A Most Wanted Man

 USA 2014
Literaturverfilmung, Thriller 12.09.2014 121 min.
6.80
A Most Wanted Man

Bewegend, emotions- und spannungsgeladen: in diesem Agententhriller nach John le Carré erleben wir Philip Seymour Hoffman in seiner letzten Rolle.

Hamburg, 2012: Der rätselhafte Flüchtling Issa Karpov (Grigory Dobrygin), halber Russe, halber Tschetschene, findet halbtot gefoltert Zuflucht in der islamischen Gemeinde der Hansestadt. Er wird verfolgt und braucht verzweifelt Hilfe auf der Suche nach dem illegal erworbenen Vermögen seines verstorbenen russischen Vaters. Nichts an diesem jungen Mann passt zusammen: Ist er Opfer, Täter, Betrüger oder ein zerstörungswütiger extremistischer Fanatiker? In seinen Bann gezogen werden die idealistische junge Strafverteidigerin Annabel Richter (McAdams), der zwielichtige Banker Thomas Brue (Dafoe) und der geniale Strippenzieher Günther Bachmann (Hoffman), Leiter einer halboffiziellen Spionageeinheit, der innerhalb der deutschen Nachrichtendienste seine eigenen Kämpfe führt. Außerdem behält die CIA-Agentin vor Ort Martha Sullivan (Wright) die Entwicklungen im Auge. Während die Uhr tickt und der explosive Höhepunkt immer näher rückt, wird Issa Karpov zum meistgesuchten Mann der Welt.

Diese hochintelligente Agentengeschichte ist extrem zeitgemäß und menschlich zutiefst berührend, eine Geschichte von Liebe, Verrat, Macht und der modernen Welt, in der wir leben.

Details

Rachel McAdams, Robin Wright, Philip Seymour Hoffman, Willem Dafoe
Anton Corbijn
Herbert Grönemeyer
Benoît Delhomme
Andrew Bovell nach John le Carré
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Der Meistgesuchte
    Wer John Le Caré kennt, weiß, dass er nicht so der Vertreter von fulminanter Action ist. Er setzt mehr auf Charakterzeichnung und intelligente Spionage. Von daher ist ihm Anton Corbijn vollauf gerecht geworden. John le Carrés Metier ist das der Geheimdienste, die z.T. gegen einander arbeiten z.T. miteinander. Man berät sich täuscht an und schlägt dann doch anders zu und alle Absprachen in den Wind. Und selbst im eigenen Land gibt es mehrere Organisationen, die für die Sicherheit zuständig sind und von einander unabhängig agieren. Da kennt sich John le Carré besser aus, als jeder andere. Schließlich war er ja mal bei so einem Verein. Thematisch ist er in letzter Zeit immer aktuell gewesen. Nach Nine Eleven nimmt er die Dschihardisten ins Visier.
    Unter Mitwirkung von vielen deutschen Darstellern (Nina Hoss, Daniel Brühl, Herbert Grönemeyer (auch Musik) u.a.) leitet hier Günther Bachmann (Philip Seymour-Hoffman) die nachrichtendienstliche Abwehr. Er bewegt sich dabei zwischen dem CIA unter Martha Sullivan (Robin Wright), einem offiziell untadeligen ‘religiösen‘ Geschäftsmann Abdullah (Homayoun Ershadi), einem Bankier (Willem Dafoe) – denn es geht um viel Geld - einer Nachwuchsjuristin (Rachel McAdams) und dem Tschetschenen Issa Karpov (Grigoriy Dobrygin). Am Ende wird es dann nochmal richtig spannend und es gibt eine faustdicke Überraschung. In drei Minuten wird die bislang fehlende Action nachgeholt, wenn alle Geheimdienste am gleichen Ort zur gleichen Zeit aktiv werden. Sie wollen Karpov und Abdullah und natürlich die Geldquelle. Der Film vermeidet eine plakative schwarz-weiß Kategorisierung. Ein dreifaches ‘Fuck!‘ von Bachmann sagt alles. Erfolg oder Misserfolg ist eine Frage der Perspektive.

  • Unglaublich, aber fad!
    Der Film ist wirklich gut gemacht, doch leider ging irgendwann das Drehbuch verloren. Die Spannung wird durch atmosphärisch dichte Bilder aufgebaut, doch dann sitzt man mit einer Handvoll Fragezeichen und wartet, aber es passiert nichts. Dann bleiben auch die geweckten Emotionen auf der Strecke: Was soll man denn eigentlich fürchten? Ist jemand in Gefahr? Oder erleben wir einfach nur Philip Seymour Hoffman in seiner letzten Rolle?