What Are We Waiting for?

 USA/Südkorea 2005
Dokumentation 111 min.
film.at poster

PROPOSITIONS - Ausgewählte Beispiele eines Neuen Kinos Am Beginn von What Are We Waiting for? stand die Frage nach der Rolle junger alleinstehender Frauen in der südkoreanischen Gesellschaft. Bald jedoch entdeckte die Filmemacherin bei ihrer Recherche andere, die ebenfalls im gesellschaftlichen Abseits stehen: Jene über Siebzig, die vor über fünfzig Jahren als junge Bräute während des Koreakriegs von ihren Ehemännern getrennt wurden und den Großteil ihres Lebens mit Warten auf die Rückkehr ihrer Männer zugebracht haben. Mit zwei von ihnen führte Hyung Kyung Kim lange Gespräche: mit Soonae Lee, die verarmt am Land lebt und die versucht, ihren Schmerz hinter einem schroffen Auftreten zu verbergen; und mit Gwi-ub Jung, die zu kurzer Berühmtheit in den koreanischen Medien gelangte, als ihre vorübergehende Wiedervereinigung mit ihrem Ehemann im Jahr 2002 im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Beide Ehemänner sind heute im Norden wiederverheiratet, die daheimgebliebenen Frauen sind von ihnen und der Gesellschaft vergessen worden. Wie die Zurückgelassenen wartet auch das geteilte Korea auf eine mögliche, ferne Wiedervereinigung, und die tiefen Wunden, die der Krieg dem Land zugefügt hat, sind noch lange nicht verheilt. Das Warten der Frauen steht also gleichsam für jenes des Landes, und What Are We Waiting For? erweist sich als wichtiger Beitrag zur versteckten Geschichte des Koreakriegs und dessen bis heute spürbare Auswirkungen auf die Menschen.

(Text: Viennale 2005)

Details

Soonae Lee, Gwi-ub Jung
Hyun Kyung KIM
Chanda Dancy
Hyun Kyung Kim
Hyun Kyung Kim

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