Whale Rider

 Neuseeland 2002
Drama 19.09.2003 101 min.
7.60
Whale Rider

Ein mutiges Mädchen nimmt den Kampf auf gegen überkommene Traditionen und um Liebe und Anerkennung.

Die Maori-Bewohner eines kleinen neuseeländischen Küstenorts führen ihre Herkunft auf Paikea, den Walreiter zurück. Seit über tausend Jahren trägt ein männlicher Nachfahre aus jeder Generation diesen Titel. Nun ist die Zeit für einen neuen Erben gekommen. Als jedoch der Hoffnungsträger bei der Geburt stirbt und nur dessen Zwillingsschwester überlebt, sieht sich Stammesoberhaupt Koro (Rawiri Paratene) nicht imstande, seine Enkelin Pai(kea) (Keisha Castle-Hughes) als zukünftige Anführerin zu akzeptieren.

Koro, überzeugt davon, dass das Unglück seines Stammes mit der Geburt Pais begann, ruft sein Volk dazu auf, ihm seine Söhne zu bringen, um unter ihnen den neuen Anführer zu ermitteln. Dieser soll den Stamm wieder aus all seinen Schwierigkeiten herausführen. Die 12-jährige Pai, die ihren Großvater Koro mehr als jeden Anderen auf der Welt liebt, muss sich nun gegen diesen und eine tausendjährige Tradition auflehnen, um ihre Bestimmung zu erfüllen.

Details

Keisha Castle-Hughes, Rawiri Paratene, Vicky Haughton, Cliff Curtis, Grant Roa, Mana Taumaunu, Tyronne White
Niki Caro
Lisa Gerrard
Leon Narbey
Niki Caro
Filmladen

Kritiken

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User Kritiken

  • Die Walreiterin
    Obwohl hochgelobt und preisgekrönt, finde ich, es ist ein folkloristisches Rührstück aus der Südsee. Wenn zur Rechtfertigung die Dokumentation der Sitten und Gebräuche der Maori herhalten sollte, wäre das in Ordnung. Falls ein emanzipatorischer Gedanke dahintersteckt, weil ein Mädchen Häuptlingin wird, kann man das ebenfalls akzeptieren. Gegen Ende verschwimmt dann aber alles in der Suppe der Emotionen und dehnt sich mit Sphärenmusik in Richtung unendliche Langeweile aus. Das muss wohl bei Mythen so sein. Eine Anmerkung sei aber erlaubt: Wenn die Maori ihre Häuptlinge durch den Ritt auf dem Wal bestimmten, ist es kein Wunder, dass sie selten welche hatten. Das überlebt normalerweise keiner. Und wenn doch, trifft sich das eventuell mit unserem christlichen Glauben an den Messias. Der ist auch wieder auferstanden. Mit dieser Südseeproblematik beschäftigen sich Europäer höchstens im Urlaub, für die Maori mag das von vitalem Interesse sein.

  • Keep Calm
    Na ja es ist ein Märchen. Und Märchen sind auf irgendeine Art und Weise doch auch schön, oder? Ich fand ihn zwar auch nicht sooo toll, aber nachher war ich glücklich, dass ich ihn gesehen habe.

    Schönes Märchen, aber leider nix sonst.

    Und weil ich meinen Freund Modi vertreten soll gibts hier noch ein paar facts

    Titel Whale Rider
    Land Neuseeland
    Jahr 2002
    Regie Niki Caro
    Darsteller Keisha Castle-Hughes, Rawiri Paratene, Vicky Haughton, Cliff Curtis, Grant Roa, Mana Taumaunu, Tyronne White
    Autor Niki Caro
    Kamera Leon Narbey
    Musik Lisa Gerrard
    Verleih Filmladen
    Produzent John Barnett, Bill Gavin, Linda Goldstein Knowlton
    IMDB http://us.imdb.com/Title?0298228
    Filmstart (in A) 19.09.2003 00:00

  • Ich habe schon spannenderes gesehen - Teil 2 der Filmkritik
    Die Schauspielerin der PAI ist 12 Jahre alt und debütiert in diesem Film. Der Regisseur ist weitgehend unbekannt, und hat hier den erfolgreichsten Film aller Zeiten in Neuseeland abgeliefert. Die Story erinnert ein bisschen an die alte Serie ¿ Ocean Girl ¿ was aber nichts ausmacht, die kennt eh keiner.
    Meine Freundin hat sich bei dem Film begeistern können, mehr als ich, obwohl ich den Film dank seiner Vater Tochter Großvater Beziehungskiste doch auf irgendeine traurige musikalische Art interessant finde.
    Eigentlich lebt der Film von seinen Aufnahmen der Landschaften da diese wirklich wunderschön sind.
    Die Leute da unten glauben wirklich das PAIKEA, kein Ikea bitte, mit Hilfe der Götter die Maoris gegründet hat, und dieser Konflikt zwischen alt und Jung im Glauben wird gut dargestellt.
    Wichtige Themen in dem Film sind Alkoholismus, aber deswegen ist der Film nicht so deprimierend wie er klingt, er hat nur eine einfache Meeresbrisenartige Umgebung und neigt dazu ins melancholische abzudriften, kann aber durchwegs unterhalten, auf eine nicht lustige Art, dafür aber auf eine ernste Art.
    Ein Film über Familienkonflikte für Paarungsgestörte New Age Anhänger.

    75 von 100

  • ganz nett, etwas fade, schön gedeht, Teil 1 der Filmkritik
    Whale Rider


    Also der Film fängt an, wie jeder, dann ist da eine Frau die kriegt ein Kind im Spital. Sie ist geschwängert worden. Die Frau, die Mutter, sie hat Zwillinge, verliert leider eines, und stirbt selbst kurz nach der Geburt Ihrer Tochter PAIKEA ¿ PAI ¿ APIRANA, die behütet im Osten Neuseelands bei Ihrem Großvater KORO aufwächst. Ein wahrhaft resoluter Mann, der die alten Mythen, Gesetze und Satzungen der Maori aus alter Zeit vehement verteidigt, um den letzten Rest der Alten Welt nicht aussterben zu lassen.

    Die Maoris haben früher geglaubt das Ihr Urahn aus einem weit entfernten Land kam, sie nennen ihn PAIKEA. Er fuhr mit einem Kanu Richtung Ostküste Neuseelands um sich dort anzusiedeln, aber leider ist sein Kanu gekentert, und ein Wal hat ihn gerettet und ihn zur Küste gebracht. Und dieser Teil der Tradition stirbt zunehmends aus, da sich die Jugend in Neuseeland eher für westlichere Dinge interessieren und die wertvollen Kulturgüter und Bräuche schon längst vergessen haben. Umso mehr setzt KORO alles daran PAI in altertümlichen Lebensweisen zu unterrichten.

    Der Vater von PAI, POROURANGI, hat seiner Tochter den Namen des Urahns gegeben, da er sich einen Sohn gewünscht hat, der aber bei der Geburt starb. Der Stamm in dem er lebt er ist einer der größeren Stämme in Neuseeland, hat die Tradition jeden Nachkommen der männlich ist, zum Häuptling zu ernennen, wenn der andere gestorben ist. Und er will das PAI der Nachkomme des letzten Häuptlings wird. Doch KORO akzeptiert das natürlich nicht und setzt sich dagegen ein, indem er PAI einfach härter trainiert in seiner Altertumsschule, und versucht sie einfach dazu zu bewegen aufzugeben. FLOWERS die Ehefrau von KORO kann leider nichts machen für PAI obwohl sie diese gerne hat.

    Doch nicht mit PAI die ist intelligent, schließlich ist sie ein Weibchen, und sie versucht sich einfach nicht unterbuttern zu lassen, und mit Freund Kiwi versucht sie die ganze Zeit während des 97 Min. Filmes, Ihren Großvater davon zu überzeugen das sie sich seine Liebe mehr als verdient hat.

    KORO duldet sie eigentlich nicht, sie lernt in seiner Schule für Stammesbräuche, da er Häuptling ist, doch er verstößt sie dauernd, sie trainiert heimlich, lernt Grimassen zu schneiden, für die Maoris ja berühmt sind, die sie machen um andere zu erschrecken und dem Zahnarzt zu zeigen das sie die Rechnung nicht zu zahlen gewillt sind, doch PAI wird auch hier abgewiesen, auch beim harten selbstsicheren Training im Bereich Kampfkunst.

    Der Vater kann gar nichts machen, für ihn ist PAI einfach der Sohn den er nie hatte, und auch er kann KORO seinen Vater nicht davon zu überzeugen PAI zu akzeptieren. Und eines schönen Tages passiert wieder eines der Phänomene die sich bis dato nicht erklären lassen, das Wale an der Küste gestrandet sind. Inzwischen ist der Vater von PAI längst in Europa und arbeitet irgendwas, während Ihr ganzes Leben PAI bei den Großeltern verbracht hat.

    Die Schauspielerin der PAI ist 12 Jahre alt und debütiert in diesem Film. Der Regisseur ist weitgehend unbekannt, und hat hier den erfolgreichsten Film aller Zeiten in Neuseeland abgeliefert. Die Story erinnert ein bisschen an die alte Serie ¿ Ocean Girl ¿ was aber nichts ausmacht, die kennt eh keiner.
    Meine Freundin hat sich bei dem Film begeistern können, mehr als ich, obwohl ich den Film dank seiner Vater Tochter Großvater Beziehungskiste doch auf irgendeine traurige musikalische Art interessant finde.
    Eigentlich lebt der Film von seinen Aufnahmen der Landschaften da diese wirklich wunderschön sind.
    Die Leute da unten glauben wirklich das PAIKEA, kein Ikea bitte, mit Hilfe der Götter die Maoris gegründet hat, und dieser Konflikt zwischen alt und Jung im Glauben wird gut dargestellt.
    Wichtige Themen in dem Film sind Alkoholismus, aber deswegen ist der Film nicht so deprimierend wie er klingt, er hat nur eine einfache Me

  • Kitsch as Kitsch can...
    Ein ganz netter Film, wie sie ihn in Hollywood nicht kitschiger hätten produzieren können. Vorhersehbar bis zum Geht-nicht-mehr, das Ende ist fast peinlich... Passt ganz gut ins Fernseh-Nachmittagsprogramm, aber für einen Kinofilm ist das wohl ein bissl zu wenig.

  • bis auf das Ende ....
    .... ein toller Film. Leider driftet er dann in Hollywood manier ein wenig ab. Da ist - sofern vergleichbar - "long way home" / "rabbit proof fence" schon konsequenter.

    Re: bis auf das Ende ....
    stimmt genau. daß sie tatsächlich auf dem wal reitet (wie auch, was danach kommt) hätte man sich sparen können. und ja - a long way home ist irgendwie vergleichbar - und besser.

  • Gut gemacht - anschauen
    Endlich ein guter Film - abseits vom Mainstream - den man guten Gewissens empfehlen kann. Schön gedreht, nette Geschichte, hübsche Hauptdarstellerin. Fazit: Nicht lang fackeln, anschauen!

  • NIcht unterschätzen!
    Filme wie diese laufen Gefahr, als "Cineasten-Doku", "intellektuelles Zeugs" oder schlicht "fad" abgetan und nicht in die engere Auswahl genommen zu werden. Der Film ist professionell gemacht, sehr schön, nie langweilig - und vor allem: interessant. Was wissen wir schon über Maoris? Oder über Ozeanien im wahrsten Sinne des Wortes? Hingehen, anschauen.

  • Wunderschöner Film!!!!
    Komme gerade aus dem Kino und kann nur sagen: dieser Film ist eine wirkliche Bereicherung!Traumhafte Bilder, sehr gute Schauspieler, allen voran die kleine hübsche Hauptdarstellerin, und eine durchdachte Handlung vom Anfang bis zum Ende. Wenn man auch immer wieder den Tränen nahe ist, wirkt kaum ein Moment dieses Filmes kitschig. Man muß sich nur drauf einlassen und wird wie von selbst in eine wunderbare, kulturell und "spirituell" einzigartige Welt mitgetragen, so wie Paika von den Walen.

    Re: Wunderschöner Film!!!!
    Stimme überein! Ähnlich dem US-Kultfilm "Powwow Highway" über nordamerikanische Indianer läßt uns "Whale Rider" in eine noch intakte Kultur der Ureinwohner eintauchen und nachdenken darüber, wo WIR stehen und woher WIR kommen - Good Message in sad times - LET`S GO BACK TO THE ROOTS AGAIN!