The War Zone

 GB 1998
Drama 98 min.
7.40
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Als ein 15-Jähriger zum Zeugen einer intimen Annäherung zwischen seinem Vater und seiner älteren Schwester wird, ist das der Beginn einer Familienkrise mit dramatischen Folgen. Tim Roth' vielbeachtetes Regiedebüt

Der 15-jährige Tom (Freddie Cunliffe) ist vor kurzem mit seinen Eltern und seiner drei Jahre älteren Schwester Jessie von London nach Devon gezogen. Der Vater (Ray Winstone) versucht, beruflich neu Fuß zu fassen, die Mutter (Tilda Swinton) ist hochschwanger. Auf dem Weg ins Krankenhaus verliert der Vater die Kontrolle über das Auto - es überschlägt sich. Glücklicherweise ist die Familie bis auf kleinere Schürfwunden unverletzt, das Baby erblickt noch am Unfallort das Licht der Welt.

Eines Abends wird Tom, als er vom Einkaufen nach Hause kommt, zufällig Zeuge einer Annäherung zwischen seinem Vater und seiner Schwester Jessie (Lara Belmont). Als Tom sie nach ihrem Verhältnis zum Vater anspricht, weist sie den Verdacht vehement zurück. Als Jessie und Tom zusammen mit einem Nachbarsjungen eine Nacht am Strand verbringen und erst am nächsten Mittag zuhause sind, gibt es einen fürchterlichen Streit zwischen den Eltern und den Kindern. So wütend hat Tom seinen Vater noch nie erlebt. Der Streit wird so heftig, dass die Mutter ihren Mann aus dem Wohnzimmer wirft.

Tom verabscheut seinen Vater mehr und mehr. Der Gedanke, ein furchtbares Familiengeheimnis entdeckt zu haben, lässt ihm keine Ruhe mehr, und er ist entschlossen, die Wahrheit herauszufinden...

Details

Ray Winstone, Lara Belmont, Freddie Cunliffe, Tilda Swinton, Colin Farrell, u.a.
Tim Roth
Alexander Stuart

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die schlimmste aller Höllen
    Dass Tim Roth ein toller Schauspieler ist, wissen wir seit langem. Aber dass ihm mit seiner ersten Regiearbeit gleich so ein beeindruckender Film gelingt, überrascht schon. Mit vorwiegend in schwarz und blau gehaltenen Bildern erzählt er von Kindesmissbrauch in der Familie, von einem krankhaft perversen Vater und der zunächst verstörten Hilflosigkeit der Kinder. Und er erzählt schockierend direkt. Mit subtilem Gespür für das Unglaubliche lässt er uns in die Abgründe menschlicher Abartigkeiten blicken. Insofern ist der Originaltitel noch geschmeichelt. Es ist eigentlich schlimmer als die schlimmste Hölle was wir da sehen müssen.
    Einer der Schlüssel zu diesem Drama ist am Schluss die Frage des Bruders an die Schwester:“Und was machen wir jetzt?“ Dies verleiht dem Film eine höchst brisante gesellschaftliche Relevanz. Denn letztendlich gibt es auch unter Fachleuten keine einhellige Meinung, wie man dem Problem beikommen kann. Leider.
    Ein Muss für Hartgesottene.