Unschuldig verfolgt

 USA 1999

A Map of the World

Drama 120 min.
6.60
Unschuldig verfolgt

Alice Goodwin, Mutter zweier Töchter, Farmersfrau und Teilzeitkrankenschwester, steht vor den Scherben ihrer Existenz.

Alice (Sigourney Weaver) und Howard Goodwin (David Strathairn) sind mit ihren beiden Töchtern ins ländliche Wisconsin gezogen und versuchen, eine kleine Farm zum Laufen zu bringen. Keine leichte Aufgabe für die beiden Städter, die unter den Nachbarn als Außenseiter gelten.

Während der phlegmatische Howard sich mit den Verhältnissen arrangiert zu haben scheint, leidet die ungeduldige, reizbare, aber auch mit einem skurrilen Humor begabte Alice unter der Mehrfachbelastung als Farmersfrau, Mutter und Teilzeitkrankenschwester der örtlichen Schule. Ein Lichtblick ist ihre enge Beziehung zu der sanften Theresa (Julianne Moore), mit der sie sich beim Babysitten abwechselt.

Als Alice wieder einmal Theresas Töchter in Obhut hat, ereignet sich ein fürchterlicher Unfall: Lizzie (Victoria Rudiak), das jüngere der beiden Mädchen, entläuft in einem Moment der Unachtsamkeit. Zwar kann Alice die Zweijährige aus dem nahe gelegenen See bergen - aber das Kind stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Der Kummer der Frauen ist grenzenlos, und Alice wird zusätzlich von Schuldgefühlen geplagt, die sie in eine tiefe Depression sinken lassen...

Details

Sigourney Weaver, David Strathairn, Julianne Moore, Arliss Howard, Chloe Sevigny, Louise Fletcher u.a.
Scott Elliott
Pat Metheny
Seamus McGarvey
Peter Hedges nach Jane Hamilton

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Superfrau Sigourney
    Der deutsche Titel hält die Spannung unter Verschluss, weil er das Ende bereits wertend vorwegnimmt und der des Originals kommt so oft vor, wie der Stundenzeiger innerhalb eines Tages an der Zwölf verübertickt. Der Versuch, ein Bild einer amerikanischen Provinzstadt zu zeichnen, will nicht so recht gelingen. Es kommt einfach keine Atmosphäre auf. Zu viele Nebenaspekte versperren den Durchblick und die Figuren - außer Sigourney Weaver natürlich - sind schablonenhaft. Der Ehemann zum Beispiel (farblos David Strathairn) und die beste Freundin (schwach Julianne Moore, trotz Tränen) sollten eigentlich Hauptstützen sein, zumal da ja noch eine Unachtsamkeit der Hauptschuldigen einem Kind den Tod brachte. Die allgemeine Ablehnung der Nachbarn ergeht sich in den üblichen Klichés und das Verhältnis zwischen Ehemann und bester Freundin wird erwartet und dann doch abgebrochen. Selbst die lieben Kleinen, deren Verhaltensweise Tennessee Williams einmal mit ’halslosen Monstern’ verglichen hat, sind am Ende lammfromm und lieben ihre Eltern. So scheint wohl die Botschaft die zu sein, dass ein echter Amerikaner sich nicht unterkriegen lässt. Er kittet seine Familie. rettet seine Ehe, verkauft Haus und Hof und fängt irgendwo wieder neu an. Kleine juristische Plänkeleien übersteht er mühelos. Aber der Supermann ist er ja eigentlich wirklich nicht, denn er tut nur das was ihm Mutti Weaver sagt, denn die weist allen immer schon den Weg. Es bleibt eine amerikanische Schmonzette, die am amerikanischen Traum weiterbastelt.