Up to nothing - Aufruhr im Mozartdorf

 2010
Dokumentation 105 min.
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Anfang der 80er Jahre war Salzburg im Umbruch. Engagierte und gesellschaftspolitisch motivierte Menschen wollten diese Stadt nachhaltig verändern und sie zu einer Stadt machen, die auch ihren Bedürfnissen Raum zur Entfaltung geben konnte.

Im November 1981 wurde der Verein "ARGE Rainberg" gegründet. Ein weitläufiges Areal am Fuße Salzburgs südlichstem Stadtberg war die Manifestation einer Sehnsucht, die sich nie erfüllen sollte. Eine lose Bewegung entstand, die unterschiedliche Strömungen und Lebensmodelle in sich aufnahm, vereinte und auch wieder trennte.

Diese Szene entwickelte sich im studentischen Milieu, sie traf sich in einigen wenigen autonomen Orten, um sich zu organisieren und sie nutzte den öffentlichen Raum, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. 1984 führten Demos an die Tore der Festspiele und die Bewegung erkämpfte sich ihre ersten Zugeständnisse - damit begannen auch die Konflikte innerhalb der Bewegung, über Ziele und Forderungen, über Zugeständnisse, Kompromisse und politische Vereinnahmung. "nothing" stand am Fuße der Wendeltreppe des Kulturzentrums "Gegenlicht", das im ersten Stock eines Gebäudes in der Griesgasse beheimatet war. Dieser einfache Wegweiser ist symbolisch für eine Bewegung, die vor allem ein Gefühl der Freiheit und der Selbstbestimmung in sich trug. Es geht aufwärts, aber nicht immer mit einem gemeinsamen Ziel.

Der Film zeichnet den Beginn einer Bewegung, die sich heute in der
kulturellen Vielfalt dieser Stadt manifestiert. Noch nie veröffentlichtes Archivmaterial sowie Interviews mit Zeitzeuginnen & -zeugen spiegeln die Stimmung von damals wieder: enstanden ist ein lebendiges Portrait dieses Aufbruchs.

Details

Hermann Peseckas, Piet Six, Markus Grüner-Musil

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