25 Stunden

 USA 2002

25th Hour

Drama 135 min.
7.70
25 Stunden

Einem Drogendealer, der von der Polizei erwischt wurde, bleiben noch 24 Stunden, um sich von seinen Freunden und Nahestehenden zu verabschieden.

Ein Tag bleibt Monty Brogan noch, dann will sich der Drogendealer der Polizei stellen und eine siebenjährige Gefängnisstrafe antreten. Bis es soweit ist, will es Monty mit seinen zwei besten Freunden ein letztes Mal so richtig krachen lassen. Mit dem Börsenspezialisten Frank und dem Lehrer Jack zieht Monty durch die Straßen des Big Apple, durch die besten Restaurants, Clubs und Bars, und lässt sein Leben in Freiheit noch einmal Revue passieren. Für den Morgen hat er eine Überraschung geplant - eine Überraschung, die allerdings so radikal ist, dass keiner der Freunde darauf vorbereitet ist ...

Spike Lees explosivster Film seit seinem legendären "Do the Right Thing". Nach einem Erfolgsroman von David Benioff inszenierte er ein explosives Großstadtdrama im Stil von "Taxi Driver", in dem seine Darsteller Edward Norton ("Fight Club"), Philip Seymour Hoffman ("Red Dragon"), Barry Pepper ("Der Staatsfeind Nr. 1") und Anna Paquin ("X-Men") sich für Oscars empfehlen. Brandheiß und knallhart!

Details

Edward Norton, Rosario Dawson, Philip Seymour Hoffman, Barry Pepper, Anna Paquin, Brian Cox
Spike Lee
Terence Blanchard
Rodrigo Prieto
David Benihoff
Buena Vista

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Good-Bye New York
    Der Titel bezieht sich auf die Zeit zwischen der Verurteilung und dem Antritt der Haftstrafe. Ein wie immer überzeugend souveräner Edward Norton (Monty) verabschiedet sich von seinem bisherigen Leben und bringt noch einiges zuvor in Ordnung. Typisch für Spike Lee sind die präzise gezeichneten Charaktere, wie der Kommissar - hier mal einer mit Ironie - oder Montys irischer Kumpel, der sich Vorwürfe macht, seiner Freundesrolle nicht gerecht geworden zu sein. Er hätte das Abgleiten in den kriminellen Sumpf eigentlich verhindern müssen. Beides und das eigenwillige Ende machen den Unterschied zum Mainstream aus: Lee spielt mit dem Gedanken, ob man sich nicht der Haftstrafe durch Flucht entziehen sollte. Eine Idee, die gar nicht mal so abwegig wäre. Das bietet beim Abspann Gelegenheit zur Diskussion, nachdem man sich zuvor aber darüber verständigt hat, ob Monty nun hat oder nicht…

  • Gelbes Auto, verletzter Hund und EDWARD NORTON-unbedingt anschauen!!!
    Der ganze Film ruht auf Edward Nortons Schultern und das sind wahrlich würdige und schöne Schultern! Arschloch hin oder her, wer könnte schon nein zu ihm sagen. Ein grandioser Film, obwohl die beste Szene mit Edward und Rosario in der Küche, aus mir unerklärlichen Gründen rausgeschnitten wurde. Tststs!

  • geschichte(n) und oral history
    25th hour ist keiner meiner erwartungen gerecht geworden....... und? und das ist verdammt gut so.
    szenen reihen sich aneinander wie lose, erst ungeordnete fotos im "album leben". langsam, behutsam werden diese momentaufnahmen geordnet, gliedern sich ein in das hier und jetzt des protagonisten monty, der von seiner freundin nat(ural) und den anderen wichtigsten menschen seines lebens abschied nehmen muss.
    kunstvoll werden kurze retrospektive momentaufnahmen in den hauptplot (die letzten 25 stunden vor dem haftantritt des ex-drogen-dealers monty) eingearbeitet. soviel zur geschichte, die - das sei noch erwähnt - mit ihren aberwitzig-bitterbös-süß-sauren dialogen, die in ihrer treffsicherheit an becketts absurdes theater erinnern - zu fesseln versteht.
    und history?
    der film handelt - ich bin mir nicht sicher, ob haupt- oder nebensächlich - auch von unserer zeit. spielt in n.y., spielt mit den vorurteilen der urbanen gesellschaft, zeigt die paralysierte verarbeitungs(un)fähigkeit einer stadt mit einer katastrophe. klagt an, ohne schuld zuzuordnen.
    sollte jemand planen zeitdokumente von 1109 zu archivieren, darf "25th hour" als unkonventionelle, kritische auseinandersetzung mit dem amerikanisch(-europäischen) weltbild des angehenden 21. jhdts darin auf keinen fall fehlen.

    kurz und gut: nicht nur empfohlen, sogar dringendst angeraten!

    lizzy

  • geschaffen fürs kino
    irre lange, atmosphärische szenen in denen man voll drin ist und nicht mehr raus will. atmosphäre wurde auch durch die tatsache, daß wir nur vier leute im saal waren geschaffen *G* sicher kein fernsehfilm, da dreht man ab dazwischen. aber ein wahnsinnig guter kinofilm.
    aber die beschreibung oben paßt net wirklich. da hat wer net hingschaut glaub ich.
    mfg

  • EINFACH NUR GENIAL
    endlich mal wieder ein film zum nachdenken. sicher nichts für leute, die sich action und laue dialoge erwarten.
    ich wollte nachher einfach nur noch sitzenbleiben, um dieses meisterwerk auf mich wirken lassen.

  • knapp daneben ist doch vorbei...
    ...wer sich mit den vermeintlich gezeigten blenden laesst. der film ist ganz sicher nicht so reisserisch, wie es hier oben auf der site angekuendigt ist. nein, der 'klischee-sulz' ist recht perfide. es ist wunderbar das wirklich uebel-erregende selbstmitleid einer weissen, gut situierten schicht beschrieben, mit all ihren saturierten klischees, was ihren lebensstandard, der munter auf kosten der in newyork ansaessigen 'underdogs' und das nach dem ausradieren ihres statussymbols, der twin tower. auch der ewige amerikanische traum vom 'neuanfang' bekommt zum schluss seine abfuhr: er findet nicht statt. genausowenig wie die abfuhr derjenigen, fuer die die tower schlechthin ein symbol des lebens eines teils der menschheit auf kosten des groessten 'rests' stattfindet, nicht mehr - in seiner noch pathetisch inszenierten luecke im stadtbild rueckgaengig gemacht werden kann. die suesslichkeiten und klischees in dem film sind heimtueckisch, ebenso wie die geschickt aufbebaute stimmung, dass man fast geneigt ist, einem, der sich mit dem elend anderer seinen yuppie-lifestyle verdient, mitleid entgegenzubringen...
    so hat es sein irischer boersenkumpel doch so richtig gesagt. die sehr subtile zeichnung der charktere ist auf jeden fall gelungen. kein 'knaller' der film, die dinge liegen in den raeumen zwischen den klischees und die sind wahrlich: treffend.

  • Genialst !!!
    Ich finde nicht das der Film so viele Klischees aufwirft, er spielt gezielt damit.
    E. Norton ist wie immer genial, und auch die anderen Darsteller sind wirklich ausgezeichnet.

    Und Anmerkung zum Ende: Das ist keine plötzliche Wende sondern er träumt es nur während der Fahrt in den Knast. Man sieht soch wie er später aufwacht.

    Der beste Satz im Film war für mich am Ende in dem Traum bevor er aufwacht: 'Und all diese Leben hätte es beinahe niemlas gegeben' ... Über diesen Satz habe ich später lange nachgedacht...

  • Abzuraten!
    Edward Norton in allen Ehren, aber hier hat er sich keinen Gefallen getan. Der Film ist nicht weiter als eine schmalzige, wehleidige Selbstbemitleidung, im Namen New Yorks und im Namen Amerikas, versteckt hinter einer dünnen Geschichte.
    Theatralische Musik hinterlegt krampfhaft "dramatische" Ansichten, wie etwa Porträts der am 9.11. gestorbenen Feuerwehrleute oder Bauarbeiten am Platz des ehemaligen WTC.
    Die Handlung ist armselig und auch nebensächlich, der Film bedient jedes Klischee, das man sich nur vorstellen kann: Der Lehrer, der in seine Schülerin verliebt ist, der Drogenhändler, der nur abgerutscht ist, weil sein Vater Alkoholiker war, und der indische Taxifahrer, der stolz auf sein Taxi schreibt "I am American!"
    Alles in allem: Langweilig, wehleidig, ohne jede Überraschung. Kurz: abzuraten!

    Re: Abzuraten!
    Ja wenn sein Vater doch Alkoholiker war-er hatte eine schwere Kindheit! Edward Norton könnte in Free Willy 364 mitspielen und würde den Film sehenswert machen. Ich weiß ja nicht wie oft sich schon ein Lehrer in dich verliebt hat, aber ich finde der Film strotzt nicht vor Klischees.

    Re: Abzuraten!
    kann mich nur anschliessen, haette ich gewusst worum es in dem fim wirklich geht, wuerde ich den film nicht sehen, zu schade fuer mein geld.
    und ich weiss noch immer nicht wo die ueberaschung in dem film ist wie der text beschrieben hat. das ist einfach jemand der von seiner verantwortung weglaufen will.

  • ...sehenswert...
    ...ruhig und trotzdem ist man gespannter als bei dem neuesten "knüller" matrix. genialer film, hauptdarsteller und spike lee. nach langer zeit mal wieder ein film, der eindruck hinterlässt und nicht am nächsten tag vergessen ist!!

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