Thumbsucker

 USA 2005
Tragikomödie, young 07.12.2006 96 min.
6.70
Thumbsucker

Der unsichere, labile Teenager Justin ist auf dem schwierigen Weg, sich von seinen Eltern zu lösen und seinen eigenen Weg zu gehen.

Der siebzehnjährige Justin (Lou Taylor Pucci) unterscheidet sich nur in wenigen Dingen von seinen Altersgenoßen: er ist unsicher, emotional und er lutscht Daumen.

Weil vor allem sein Vater und sein Kieferorthopäde auf ihn einreden, daß dies "orale Obsessionen" seien, versucht er seine liebste Angewohnheit verzweifelt loszuwerden. Bei ihm wird Hyperaktivität diagnostiziert und er bekommt Medikamente. Diese verändern ihn und machen ihn zu einem selbstsicheren Anführer des Debattierclubs. Dort verliebt er sich in die coole und schöne Rebecca (Kelli Garner), die ihn jedoch nur benutzt. Mit ihr beginnt er erste sexuelle Erfahrungen zu sammeln und Drogen zu nehmen.

Justins Eltern haben Schwierigkeiten ihn loszulassen. Seine Mutter fängt an in einer Suchtklinik zu arbeiten und verliebt sich in einen ihrer Patienten. Der Vater, selbst ein gescheiterter Football-Profi, beneidet insgeheim den Erfolg und Tatendrang seines Sohnes und hat Schwierigkeiten ihn den Weg des Erwachsenwerdens gehen zu lassen, markiert aber nach außen hin den starken Mann.

Details

Benjamin Bratt, Kelli Garner, Keanu Reeves, Lou Taylor Pucci, Tilda Swinton, u.a.
Mike Mills
Tim DeLaughter
Joaquín Baca-Asay
Mike Mills nach Walter Kirn
Einhorn

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Daumenlutscher auf Erfolgskurs
    Glattgebügelter Problemfilm trotz Starbesetzung. Der Motor des Ganzen ist grenzenlose Zuversicht in die eigene Stärke, Hindernisse zu überwinden.
    Die Titelfigur Justin erscheint etwas zurückgeblieben, Mädchen gegenüber schüchtern und hat Probleme in der Schule. Er durchläuft alle Stufen der fachmännischen Beratung, inklusive Hypnose durch den Kiefernorthopäden (Keanu Reeves, hier etwas mehrdeutig). Man diagnostiziert ADHS, Justin bekommt Ritalin und wird bald darauf zum brillanten Captain im Debattierklub. Nachdem er die Pillen wieder absetzt und stattdessen kifft, schafft er es mit ungeahntem Ehrgeiz auf die Uni. Und auch bei den Mädels klappt es jetzt. Fast eine Bilderbuchkarriere! Zeitweise wechselt der Fokus auf die Eltern (Fachfrau Tilda Swinton und Vincent D’Onofrio). Sie sind bemüht, aber hilflos, etwas engstirnig und eigentlich keine große Hilfe. Am Ende nuckelt Justin wieder, was der deutsche Untertitel bereits betont. Also war alles nur eine ganz normale Entwicklungsphase, die man ohne Pharmaka, fachmännische Hilfe und wie auch immer geartetem Elternhaus bewältigen kann. So nach dem Motto: Wenn’s in einem drinsteckt, schafft man es schon. Blauäugiger Optimismus, der durch unerschütterlichen Glauben den Weg zum Erfolg garantiert. Haarsträubend und zum Ausrutschen glatt.