Von Menschen und Göttern

 F 2010

Des hommes et des dieux

Drama 17.12.2010 120 min.
7.20
Von Menschen und Göttern

Die wahre Geschichte einiger Zisterzienser-Mönche, die in der algerischen Stadt Tibhirine Entwicklungsarbeit leisten und ein friedvolles Zusammenleben mit der muslimischen Bevölkerung praktizieren wollen.

Das Klosterleben der neun Mönche im algerischen Tibhirine ist geprägt durch ruhige, ritualisierte Handlungen:
Ob im Gebet, beim gemeinsamen Singen, beim Bestellen der Felder und während der täglichen Schweigestunden,
in den verschiedenen Tätigkeiten zeigt sich, wie die kleine Glaubensgemeinschaft um Abt Christian (Lambert
Wilson) in Einklang mit Gott, sich selbst und ihren Nachbarn lebt. Die Dorfbewohner werden im Kloster von
Bruder Luc (Michael Lonsdale) medizinisch versorgt, die Analphabeten unter ihnen holen sich Hilfe, wenn es amtliche
Formulare auszufüllen gilt. Selbst in Liebesdingen schätzt man bisweilen den Rat der Mönche. Im Gegenzug
werden die christlichen Nachbarn gerne zu Familienfesten eingeladen.

Doch das harmonische Zusammenleben spiegelt nicht die politische Realität des Landes wider. Vom obersten
Religionsvorsteher des Dorfes wird Christian, der neben der Bibel auch den Koran studiert, über den zunehmenden
Terror islamischer Fundamentalisten auf dem Laufenden gehalten: Gerade erst wurde die 18-jährige Samira
ermordet, weil sie keinen Schleier trug. Und sogar ein Imam ist unlängst von den Rebellen getötet worden. Diese
Gewaltakte sind neu, keiner versteht mehr, wer hier wen verfolgt und aus welchen Gründen.

Die Mönche diskutieren, zweifeln, kämpfen mit sich - und entscheiden,
dass sie gerade in dieser Situation bleiben müssen und wollen. Jetzt und hier, an diesem Ort werden sie
am meisten gebraucht - ungeachtet der Gefahr, der sie sich persönlich aussetzen.

Das meistbeachtete Werk am diesjährigen Film Festival in Cannes - nach der wahren Geschichte der Zisterziensermönche von Tibhirine in Algerien.

Auf realen Tatsachen basierend beschreibt Regisseur Xavier Beauvois die letzten
Monate im Leben der Mönche, die 1996 auf brutale und nie aufgeklärte Weise ums
Leben kamen. In bezwingend schönen Bildern, rhythmisch angepasst an das asketische Klosterleben, offenbart
der Film, wie sich die Mönche in einer zunehmend gewalttätigen Welt den Glauben an die eigene Vernunft und
die eigenen Überzeugungen bewahren und für das eintreten, was ihnen am wichtigsten ist: die Nächstenliebe.

Details

Lambert Wilson, Michael Lonsdale, Roschdy Zem, Olivier Rabourdin, Sabrina Ouazani, Goran Kostic
Xavier Beauvois
Caroline Champetier
Etienne Comar, Xavier Beauvois
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Absoluter Tipp - 1
    Eine kleine Vorgeschichte:

    Es ist ziemlich lange her, da dachte ich mir, he da ist ein Film der klingt wie einer meiner alten Lieblingsfilme wie z.b. „Von Mäusen und Menschen“ Ist das gar die Fortsetzung? Nein natürlich nicht, wie ich dann nach kurzer Zeit sah und da ich vor einiger Zeit den herrlichen Film „Die Zeit der Stille“ gesehen habe, dachte ich mir der könnte so ungefähr so ähnlich werden, er dauert an die 2 Stunden, spielt in ausgewählten Programmkinos und da muss man sich unbedingt den Film gleich ansehen, weil ein kleines Kino, harte Kinosessel, unmögliche Vorstellungszeiten, entweder am Nachmittag oder in der Nacht, französische mit deutsche Untertitel, was ich befürchtet habe aber sich als grundlos erwiesen hat und dann eine Geschichte die weltweit einzigartig ist, ja da muss ich hin.

    Der Film basiert auf echten Ereignissen und die Handlung ist dem nachgezeichnet:

    Es war vor langer Zeit am 7.3.1938, da hat das Klosters Aiguebelle eine Idee gehabt, sie wollten nach Afrika, und zwar nach Algerien. Schon 1843 waren dort einige Mönche tätig, haben Landwirtschaft unterrichtet, das war zu der Zeit als Frankreich noch Kolonialmacht in halb Afrika war. Leider muss ich sagen. Dieses 1816 durch Trappisten gegründete Kloster ist eigentlich eine Abspaltung vom Zisterzienser-Orden. Diese Mönche und Nonnen wiederum gehen auf einen Robert von Molesme zurück der mit 70 einen Zweig gegründet hat, am Anfang des 19. Jahrhunderts irgendwann weil die ihm bekannten und damals überall verbreiteten Benediktiner viel zu lasch gewesen sind, sein Wahlspruch war, Arbeiten, Beten und Lesen sonst nichts, Arbeiten am Land, Menschen helfen und immer da sein für andere, ja sehr schwierig war das wohl und da war eben die Abspaltung der Trapistenzweig.

    Es zogen in das Algerische Kloster dann 13 Mönche runter, die dann auf 30 Mönche wuchsen. Dann kam der Krieg in Algerien. In diesem Algerischen Atlas Gebirge Kloster in Algerien, um dass sich der Film handelt, sind dann 1959 einige Leute entführt worden von den sogenannten Fellaghas, das sind so Kämpfer gewesen die zwischen Algerien und Tunesien waren, Also so Kämpfer zwischen den beiden Staaten.

    Algerien ist ja 1962 frei geworden, hat die Unabhängigkeit endlich gehabt, war ne sicher schöne Zeit. Doch der Staat war dieses Mal die Gefahr, der wollte die Christlichen Mönche in einem moslemischen Land nicht. Doch die Mönche haben sich als Tolle Kerle erwiesen die den Menschen in Bildung und Medizin helfen, und so konnten sie bleiben. Bis zu der Zeit als immer mehr moslemische Splittergruppen die Mönche als Dorn im Auge sahen, da sie ja wohl den Koran nicht kannten, der z.b. davon spricht dass wer seinen Bruder tötet in der Hölle schmoren wird und dass wer JESUS beleidigt auch kein Mann Gottes sein kann, da der Koran auch von JESUS schreibt.

    1976 war es dann wo der Staat sich das Mönchsgebäude krallte, und den Mönchen nur mehr 12 Hektar Land überlies, eigentlich sehr wenig gegen vorher. Und dann kam die Neuzeit, die Zeit in der Christian de Chergé der Abt wurde, was auch im Film zu sehen ist, das war 1984.

    unbedingt angucken - 4
    Also ich wäre da schon längst weg gewesen. Wie oft die Mönche zu sehen sind weiß ich nicht aber nicht zu oft dass es langweilig wurde und auch die Bevölkerung alles wurde so gemacht und gedreht dass es als wahres Relikt einer schlimmen Zeit gebannt auf Zelluloid gut zu genießen ist und zu fürchten. Der Film ist auch sehr zum weinen, denn anhand des ganzen Terrors, wie z.b. die Terrorgruppe einfach ein Bauarbeiter tötet, Ihnen die Kehlen aufschlitzt, ist in seiner Realen Sichtungsweise viel schlimmer als so mancher Schlitzerfilm wo nur alles primitiv gestellt ist, wer bei dem Film nicht weint ist kein Mensch möchte ich Mal sagen.

    Ich finde es echt super dass der Regisseur Xavier Beauvois die letzten Tage und Wochen der Mönche gezeigt hat und bis heute ist ja das ganze nicht geklärt, ich hoffe es werden weitere so herrliche Filme ins Kino kommen, bis September 2011 muss man warten bis der Film auf DVD offiziell erscheint, ich kann nur sagen, absoluter Geheimtipp, unbedingt ansehen und einer der besten Filme ever.

    95 von 100 Punkten.

    einfach gut - 3
    die verdammten Terroristen ins Kloster kommen und die Mönche mit Waffen zwingen wollen den Arzt auszuhändigen der zu der Zeit Asthmaanfälle hat, und nicht zu denen kommen kann um einen Verwundeten zu pflegen. Ja zuerst töten und sich anschießen lassen und dann einen Armen Arzt zwingen mit zu kommen, so ist der Mensch wenn er in der Not ist, zuerst töten und dann sich ärgern dass was schief geht.

    Jedenfalls meint Armand dass der Geheimdienst mit der GIS, einer Terrorgruppe verbündet war und die Entführung veranlasst hat. Und er hat damals sogar den Führer der GIA, dieser verdammten Terrorgruppe bezichtigt, es war Djamal Zitouni, damit beteiligt zu sein. Angeblich waren sie in Tala Karmout versteckt, dass ist so ein Ort wo es nur Wald und Büsche gibt und einige Häuser.

    Was damals auch für Unruhe in Frankreich sorgte, war dass sogar der General Francois Buchwalter, der damals ein Militärattache gewesen ist, in Algier in der Hauptstadt in Algerien mit dem ganzen involviert war. Tja, bis in die höchsten Kreise, Algerien brauchte einfach Hilfe, doch wenn wir auf die Heutige Zeit sehen keiner weiß was los war. Das Kloster dass ja in Tibhirine ist, im Norden von Algerien das ist verwaist und ein Touristenort, Na Ja wenn man das so sagen könnte, 3 Leute im Jahr sehen sich das wohl an, ja das Erzbistum in Algerien unterhaltet dass ganze.

    Na ja die 2 Mönche blieben über, super, ja in Fes waren die damals hingeflüchtet, nach Marokko, 1984 hat man das gegründet, und die Leben dort, haben noch denselben Namen und können besucht werden und zwar bei der Stadt Midelt.

    Ja was sage ich dazu?:

    Man sieht im Film viel was man nicht gewohnt ist, man sieht wie Mönche schweigen man sieht wie sie arbeiten man sieht wie sie mit den Leuten zusammen arbeiten, man sieht wie Bruder LUC sie alle versorgt, Michael Lonsdale spielt ihn, man sieht wie sie den Leuten helfen Formulare auszufüllen, man sieht wie sie sich gegenseitig Rat zuspielen, wie sie essen, wie sie arbeiten, man sieht Ihren Alltag, und das ganze ist aufgebaut wie ne Dokumentation ist aber doch ein Spielfilm und ich muss sagen, ja einer der besten die es eigentlich gibt. Und ich muss sagen, der Film ist super, darum wurde er auch ausgezeichnet bei den internationalen Filmfestspielen von Cannes 2010, und zwar mit dem Großen Preis der Jury und dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet und das hat er sich redlich verdient.

    Was mir gut gefallen hat ist die ruhige Darstellung der Leute, gespielt als wäre es echt und auch die Laiendarsteller in Algerien, es wurde ja alles in Marokko gedreht das ist sicherer noch, und dann die guten Landschaftsbilder, einfach super. Und das tolle ist, Lambert Wilson, bekannt aus „Flawless - Ein tadelloses Verbrechen“ spielt ja den CHRISTIAN im Film, den Abt, den Führer der entscheide muss und oft merkt man wie schwer ihm das fällt, bleiben oder weg gehen, Angst zeigen oder weiter im Land bleiben, und es ist keine einfache Entscheidung.

    Re:Absoluter Tipp - 1
    Natürlich sieht man im Film von den ganzen Ereignissen nichts, es ist aber eine nette Einführung in das ganze Geschehen rund um den Film. Wir sehen hier eher wie die Mönche Leben, wie sie mit der Polizei so Ihre Probleme haben, da diese Ihnen rät, nach einem Mordanschlag von so ein paar Scheiß Terroristen das Land zu verlassen doch CHRISTIAN lässt sich das nicht gefallen und will bleiben und so gibt es abwechselnde Szenen von Gebet, Arbeit und durchaus sehr sehenswerten Landschaftsbildern, Gesprächen mit der Bevölkerung und Arbeitseinführungen in den Alltag der Mönche und ich muss sagen, obwohl der Film nicht spannend gemacht wurde wie ein Thriller ist er doch durch die Anspruchsvolle Lebens und Sehensweise dieser noch über gebliebenen 8 Mönche weitaus spannender als jeder Horrorfilm.

    Am 26.3.1996 war ja der Bürgerkrieg in Algerien, der war 1991 – 2000 im Gange, da haben die Regierung gegen die Islamisten gekämpft, aber nicht alle besiegt, die ganzen Terroristen sind leider noch am Leben gewesen und wer zu der Zeit in Algerien Vielleicht Urlaub gemacht hat, weiß wohl wie es war, wie man Angst haben musste auf der Straße, dass dir nichts passiert, wie immer zu Zeiten wenn Krieg ist.

    Dass was man sah ist im Film folgendes, eine Gruppe von bewaffneten Irren stürmen dass Kloster, was übrigens nach der 2. Hälfte im Film passiert, was auch gut so ist, da der Film sich auf die Vorgeschichte des ganzen konzentriert, die Leute wie sie entscheiden, ob gehen oder bleiben was ja nicht schwer ist. He da geht es darum deine Heimat zu verlassen.

    7 Mönche wurden entführt, und zwar von der Groupe Islamique Armé das ist so ne radikale Islamische Armee, die aus einer gescheiterten Regierungskrise hervorging, die haben ja damals auch, was im Film zu hören ist ein Mädchen im Bus erstochen weil es den Schleier nicht tragen wollte und da wundert es wirklich, in keiner Seite im Koran steht drinnen dass du verpflichtet bist den Schleier zu tragen, doch diese Leute treten Ihren Glauben selber mit Füßen und greifen uns dann noch an um uns zu töten, ja uns Christen wie wir ja weltweit wissen nicht erst seit Osama. Diese verdammten Terroristen denen jedes Mittel Recht ist, die eine westliche Christliche Welt am liebsten überfahren würden und herrschen würden, so herrschen würden dass Frauen nur mehr der Sharia unterliegen dass Steinigung Alltag wird und dass jeder stirbt der nicht nach Ihrer Pfeife tanzt.

    Diese Gruppe jedenfalls verfolgte mit der Entführung der Mönche ein Ziel, sie wollen dass die Regierung Ihren Anführer freilässt, doch am 20.4.1996 war dann alles aus, die letzte Stimme des Mönches vom Berg wurde gehört am Tonband. Am 30.4.1996 hat die Französische Botschaft in Algerien das Band zugespielt bekommen. Die Mönche wurden allesamt enthauptet und am 30.4.1996 in der Nähe von Médéa gefunden. Die Körper wurden wohl verbrannt was keiner so genau weiß, da die nicht gefunden wurden, ungefähr so wie beim Osama den man ins Meer geschmissen hat.

    Der damalige Überlebende Armand Vieilleux meinte dass ein Komplott, nicht ein Kompott der Armee in Algerien dafür verantwortlich war, weil sie ein Ziel hatte, die ganze Welt zu erreichen dass in Ihrem eigenen Land der Terror so groß ist und dass man das Ruder aus der Hand verloren hat. Frankreich hat leider zu der Zeit die Kooperation mit dem Geheimdienst in Algerien eingestellt. Angeblich aber hat der Geheimdienstkoordinator General Smain Lamari die Entführung veranlasst, was man im Film übrigens nicht sieht, denn hier geht es eher darum zu zittern weil