Was du nicht siehst

 D/A 2009
Thriller 15.07.2011 92 min.
5.90
Was du nicht siehst

Ein 17-jähriger, der den Selbstmord seines Vaters noch nicht verarbeitet hat, trifft während einer Urlaubsreise in der Bretagne ein merkwürdiges und zugleich verführerisches Paar, das ihn in ein gewaltsames Verbrechen treibt.

Spätsommer, Bretagne: Der 17-jährige Anton reist mit seiner Mutter Luzia und deren Liebhaber Paul in ein Ferienhaus an der rauen Atlantikküste. In der zerklüfteten Landschaft begegnet Anton dem mysteriösen David. David ist im Gegensatz zu Anton wild und ungestüm, scheint vor nichts Angst zu haben.
Der charismatische David eröffnet Anton eine Welt ohne Regeln. Anton ist fasziniert von David, seiner Kraft und Selbstsicherheit. Über David lernt Anton Katja kennen. Anton fühlt sich vom ersten Moment an zu ihr hingezogen. Er spürt, dass sie in ihrer ganzen Verlorenheit und Verwahrlosung etwas mit ihm gemein hat. Die Begegnung mit Katja und David zieht Anton zunehmend in einen Strudel emotionaler Verwirrung - zwischen sexuellem Erwachen, subtiler Verführung und befremdender Gewalt. Sowohl Luzias als auch Pauls Bemühungen, sich Anton zu nähern, scheitern. Nach einer alptraumhaften Odyssee durch die Abgründe seiner eigenen Seele findet sich Anton in einer erschreckenden Realität wieder.

Details

Bernhard Baron Boneberg, Bibiana Beglau, Alice Dwyer u.a.
Wolfgang Fischer
Wilhelm Stegmeier
Martin Gschlacht
Wolfgang Fischer
Thimfilm

Kritiken

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User Kritiken

  • Der Dreh an der Schraube
    Erst wundert man sich über den unvollständigen Titel und ergänzt den Vorsatz: ‘Ich sehe was,…‘, dann fragt man nach dem Bezug zum Film. Über Dreiviertel ist ein Ferienspaß am Meer von Anton (Ludwig Trepte) mit Mutter und Freund sowie den Geschwistern David (Frederick Lau) und Katja (Alice Dwyer). Dann versucht Regisseur Fischer die Handlung in Richtung Mystery zu lenken. Hund und Freund müssen recht emotionslos dran glauben. Dann stochert man im Nebel. Lange, stille Einstellungen sind mit choralähnlicher Musik unterlegt und suggerieren tiefsinnige Hintergründe. Die Handlung ist bewusst auf Distanz gehalten, oft mit Unschärfen. Die Dialoge sind vielfach steif und unnatürlich. Das Verhältnis von Mutter (Bibiana Beglau) und ihrem Freund als Kontrastmittel etwas unausgegoren. Und weil das alles offenbar nicht reicht, dreht Fischer noch etwas an der Schraube à la Henry James. Am Anfang kommt ein Auto die Küstenstraße entlang gefahren, am Ende fährt es wieder weg. Das war’s! Ein intensives Psychodrama? Drama – ja, Psycho – vielleicht, intensiv – weiniger.
    Aber als Debüt kann man den Film noch akzeptieren.