Was Frauen träumen (OF)

1933

Min.90

Ein parfümierter Handschuh bringt die Polizei auf die Spur der Juwelendiebin Rina Korff (Nora Gregor), die ganz Europa unsicher macht. Die professionelle Spürnase Walter König identifiziert den exklusiven Duft, welcher der diebischen Damenhand angehaftet hat. Doch nachdem er den entscheidenden Tipp gegeben hat, besinnt sich Walter eines anderen und will Rina zur Flucht verhelfen. Doch da sie Gefallen an des Jünglings Edelmut gefunden hat, quartiert sich Rina ungeniert in dessen Wohnung ein. Da bleibt Walter nichts anderes übrig, als aus der Kleptomanin eine anständige Frau zu machen. Doch dazu muss er allerdings zuerst den undurchsichtigen Kasinobetreiber Levassor ausschalten, der Rinas Diebstähle deckt und ebenfalls um ihre Zuneigung wirbt. Nora Gregors bester Film in deutscher Sprache, in Szene gesetzt vom Unterhaltungsregisseur Géza von Bolvary, gibt ihr endlich einmal den Raum, ihre Talente voll auszuspielen. In der Rolle der distinguierten Meisterdiebin verkörpert sie eine entwaffnende Frau - sei es im eleganten Abendkleid, im Männermorgenrock oder in Dienstmädchenuniform -, die den Männern ihrer Umgebung stets einen Schritt voraus ist. Durch die umständliche Entlarvung des Schurken, die natürlich Männersache ist, verliert der Film zum Showdown hin ein wenig an Tempo. Nora Gregor überzeugt gleichwohl, nicht zuletzt in den von Robert Stolz komponierten Gesangsnummern - unter ihnen ein unvergessliches Duett mit Peter Lorre.

(Text: Viennale 2008)

  • Regie:Geza von Bolvary

  • Kamera:Willy Goldberger

  • Autor:Géza von Bolvary nach einer Novelle von Franz Schulz

  • Musik:Robert Stolz; Liedertexte: Robert Gilbert; Kapelle: Oscar Joost

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