Tournée

 F/D 2010
Komödie 19.08.2011 111 min.
6.60
Tournée

Ein Impresario ist mit einer Gruppe von New Burlesque-Tänzerinnen unterwegs auf Tournee durch Frankreich, deren Höhepunkt eine große Show in Paris werden soll.

Vor Jahren hat Joachim Frankreich gen USA verlassen. Geflohen vor Schulden, Beziehungsproblemen, einer gescheiterten Karriere. Nun kehrt er zurück, als Impresario einer Gruppe von New Burlesque-Tänzerinnen, unterwegs auf Tournee durch Frankreich, deren Höhepunkt eine große Show in Paris werden soll. Doch dann geht einiges schief. Nicht zuletzt, weil Joachims Wiederauftauchen in der Hauptstadt alte Wunden aufreißt. «Ich misstraue männlichen Filmemachern, die behaupten zu wissen, was in den Köpfen der Frauen vorgeht», sagt Amalric, «aber das Kino erlaubt uns, den Halbwüchsigen in uns zu wecken, der vom Treiben in den Schlafzimmern der Mädchen fantasiert.»

(Text: Viennale 2010)

Details

Miranda Colclasure, Suzanne Ramsey, Linda Marraccini, Julie Ann Muz, Angela de Lorenzo, Alexander Craven u.a.
Mathieu Amalric
Christophe Beaucarne
Mathieu Amalric, Philippe Di Folco u.a.
Stadtkino

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Impresario als Froschkönig
    Mathieu Amalric lag das Projekt wohl sehr am Herzen. Er hat nicht nur Regie geführt, sondern auch die Hauptrolle übernommen. Rausgekommen ist eine authentische Milieustudie. Es wird ein Blick hinter die Kulissen des Showbiz geworfen. Hier wird der ‘Neo-Burlesque‘ ein Denkmal gesetzt. Wir sehen echte Vertreterinnen der Gattung mit klangvollen Namen wie ‘Mimi Le Meaux‘ (Miranda Colclasure) ‘Kitten on the Keys‘ (Suzanne Ramsey) oder ‘Dirty Martini‘ (Linda Maracini). Die prallen Mädels zeigen einen fantasievollen, erotischen Tanz. Doch es bleibt nicht bei Titten, Trubel, Trallala, wie nach außen gern suggeriert wird. Hinter der Fassade gibt es Heimweh, Sehnsüchte und Einsamkeit. Und es ist wahrlich nicht alles Gold… Doch die ärmste ‘Sau‘ ist Joachim Zand (Amalric). Er ist Impresario, Vater, Bruder und total überfordert. Die Mädels nennen ihn auch den ‘Froschkönig‘. Das Milieu duldet keine echten Gefühle, obwohl es bei Mimi, der üppigen Tattoo-Blondie doch ganz kurzfristig einen leisen Anflug davon gibt. Stattdessen sehen wir widersprüchliche Reaktionen und unkontrollierte Gefühlsausbrüche. Hier ist nicht Spannung gefragt, sondern Atmosphäre. Es gibt auch keine Entwicklung. Folglich lautet auch der letzte Satz ‘ The Show must go on!‘