Und wenn wir alle zusammenziehen?

 F/D 2011

Et si on vivait tous ensemble?

Komödie 22.06.2012 100 min.
6.70
Und wenn wir alle zusammenziehen?

Der wunderbar warmherzige Film wird getragen von einem großartigen Ensemble - allen voran Jane Fonda und Pierre Richard als Ehepaar..

Fünf langjährige Freunde, die sich trotz aller Gebrechen, die mit dem Alter einhergehen, noch vital und voller Energie fühlen, beschließen, ihren Lebensabend gemeinsam im großen Haus von Annie und Jean zu verbringen. Interessierter Beobachter dieses Experiments ist der deutsche Ethnologie-Student Dirk, dessen Anwesenheit die verborgenen Wünsche und Geheimnisse der fünf Freunde ans Tageslicht bringt.

Regisseur Stéphane Robelin über seinen Film:
"Ich habe schon immer davon geträumt,
legendäre Schauspieler zusammenzubringen in einem
Ensemblefilm, der etwas mit Familie und Freundschaft zu
tun hat.
Beim Schreiben habe ich gerne schon die Schauspieler im
Kopf, aber die ursprünglich geplante Besetzung hat sich im
Lauf der Jahre und der Skriptentwicklung verändert, aus
Gründen der Verfügbarkeit.

Die legendäre Schauspielerin Jane Fonda, der Humorist
Guy Bedos, der große Claude Rich, der Komiker meiner
Jugend Pierre Richard und die ausgesprochen »chaplineske
« Geraldine Chaplin: es sind ganz unterschiedliche
Typen und sie zusammenzuführen war tatsächlich eine
Herausforderung. Außerdem waren sie sich vorher noch
nie begegnet. Das erste Treffen in Paris, vor dem Dreh, lief
reibungslos, sie kamen sehr gut miteinander zurecht,
weil sie umgängliche, sehr selbstlose Menschen
sind.

Meine Arbeit soll sowohl originär wie auch populär sein.
Über meine Filme kommuniziere ich mit dem Publikum.
Ich vermute, dass diese Geschichte über alte Menschen
die Zuschauer nicht verschrecken wird. Im Gegenteil, sie
werden gefesselt sein von den Freundschaften und Sehnsüchten
der Akteure. Sie können die dargestellten Probleme
für sich selbst ergründen, während sie sich gleichzeitig
über die komischen Seiten des Films amüsieren. Durch die
Kombination beider Aspekte kann der Film ein größeres
Publikum finden. "

Details

Guy Bedos, Daniel Brühl, Geraldine Chaplin, Jane Fonda, Pierre Richard u.a.
Stéphane Robelin
Dominique Colin
Stéphane Robelin
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Kritiken

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User Kritiken

  • Die 68er-WG
    Der Titel ist Inhalt. In den letzten Jahren hat ja das Thema Alten-WG Konjunktur. Die kann z.B. auch schon mal nach Indien ausgelagert werden. In diesem Film bietet ein grandioses Promiensemble amüsante Unterhaltung. Die sind so bekannt, dass sie gar keinen Filmnamen brauchen. Sie sind bockig, schrullig, verwirrt. Gastgeber ist das Ehepaar Bedos/Chaplin, die sich wegen der Enkel streiten. Claude ist der alte Womanizer, der Viagra bracht. Das Ehepaar Fonda/Richard ist das intellektuelle und emotionale Zentrum des Ganzen. Besonders Pierre Richard ist mit seiner Demenz eine leicht tragi-komische Gestalt. Er spielt das äußerst anrührend. Am Ende hat er sogar noch einen positiven Folgeschaden, als er vergisst, wo seine Frau abgeblieben ist. Die muss vorher noch Fehltritte, die 40 Jahre zurückliegen, zugeben und flirtet mit Daniel Brühl, der sich zum Altenpfleger mausert und nebenbei noch eine Doktorarbeit in Gerontologie verfasst. Sex ist darin kein Tabu: Claude geht zu den Nutten, Bedos verträgt sich so mit seiner Frau wieder und Daniel darf am Ende die neue Hausschönheit Shemss Audat mal kurz beglücken. So ist ganz schön viel los. Auch der Tod schaut mal vorbei. Es ergibt sich aber kein Drama. Die Alt-68er feiern ein fröhliches Begräbnis mit Champagner. Am Ende laufen alle laut nach Jane rufend durch den Park. Leicht idealisierend und verklärend. Aber so könnte Altwerden Spaß machen: in angenehmer häuslicher Umgebung (Haus mit großem Garten), noch relativ fit und unter guten Freunden. So ist man rundum versorgt und der Zuschauer bestens unterhalten.