Top Secret. Ein Science-Fiction-Spiel mit Live-Einblendungen

 A 1974
Avantgarde 80 min.
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Ort der Ereignisse ist das ORF-Zentrum - das Zentrum der »objektiven Berichterstattung« -, und ein Teil der Geschichte simuliert gewissermaßen eine hauseigene Sendung. Bekannte Sprecherinnen und Sprecher, Journalistinnen und Journalisten des ORF treten auf, populäre Fachmänner geben ihre (allerdings zumeist ziemlich unwissenschaftlichen) Einschätzungen zum Besten.

Die - denkbar grotesk klingende - Handlung ist die: Ein Riesenvogel bedroht die Welt, ja das Universum; die Planeten entpuppen sich als Eier dieses Vogels, sie sind nun reif, und der Nachwuchs ist bereit zu schlüpfen. Zugleich jedoch sehen wir hier - jenseits seiner durchaus charmanten Absurdität - ein Stück, in dem sich eine Fernsehstation, sein Selbstbild vielfach reflektierend, ihrem Publikum präsentiert. Ein junger Astronom und seine Frau versuchen verzweifelt, der Welt die Beweise für die Existenz des Riesenvogels zur Kenntnis zu bringen - und nehmen auf ihrer Suche nach Sende-Verantwortlichen im ORF uns Zuseher mit auf eine Tour durch den Küniglberg: von der Portierloge über den zentralen Maschinenraum, an Schneideplätze und in Regiekojen, durch Büros und Garderoben, in die Kantine und schließlich auch in ein Nachrichtenstudio, das bei ihrem Eintritt von heftigen Stößen erschüttert wird und unter Schutt und Staub zusammenbricht. (Sylvia Szely)

Details

Peter Weiss, Hans von Borsody, Hans Gratzer, Leon Askin u.a.
Wolfgang Lesowsky
Helmut Fibich; Live-Kamera: Gerhard Wanderer, Georg Halbgebauer, Hans Stamminger
Ernst A. Ekker, Otto Anton Eder, Wolfgang Lesowsky

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