Wiedersehen in Vietnam - Auf den Spuren einer Kindheit

 USA 2002

Daughter from Danang

Dokumentation 83 min.
7.50
film.at poster

Über 2.000 Kinder von US-Soldaten aus Vietnam wurden zur Adoption freigegeben. Eines dieser Kinder ist Heidi.

1975, der Vietnamkrieg lag in den letzten Zügen, herrschte Angst in Danang, der Stadt an der Mündung des Flusses Han ins Meer. Die Amerikaner hatten sie in den 60er Jahren besetzt und dort den größten Luftwaffenstützpunkt in Südostasien eingerichtet. Überall in Danang waren Bars, Restaurants und Bordelle aus dem Boden geschossen. Korruption gehörte zum Alltag. "To entertain the military" war ein gutes Geschäft. Als die Vietcongs Danang befreiten, gingen sie nicht zimperlich mit den "Kollaborateuren" um. Viele starben, es wurde gefoltert und misshandelt.

Mai Thi Kim, Heidis Mutter, war eine solche "Kollaborateurin": Ihr Mann hatte sich 1966 den Vietcong angeschlossen, sie stand allein da mit drei Kindern. Bei der Navy fand sie Arbeit und einen "Beschützer". Als die Affäre in eine Schwangerschaft mündete, verließ der Amerikaner seine vietnamesische Geliebte. Von den Gerüchten geängstigt, die Vietcong wollten alle amerikanisch-vietnamesische Mischlingskinder töten, ließ sie sich überreden, die inzwischen siebenjährige Mai Thi Hiep in die USA zu schicken.

Es wurde ein schrecklicher Abschied, das kleine Mädchen konnte nicht verstehen, weswegen die Mutter sie nicht mehr wollte. Es wurde von einer alleinstehenden Frau aus Tennessee adoptiert, die sie dazu anhielt, ihre vietnamesische Herkunft zu verschweigen. Aus Mai Thi Hiep wurde Heidi Bub, eine Amerikanerin durch und durch. Inzwischen hat sie ihre College-Liebe geheiratet und ist Mutter zweier Kinder. Als sich Heidi mit ihrer Adoptivmutter überworfen hatte, wollte sie ihre leibliche Mutter finden. Es gelang. Glücklich und von einem innigen Wiedersehen träumend, 22 Jahre nach der traumatischen Trennung, machte sie sich auf die Reise in ihre alte Heimat. Doch das Wiedersehen wird zum Schock. Zu unterschiedlich sind die beiden Frauen, zu groß sind die Forderungen, die man einander stellt.

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Gail Dolgin, Vicente Franco

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