Unterwegs mit Jungs

 USA 2001

Riding in Cars with Boys

Tragikomödie 131 min.
6.50
film.at poster

Eine junge Mutter lässt sich von ihrem unfähigen Mann scheiden um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen - und das im Amerika der 1960er Jahre.

Frech, talentiert, clever und frühreif: Das ist Beverly Donofrio (Drew Barrymore), die schon als Teenager davon träumt, eine in New York lebende Schriftstellerin zu werden. Doch dieser Traum scheint in weite Ferne gerückt, als sie mit 15 Jahren ungewollt schwanger wird.

Während Beverlys Mutter (Lorraine Bracco) noch Verständnis hat, bricht für ihren Vater (JAMES WOODS) eine Welt zusammen. Er zwingt Beverly dazu, den Vater ihres Kindes, den liebenswert naiven, aber leider hundertprozentigen Loser Ray (Steve Zahn) zu heiraten. Jeder Versuch Beverlys, ihre Ausbildung voranzutreiben, um ihren Traum doch noch zu realisieren, scheitert an Rays trotteliger Unzuverlässigkeit, zumal auch ihr kleiner Sohn Beverlys ganze Aufmerksamkeit fordert. Als Ray ihr schließlich auch noch beichtet, dass er heroinabhängig ist, ist für Beverly das Maß voll. Sie lässt sich scheiden und nimmt ihre und die Zukunft ihres Sohnes selbst in die Hand.

Details

Drew Barrymore, Sara Gilbert, Steve Zahn, Brittny Murphy, Vinny Pastore
Penny Marshall
Hans Zimmer
Chris Menges, Miroslav Ondrícek
Beverly D'Onofrio, Morgan Ward
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Liebevoll, spannend, lustig, abenteuerlich, traurig, Teil 2 der Filmkritik
    noch dazu der eigene Mann zu armselig oder zu dumm ist, sein Wort zu halten, um seine Frau zu unterstützen. Wie gesagt es passiert oft, aber das wird hier gut umgesetzt. Lobenswert ist auch die Rolle von JASON, weil er sehr natürlich und kompetent spielt, einer von den vielen Jungstars, die bald vergessen sind, weil sie in einer Nonprofitproduktion mitspielen.

    Sehr gut war in dem Drama, das eine Art Selbstfindungstrip durch die Wüste ist, mit einem Erzähler aus einer Zeit wo JASON schon 20 ist, und wo BEV als Schriftstellerin nach allem was sie erlebte, Ihren Mann RAY sehen will, wo schon alles vorbei und vergessen ist, eine Art Suche nach der Vergangenheit und einer Bewältigung von Psychotischen Problemen die sie mit Ihrem Mann durchgemacht hat.

    Sehr gut waren auch die Szenen, obwohl sehr einfach, als BEV auf den Wunsch Ihrer Eltern hin die Schule abbrechen muß, um das Kind groß zu ziehen. RAY ist eine Art Sautrottel der nichts dafür kann, und das ganze soll irgendwie noch witzig wirken, wirkt aber armselig, weil es leider solche wirklich armen Menschen gibt und da ist nichts zu lachen auch wenn das Kino lacht.

    Wie kann Alkohol und Heroin nur einen Menschen so verändern das ist echt schlimm. Leider gibt es auch das sehr oft und so ist die Geschichte nach einer wahren Begebenheit nicht nur ein Film für langweilige Videoabende im November, sondern auch durch die Erzählstrategie, und durch die Art wie es gefilmt wurde, so ruhig und einfach, eine wunderbare Abwechslung im Medienverseuchten Kitschhimmel von Hollywood.

    Ein Film für Leute die sich gerne Biographien ansehen und gerne Geschichten die mal wahr waren, ein Film für Leute die ein Kind kriegen, oder demnächst so ein bisschen angeschwangert sind, und für Soziologen, Gemüseverkäufer, und Heroindealer, für Barrymore Fans, und für Leute denen auch der Film
    ¿ Zeit des Erwachens ¿ gefallen hat.

    82,29 und ein halbes von 100

  • Gut spannend und romantisch, liebevoll, gut gespielt und interessant, Teil 1
    Unterwegs mit Jungs




    Der Vietnamkrieg, die 60 er Jahre, eine wirklich schlimme Zeit. Es gab Liebe, es gab Mütter die mit 15 ein Kind kriegten, und es gab Drew Barrymore, die BEVERLY DONOFRIO spielt. Sie bekam 1961, 15 jährig einen Sohn, JASON, und Ihr Mann RAY ( Steve Zahn ) hat sie sofort geheiratet.
    Kurz danach ist FAY FORRESTER ( Brittany Murphy ) Ihre Beste Freundin schwanger geworden, und hat auch geheiratet, sich aber daraufhin kurz danach scheiden lassen.
    TERESIA DONOFRIO ( Lorraine Bracco ) ist anfangs gegen die Beziehung, steigt aber schnell drauf ein, und fängt an RAY eigentlich sehr gerne zu haben, obwohl er ein Mann ist, primitiv, einfach, leicht versoffen, aber er paßt auf Ihre Tochter auf. So ist es auch nicht schwierig, LEONARD DONOFRIO ( James Woods ) den Vater von BEV zu überzeugen.

    Die Regisseurin Penny Marshall zeigt die Lebensgeschichte einer Frau zwischen dem 15. und dem 36. Lebensjahr, das 1981 in New York endet. Eine Biographie wollte sie schreiben, und hat es auch geschafft, denn der Jugendtraum von BEVERLY war immer Schriftstellerin zu werden, und sie hat es auch geschafft, da sie immer sehr intelligent war, so eine richtige Powerfrau, die sich nichts vormachen lies.
    Drew spielt hier einfach fantastisch, und ich schätze es ist bisher Ihre wohl beste Rolle gewesen. Man sieht zwar das sie ein Molliges Walfischweib ist, aber sie ist nicht so kindisch penetrant blöd wie in anderen überkitschigen Hollywoodfilmen, sondern einfach so was wie ne richtige Traumfrau und Mutter, die sich um Job, College und Mann kümmert, der noch dazu einen Drogenentzug durchmacht, nachdem sie von Ihrem Vater erfuhr das er auf Heroin steht. Das war 1967, als sie 22 war und JASON Ihr Sohn, 7 Jahre alt ist.

    Ihre erzkonservativen Eltern haben sich längst geändert, die Mutter paßt bald auf JASON auf, und sie braucht bald Ihre Hilfe mehr als alles andere auf der Welt, denn selbst FAY hat nicht mehr viel Kontakt mit ihr, zumal Ihre beste Freundin auch eine Tochter, AMELIA bekommt.

    BEV war immer ehrgeizig. Sie hat alles geschafft was sie sich vorgenommen hat, bis auf eines, und zwar das Stipendium zu bekommen, Ihren größten Traum der Welt, doch dazu kam es nicht, denn Ihr Freund RAY, der sehr nachlässig ist, aber ein liebender Ehemann ist, tauchte wieder mal nicht auf, weil er auf sie vergaß, wie schon so oft, und sie verlor die Möglichkeit Ihren Traum zu verwirklichen. RAY war wieder schuld das sich im Leben von BEV was nicht zum Positiven verändert hat.

    RAY ist natürlich verantwortungsbewusst, aber Heroinsüchtig geht es mit ihm bergab, und aus den Vergessenheitsanfällen werden Chronischen Egal Anfälle, und bald schmeißt BEV ihn raus. In diesem 127 Minütigen Drama das Ähnlichkeiten mit ¿ Verrückt / Schön ¿ hat und ein bisschen mit ¿ Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo ¿ wird eigentlich nichts neues gezeigt, eine alltägliche Geschichte, die aber sehr gut gespielt wurde, und frei von vielem Kitsch zeigt, wie schnell es bergab gehen kann und wie schön es ist eine Frau zu haben die sich um alles kümmert, weil die meisten Männer eh nicht dafür geschaffen sind, 2 Jobs, eine Schule, und ein Kind durchzusetzen, was eigentlich ein Wunder ist, das tagtäglich 100.000 mal passiert.

    Der Film ist teilweise komisch, teilt sich diese Ansichten mit dem Drama und einem Chaos, und letztendlich muß ich feststellen, das es als Drama viel besser wäre, denn die anfänglichen netten Ironischen Seitenhiebe auf die amerikanische Multigesellschaft die in den 60 er Jahren nichts außer Kinder kriegen und Kleinstadtsiedlungen bauen, getan hat, ist bald verpufft und es kommt der wahre Ernst des Lebens durch. Einfach die Problematik was es heißt mit 15 zu heiraten, eine Zufallsschwangerschaft anzuerkennen, komplizierte Eltern zu haben, und ein verdammt schweres Leben wo noch dazu der eigene Mann zu armselig oder zu dumm ist, sein