Wie in der Hölle

 F/I/B/J 2005
Drama 102 min.
6.90
Wie in der Hölle

Die drei Schwestern Sophie, Celine und Anne haben sich im Laufe der Jahre immer mehr voneinander distanziert. Der Ursprung dieser Entwicklung ist ein traumatisches Ereignis in ihrer Kindheit, welches jede auf ihre eigene Art versucht zu verdrängen.

Die einzige noch bestehende Gemeinsamkeit der drei Frauen ist ihr verkorkstes Liebesleben: Die eifersüchtige Sophie gefährdet ihre Ehe, da sie ihrem Ehemann ständig unterstellt, sie zu betrügen. Anne, das Nesthäkchen, studiert an der Sorbonne Architektur und hat mit einem älteren, verheirateten Professor eine Affäre. Und die unnahbare Celine lässt sich erst gar nicht auf eine Beziehung ein. Als plötzlich ein mysteriöser Fremder auftaucht, der offensichtlich mit dem düsteren Familiengeheimnis in Verbindung steht, müssen sich die Schwestern endgültig ihrer Vergangenheit stellen...

Details

Emmanuelle Béart, Karin Viard, Marie Gillain, Guillaume Canet u.a.
Danis Tanovic
Dusko Segvic, Danis Tanovic
Laurent Dailland
Krzysztof Piesiewicz

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • 4 Frauen & 4 Mönner
    Vier starke Frauen aus zwei Generationen werden verlassen bzw. verlassen ihren Partner selber oder trennen sich gewaltsam von ihm. Das Leben ist die Hölle für sie. Außerdem sind sie auch noch aus ihren Kindertagen traumatisiert. Ihre charakterliche Spannbreite reicht von selbstbewusst bis hörig.
    Wie Vater (Miki Manojlovic) und Mutter (Carole Bouquet) ins Bild passen und welches Schicksal sie teilen wird intelligent und eindrucksvoll erzählt. Dabei gibt es mindestens drei herausragende Superszenen: eine, die mit Verwechslungsmechanismen aus Unkenntnis heraus spielt (hier ist Jacques Perrin und Marie Gillain beteiligt) und die andere, die den Zwiespalt zwischen höriger Liebe und Zurückweisung im Wechselspiel beinhaltet (das geschieht zwischen Emmanuelle Béart und Jacques Gamblin). Die dritte ist die Heimkehr des Vaters aus dem Gefängnis. Hier geht es recht handfest zu.
    Wie durch das Drehen eines Kaleidoskops (das auch eingeblendet wird) purzeln die Ladys auf einander zu. Dabei werden immer weitere Details bekannt, wie die vier zusammenpassen. Symbolische Bilder wie die sich aus dem Wasserglas befreiende Biene oder der bedeutungsschwanger Inhalt der klassischen Medea sind hilfreich, tun der Spannung aber keinen Abbruch, denn es gibt neben überraschenden Wendungen auch noch nette Szenen. So z, B. der mehrfache Ansatz des Fahrkartenkontrolleurs, der nicht zum Zug kommt, weil die Reisende immer schläft.
    Dabei bringt erst ein abschließendes Treffen die Auflösung. So bleibt es bis zum Ende spannend, was zuvor in stilvolle Bildkompositionen verpackt worden war.