Thomas Harlan - Wandersplitter

 D 2004
Dokumentation 113 min.
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«Alles, was bei mir wesentlich geworden ist, hat sich sozusagen als Nebenwirkung ergeben von etwas anderem. Meine Lebensvorstellung ist immer auf eine wundersame und von mir gut empfundene Weise gestört worden.» Thomas Harlan, Autor und Filmemacher, geboren 1929 als Sohn des erfolgreichen Ufa-Filmregisseurs Veit Harlan und der Schauspielerin Hilde Körber, erzählt von seinem Leben. Seit 2001 lebt Thomas Harlan in seinem Zimmer in einem Lungensanatorium in Berchtesgaden und spricht in Christoph Hübners Dokumentarfilm und «Anti-Biografie» Wandersplitter über seine Vergangenheit, Sprache, Hitler und seinen Vater. Diese sechs Kurzfilme bilden eine zu diesem Film entstandene Reihe, die Hübners Dokumentarfilm als zusätzliche «Splitter» begleitet und die vor allem Harlans filmische und literarische Arbeiten zu ihrem Thema macht - ein «neues und ungewöhnliches Konzept, das in gewisser Weise auch Thomas Harlans Lebensgeschichte entspricht, die selbst auch nicht-linear und mit vielen offenen Stellen daherkommt.» (Christoph Hübner) 1. Torre Bela: Über Thomas Harlans Dokumentarfilm zur so genannten Nelkenrevolution in Portugal 1975. 2. Über Wandersplitter: Über Herkunft und Bedeutung des Wortes Wandersplitter. 3. Souvenance: Thomas Harlan über seinen letzten realisierten Film: eine Voodoo- Geschichte über die Kraft der Erinnerung, gedreht auf Haiti in den Jahren 1988-90. 4. Reise nach Kulmhof / Rosa: Über den Schauplatz des ersten organisierten Massenmords der Nationalsozialisten auf polnischem Boden und über die Geschichte des Soldatenliebchens Rosa. 5. Die Organigramme: Thomas Harlans gesammelte und geordnete biografische Notizen zu Naziverbrechern. 6. Am Ararat: Über Thomas Harlans heutige Situation, seine Krankheit, die nicht realisierten Projekte und das, was bleiben sollte.

(Text: Viennale 2007)

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Christoph Hübner
Christoph Hübner
Thomas Harlan, Christoph Hübner, Gabriele Voss

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