Velvet Goldmine

 USA 1998
Drama, Musikfilm / Musical 120 min.
7.00
Velvet Goldmine

Ein Journalist recherchiert das Schicksal eines Glam-Rock-Stars der frühen 70er Jahre. Todd Haynes' Hommage an Glamrock, Pop- und Subkultur.

Live fast, die young? Im London der frühen 70er wird der Glamrocker Brian Slade (Jonathan Rhys Meyers) auf der Bühne vor den Augen seiner entsetzten Fans erschossen. Ein Abgang, der zu dramatisch ist, um wahr zu sein. Tatsächlich handelt es sich bei dem angeblichen Attentat um eine jener Inszenierungen, mit denen Slade zum Liebling der Medien aufgestiegen war: der Star ist nur untergetaucht. Zehn Jahre später soll der Journalist Arthur Stuart (Christian Bale) den Fall wieder aufrollen. Die Recherche wird für Stuart zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, denn Slades androgyne Erscheinung, seine exaltierten Auftritte und bittersüßen Songs hatten einmal eine ganze Ära des sexualpolitischen und kulturellen Umbruchs repräsentiert.

"All that glitters - is gay": Der junge Reporter kann sich noch gut an die zögernde Entdeckung seiner eigenen Homosexualität erinnern, an die Stunden, die er mit den Platten und Star-Fotos seines Idols in einem muffigen Elternhaus verbrachte. Stuart macht sich daran, die Menschen aufzuspüren, die für Slades Karriere wichtig waren, darunter dessen erster Manager Cecil (Michael Feast) und Ex-Frau Mandy (Toni Collette).

Details

Ewan McGregor, Jonathan Rhys Meyers, Christian Bale, Toni Collette, Eddie Izzard, Emily Woof, Michael Feast, u.a.
Todd Haynes
Carter Burwell, Craig Wedren
Maryse Alberti
Todd Haynes

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Drogenrausch in Samt & Seide
    Bereits beim Vorspann springen einem die quietsche bunten, psychodelischen Schriftzüge ins Auge. Und damit trifft der Film von Todd Haynes gleich den Ton der glamourösen Siebziger Jahre. Klamotten, Frisuren und Ausstattung liefern ein Übriges, um das Feeling jener Zeit rüber zu bringen, als sich die Jugendlichen als ‘Mods ‘n Rockers‘ gegenüberstanden. Die ausgelassene Freizügigkeit als Maxime erforderte ein Leben, in dem alles möglich ist. Man ist schwul, man ist bi etc. Aber es ist mehr als nur ein bloßer Musikfilm. Obwohl es davon genug zu hören gibt. Die Hauptdarsteller sind durchweg überzeugend. Jonathan Rhys Meyers (Brian) ebenso wie Ewan McGregor(Curt). Wir erleben beide auf der Bühne. Und sie geben ihr Letztes. Wann hat man Ewan McGregor schon mal nackt gesehen? Aber auch musikalisch ist er überzeugend. Und dass Rhys Meyers Musik echt performen kann, hat er auch 2007 in ‘August Rush‘ wieder bewiesen.
    Curt und Brian leben wie im Rausch, oftmals jenseits der Grenze. Sie leben ihre Träume aus und gehen daran zugrunde. Das Leben ist eine Party mit ‘Sex and Drugs and Rock ‘n Role‘. Sie wollen lieber die Ausnahme sein als die Regel. Die ganze Tragik fokussiert sich in der sie begleitenden Figur von Mandy (Toni Collette) als Brians Ehefrau. Man sieht, wie Brian vom eigenen Erfolg zerstört wird. Ein kurzes Schlaglicht fällt auch auf die Elterngeneration in ihrer ganzen Hilflosigkeit. Ein echtes musikalisches Zeitdokument und eine Ode an die Vergänglichkeit.

  • genau schauen
    ...übrigens: Steve und Brian von PLACEBO, sowie alle Mitglieder von BAUHAUS spielen in diesem Film mit.

  • VG-grandioser Film !!!
    Werde mir VG heute zum 5.Mal anschauen nachdem ich im Jänner, bevor er aus den Kinos ging, 4 mal den Film genossen habe ...die Schauspieleistungen von Toni Collette und McGregor sind unbeschreiblich, ein echtes Stück der 70-er zu uns gerettet..wie ein verdammt guter Trip ..der Film berauscht....