There will be Blood

 USA 2007
Drama 14.02.2008 ab 14 158 min.
8.10
There will be Blood

In seinem fünften Spielfilm präsentiert Anderson ein überwältigendes und farbenprächtiges Epos über den Aufstieg und Fall eines Öl-Tycoons der Gründerzeit.

Kalifornien zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Clever, gerissen und skrupellos setzt sich Daniel Plainview (DANIEL DAY-LEWIS) an die Spitze des gerade einsetzenden Erdölbooms. Durch einen Tipp erfährt er von einem riesigen nicht erschlossenen Ölfeld, das sich unter der Farm der Familie Sunday in der Kleinstadt Little Boston befindet. Wie immer will er den Farmern das Land billig abkaufen, das Öl fördern und weiterziehen. Doch dieses Ölfeld wird zu seinem Schicksal. Denn obwohl sie seinem Vorhaben erst zustimmen, stellen sich die Sundays Plainview im Laufe der Zeit immer mehr in den Weg, allen voran Sohn Eli (PAUL DANO), der fanatische Laienprediger der Gemeinde. Der Öl-Multi Standard Oil treibt Plainview in die Enge, Unglücksfälle überschatten die Bohrarbeiten. Schließlich sind es zwei Katastrophen in Plainviews eigener Familie, die den Einzelgänger selbst, seine engsten Mitstreiter und die ganze Stadt mehr und mehr in den Untergang stürzen.

Details

Daniel Day-Lewis, Ciarán Hinds, Kevin J. O'Connor, Russell Harvard, Barry Del Sherman u.a.
Paul Thomas Anderson
Jonny Greenwood
Robert Elswit
Paul Thomas Anderson
Buena Vista
ab 14

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Eindrucksvolles Unwohlsein
    Ein beeindruckend beunruhigender Film. Man kann gut nachvollziehen, dass das Ölgeschäft im doppelten Sinne ein sehr schmutziges ist. Auch die Gier nach Reichtum des Ölmannes (toll Daniel Day-Lewis) wird überzeugend dargestellt. Anders sieht es mit seinem Verhältnis zu seinem Sohn aus. Der wird vom Öl buchstäblich beschädigt und leidet unter dem dominanten Vater. Es ist dem schauspielerischen Talent von Daniel Day-Lewis zu danken, dass man lange Zeit nicht sicher ist, ob der Ölmann ein elegant beredter Schwätzer ist oder wirklich das glaubt, was er sagt. Sein Leben wird letztlich bestimmt von Geldgier und Mordlust. Der Titel bewahrheitet sich erst ganz am Schluss, nach einer Exkursion hinsichtlich der Moral. Hier gerät der Fundamentalismus zum Lippenbekenntnis. Zwischendrin gibt es immer wieder längere Dialoge, die Spannung und Interesse heruntertransformieren. Trotz kleinerer Einwände sehenswert.

  • trotz allem: anschauen
    besser als vanderer könnte man die nöte des zuschauers mit diesem film nicht beschreiben. diverse (jubel-)kritiken und der theatrical trailer erwckten erwartungen, die der film enttäuscht. dazu kommt eine aufdringliche filmmusik, die stellenweise dichte astmosphäre erzeugt, aber oft auch stört. schade, daß da kein anderer regisseur tätig war. trotzdem: manches ist so gut, daß zumindest "filme-sammler" jedenfalls hingehen sollten. dazu zählt neben den großartigen schauspielern etwa auch ein dramaturgischer einfall, ganz am anfang, der natürlich nicht verraten wird.

  • Charakterstudie, kein Epos
    Nicht umsonst hat dieser Film den Oscar für die beste Kamera erhalten, neben der verdienten Oscarkrönung der schauspielerischen Leistung von D. Day-Lewis. Nicht umsonst hat er aber auch alle seine sonstigen Nominierungen nicht einlösen können. Das ist eine mit biblischer Wucht gezeichnete Charakterstudie eines alternden Selfmade-Tycoons aus den Anfängen des Aufstiegs der USA Anfang des 20. Jh. Spartanische Inszenierung, ein Vergleich zum Regietheater, bei dem als Bühnenbild nur ein Sessel auf der Bühne steht und die Schauspieler das ganze Stück tragen, tut sich auf. Kein Epos, würde ich sagen. Die Geschichte des Ölbooms in den USA, der ganze Hintergrund also, den die Laudatoren des Films so beeindruckend finden, kommt nämlich nur in Dialog-Nebensätzen und -halbsätzen vor. Der Film ist ganz auf seinen Hauptdarsteller konzentriert, bzw. auf seine 2 Hauptdarsteller: Paul Dano liefert mit der Figur des jungen fanatischen Predigers Sunday eine in meinen Augen gleichwertig beeindruckende schauspielerische Leistung ab. Aber gleichzeitig verliert der Fim seine Verbindungen zur notwendigen Hintergrundschilderung, und damit verlieren die so eindringlich sein wollenden Figuren am Ende an Glaubwürdigkeit. Schwierig, der Film. Vielleicht muiß ich ihn mir nochmal anschauen.
    Bewertung: ****

  • zu viel des Guten
    Der Film ist eher eine Plattform für D.Day- Lewis, seine tatsächlich umglaubliche Schauspielerfähigkeiten zu zeigen. Ansonsten ist die 3 Stunden- Story von 2 Fanatikern (der Gierige und der Heilige) incl. taubstummen Sohn, falschem Bruder, eigenem und fremden Öl, Grundbesitz- Kämpfen untermalt von klass. Musik von Brahms bis Pärt einfach überladen-schade!