Adel verpflichtet

 GB 1949

Kind Hearts and Coronets

Komödie, Krimi 106 min.
8.20
film.at poster

Schwarzhumorige britische Komödie um acht schrullige Mitglieder einer adligen Familie, die allesamt (männlich wie weiblich) von Sir Alec Guinness verkörpert werden.

Louis Mazzini ist ein Enkel des VIII. Herzogs von Chalfont. Seine Mutter wurde aus der herzoglichen Familie ausgestoßen, da sie einen italienischen Sänger heiratete. Als Louis' Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt und ihr das standesgemäße Begräbnis verweigert wird, ist Louis derart verbittert, dass er beschließt, selbst Herzog von Chalfont zu werden, indem er die acht Familienmitglieder, die zwischen ihm und dem Titel stehen, nacheinander beseitigt. Einfallsreich führt er alle Mordpläne aus und zieht, inzwischen mit der Frau eines seiner Opfer vermählt, als Herzog von Chalfont in das "House of Lords" ein. Hier wird er unter Mordanklage gestellt - für einen Mord, den er nicht begangen hat. Louis' frühere Geliebte, Sibella, deren Mann Selbstmord begangen hat, belastet Louis, indem sie den Abschiedsbrief ihres Mannes aus Eifersucht unterschlägt. Am Abend vor seiner Hinrichtung schreibt Louis seine Memoiren mit dem vollen Eingeständnis seiner Taten nieder. Da erscheint Sibella. Sie spricht von einem möglichen "Wunder": Falls sie Herzogin würde, ließe sich der Abschiedsbrief ihres Mannes wiederfinden. Louis willigt ein und wird entlassen. Aber in der begreiflichen Erregung lässt er seine Memoiren liegen...

Details

Alec Guinness, Dennis Price, Audrey Fildes, Valerie Hobson, u.a.
Robert Hamer
Ernest Irving
Douglas Slocombe
Robert Hamer, John Dighton, nach dem Roman von Roy Horniman

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Adel vernichtet
    Das ist ein Klassiker des schwarzen Humors von der Insel. Diese so nie wieder gebotene Handlung ist ebenso einzigartig wie der großartige Alec Guinness, der hier seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt. Wir sehen ihn in acht Opferrollen: als alter und als jüngerer Mann, sogar als Frau. Vertrottelt, skurril, kämpferisch, militaristisch und snobistisch. Diese Mordserie ist ein Rachefeldzug von Louis Mazzini (Denis Price) aus verschmähter Anerkennung an den d’Ascoynes. In der Todeszelle verfasst er seine Memoiren: ein Geständnis. Jetzt kann es ihm ja egal sein. Seine Taten werden von einem Kommentar des Ich-Erzählers britisch unterkühlt begleitet und gewürdigt, der in seiner distinguierten Form einen Kontrast zum Mordgeschehen darstellt und die Ironie betont.
    Nebenbei gerät Louis auch noch zwischen zwei Frauen: von Edith (Valerie Hobson) standesgemäß geheiratet und von Sibella (Joan Greenwood) nach wie vor heiß geliebt. Nach seiner Begnadigung öffnen beide die Türen ihrer Kutschen. Der ‘dramatische Vorhang‘ nimmt ihm eine Entscheidung ab mit einem letzten Blick auf den Schreibtisch in seiner Zelle…denn ‘ein gutes Herz ist mehr wert als eine Krone und simpler Glaube mehr als normannisch Blut‘ (Tennyson). Einzigartig, kühl und von boshafter Eleganz.