Tyrannosaur - Eine Liebesgeschichte

 GB 2011
Drama 20.01.2012 91 min.
7.60
Tyrannosaur - Eine Liebesgeschichte

Ein kompromissloser Film über verletzte Liebe, Schuld und Vergebung, und gleichzeitig eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten zwischen Erwachsenen der letzten Zeit.

Joseph hat sich selbst in einer Spirale aus Alkohol und sinnloser Gewalttätigkeit verloren. In einem Moment existenzieller Krise sucht er in Hannahs Laden Zuflucht und es scheint, als könnte sie der rettende Engel sein. Hannah nähert sich Joseph mit einer zarten, unaufdringlichen Einfühlsamkeit, die ihm so schon lange keiner mehr entgegengebracht hat.

Doch hinter ihrer bürgerlichen Fassade tut sich ein hässlicher Abgrund auf...

Details

Peter Mullan, Olivia Colman, Eddie Marsan, Ned Dennehy u.a.
Paddy Considine
Dan Baker, Chris Baldwin
Erik Wilson
Paddy Considine
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Joseph und Hannah
    Wenn überhaupt dann ist es eine äußerst ungewöhnliche Liebesgeschichte. Zwei unglückliche Randfiguren der Gesellschaft begegnen sich und setzen bei sich und dem anderen ungeahnte Emotionen frei. Er (Peter Mullan in seiner kompliziertesten Rolle wie immer überzeugend) säuft, prügelt sich und fügt sich und anderen nur Schmerzen zu, worüber er aber nicht gerade glücklich ist. Sie (Olivia Colman, einem größeren Publikum noch relativ unbekannt) vom Ehemann gedemütigt, vergewaltigt und oftmals übel zugerichtet). Was da so zwischen diesen beiden und ihrem Umfeld passiert, ist sowohl derbe Kost bis an die Schmerzgrenze als auch ein Typhoon von Gefühlen, dessen Sog sich niemand entziehen kann. Paddy Considine hat mit seinem Regiedebüt eine Verhaltensstudie geschaffen, die ihres gleichen sucht. Der Untertitel - eine Liebesgeschichte - setzt Hoffnungen frei, die nicht erfüllt werden. Ebenso wie sich der Titel von Josephs verstorbener dicker Frau herleitet, die wir nie sehen. Aber was wir sehen überfällt den Zuschauer mit einer solchen Wucht, wie man es lange nicht erlebt hat. Und dem Ende stimmt man auch noch gerne zu. Das passt nicht nur zu den beiden ’Liebenden’ sondern auch für den betroffenen Ehemann. Ein unvergessliches Filmerlebnis: pickelhart, trotzdem gefühlvoll und somit aufwühlend.