Aguirre, der Zorn Gottes

 BRD/Mexiko/Peru 1972
Drama, Abenteuer, Biografie 93 min.
8.00
Aguirre, der Zorn Gottes

Angeführt vom größenwahnsinnigen Abenteurer Aguirre macht sich eine Gruppe spanischer Conquisatores auf, das legendäre El Dorado zu finden

Eine Gruppe spanischer Conquistadores macht sich auf den Weg, um im zerfallenden Inkareich nach dem legendären El Dorado zu suchen. Als sich Neid und Rivalität unter den Expeditionsteilnehmern ausbreitet, übernimmt der Abenteurer Don Lope Aguirre das Kommando, ein skrupelloser Glücksritter, der mit manischer Bessesenheit nur eines im Sinn hat: Reichtum und Macht.

Details

Klaus Kinski, Alejandro Repulles, Cecilia Rivera, Helena Rojo, Edward Roland
Werner Herzog
Popol Vuh
Thomas Mauch
Werner Herzog

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Floßfahrt nach Eldorado
    Es ist kein Abenteuerfilm im herkömmlichen Sinne, sondern es ist zu allererst einmal ein Kinski-Film. Der prägt die Handlung mit seiner diabolischen Mimik und einem Habitus, der an Richard III. erinnert. Die dürftige historische Vorlage dient nur als Vorwand für ein intellektuelles Konstrukt, das sich vage an die spanische Eroberung Südamerikas anlehnt, hier mit der Suche nach Eldorado. So muss der Film notgedrungen einen offenen Ausgang haben, denn ein Erfolg dieser Mission wäre Geschichtsklitterung. Regisseur Herzog konzentriert sich vielmehr auf den Aufstieg dieses Aguirre innerhalb einer kleinen Soldateska. Er meutert und mordet, baut Seilschaften auf und endet im Wahnsinn. Dieser Weg zur Weltherrschaft durch Inbesitznahme von Land ist gepflastert mit Hunger, Fieber und Tod. Im Gegensatz zu den mitgeführten Indio-Sklaven bleiben die freien Indios unsichtbar. Sie schicken nur unablässig ihre tödlichen Giftpfeile. Die Kamera ist immer ganz nahe an den Akteuren. So wird eine gewisse beklemmende Enge kreiert, die nur gelegentlich von Bildern des auf dem Fluss treibenden Floßes ausgedehnt wird. Es überwiegen die Mühsal und die qualvollen Aktivitäten, die nur in Kauf genommen werden wegen der Aussicht auf Gold. Steckt da etwa eine Kapitalismuskritik dahinter?