada, der Verfasser der Kritik, hat weder diesen Film verstanden noch scheint er generell etwas von Filmen zu verstehen. Seine Kritik "sucks", wie ein Amerikaner sagen würde, aber vielleicht hat er nur in seiner Jugend mal etwas Falsches geraucht, was sich hin und wieder bemerkbar macht. Jedenfalls sollten solche kritikalen Schnellschüsse unterbleiben, denn eigentlich ist die Zeit zu schade, sich mit blablabla zu beschäftigen.