2046

 China/F/D/Hong Kong 2004
Romanze, Science Fiction 11.03.2005 127 min.
7.50
2046

Hongkong 1966: Der Schriftsteller Chow schreibt in seinem Hotelzimmer an einem Science-Fiction-Roman und verliert sich in einem Strudel an Erinnerungen an seine eigenen, verlorenen Lieben.

Hongkong 1966: Der Schriftsteller Chow schreibt in seinem Hotelzimmer an einem Science-Fiction-Roman. Je weiter er seine fiktive, in der Zukunft spielende Liebesgeschichte vorantreibt, desto tiefer taucht er auch in einen Strudel von Erinnerungen an eigene Liebesaffären ein. Vor seinem inneren Auge treten die drei Frauen noch einmal auf, die für ihn wichtig waren. Jede hat ihre unauslöschliche Spur in seiner Seele hinterlassen, doch vor allem die Gedanken an seine einzige wirkliche, unerfüllt gebliebene Liebe verfolgen ihn. In seinem Kopf entsteht ein geheimnisvoller, faszinierend schillernder Bilderreigen, ein Sog aus schönen und traurigen Gefühlen, geheimen Sehnsüchten und wilden Leidenschaften. Und bald wird klar, dass Phantasie und sehnsuchtsvolle Erinnerungen untrennbar miteinander verbunden sind...

Details

Tony Leung Chiu-wai, Gong Li, Zhang Ziyi, Faye Wong, Carina Lau, Maggie Cheung
Kar Wai Wong
Peer Raben, Shigeru Umebayashi
Christopher Doyle
Kar Wai Wong
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Reigen
    Die Zahlensymbolik des Titels ist schon etwas übertrieben (Jahreszahl, Name des Hotels, Zimmernummer, Romantitel). Das kann man allerdings vernachlässigen. Die Längen in der Handlung sind gewöhnungsbedürftig und sie werden durch Wiederholungen (wie Geheimnis im Baum verstecken) und Untermalung mit Opernarien zusätzlich gedehnt. Die Handlung selbst ist mit anspruchsvoller Optik so versteckbuchselt, dass Konzentration erforderlich ist. Und die Kernaussage – mal abgesehen von der buddhistischen Rechtfertigung – betritt auch nicht gerade Neuland: jeder Mensch sucht Zuneigung und Liebe, kann sie aber nicht finden, weil er oder sie in seinem/ihrem eigenen Universum aus der Vergangenheit gefangen ist. So ist es letztlich ein Anti-Liebesfilm. Und wenn man wie die männliche Hauptfigur Chow (Tony Leung Chiu-wai) unendlich viel Zeit hat, kann man sie sich mit neckischen Spielchen zwischen Verlockung und Verführung vertreiben. Aus der Galerie der Schönen ragen zwei Promis heraus: Gong Li, die Ikone aus Fernost bildet den Rahmen als verhärmte und tränenreiche Falschspielerin und Zhang Ziyi, die Tiger-Drachen-Lilly, macht hier ihrem Namen nicht nur auf der Matratze alle Ehre.
    Wong Kar-wai hat das Ganze auf ein melodramatisches Liebeskarussel gesetzt, bei dessen Rundfahrt es einem schwindelig werden kann. Gut gemacht, aber anstrengend.

  • trotz schöner bilder, wunder-
    schöner menschen, berauschender musik - alles suptertoll gemacht, gedreht, geschnitten ect. - hat mich der film nicht wirklich berührt, aber das erwarte ich mir von einem film. Das war eine Ansammlung schöner Bilder wie in einem Museum nur halt auf Füßen. Bei "in the mood for love" war das anders....

    Re:trotz schöner bilder, wunder-
    im gegenteil, der film "berührt" extrem - insofern, dass man ähnlich wie bei Mulholland Drive (kein vergleich, nur das subjektive empfinden!!!), einfach in einen strudel hineingerissen wird, der streifen einem einfach auf einen "trip" mitnimmt, man am ende aus einer anderen welt wieder auf der erde landet :)
    genauso soll kino sein - man sieht sich nicht nur etwas an, denkt mit, beurteilt, sondern wird gefressen und erst im abspann wieder ausgespuckt...
    (haben doch einige so empfunden, mit denen ich gesprochen habe)

  • @clemens:
    hab leider "In the mood for love" nicht gesehen, hoff aber dass der auch wieder mal ins kino kommt...

    AN ALLE LINZER: gehts ins moviemento oder city kino! die besten filme und noch dazu alle in originalfassung!

    www.moviemento.at

    (sorry, werbung hat sein müssen) :-)

    Re:@clemens:
    hmmm. habe 2046 jetzt 2 mal gesehen und kann mir nicht helfen ... es ist wirklich der erste wong kar wai film der mich überraschend kalt läßt. schön isser ganz sicher aber wenn ich mir überlege was sich vor allem nach ASHES OF TIME, HAPPY TOGETHER, DAYS OF BEING WILD oder IN THE MOOD FOR LOVE in mir abgespielt hat dann muß ich gestehen, daß ich diesmal schwer enttäuscht bin. bin mir allerdings nicht sicher was schuld daran ist. ich glaub mir fehlt noch eine dritte sichtung ;o).

  • na toll,
    bin ich auch mal der 1. der ein kommentar erstellen darf und dazu noch zu einem DER wahnsinnsfilme für mich.
    ich hab ihn gerade gesehen und kann ihn nur jedem cineasten empfehlen. eine achterbahnfahrt der gefühle, die bilder zum träumen schön...
    am besten gleich auch im original! originalfassungen bringen (generell) den flair eines films besser rüber als die meisten (schlecht) synchronisierten versionen.

    freu mich auf antworten!

    Re:na toll,
    ...und nebenbei genau das gleiche wie In the Mood for Love!!!

    Trotzdem guter film mit sehr schöner musik.

    Re:na toll,
    Ich denke mal die zwei oder drei Österreicher die sich den auch noch ansehen werden, werden dir - vorausgesetzt sie können auch mit Filmen abseits vom Babynator etwas anfangen - zustimmen. 2046 ist ohne jeden Zweifel einer der wundervollsten Filme der jüngeren Filmgeschichte.