Als das Meer verschwand

 Neuseeland/GB 2004

In My Father's Den

Drama, Thriller 01.06.2007 127 min.
7.70
Als das Meer verschwand

Brad McGann kombiniert bei der komplexen und bis zum letzten Moment spannenden Geschichte gekonnt Thrillerelemente mit einem klassischen Familiendrama.

Eigentlich hatte er seine Vergangenheit hinter sich gelassen. Doch der Tod seines Vaters führt den ausgebrannten und desillusionierten Kriegsfotografen Paul (MATTHEW MACFADYEN) wieder zurück in seinen Heimatort - ein kleines Nest in der Einöde Neuseelands. Sowohl sein Bruder Andrew (COLIN MOY) als auch seine Jugendliebe Jackie (JODIE RIMMER) empfangen ihn nicht gerade mit offenen Armen. Zuviel ist passiert damals, als Paul vor siebzehn Jahren nach dem Tod seiner Mutter Hals über Kopf seiner Heimat den Rücken gekehrt hat.
Langsam freundet sich Paul mit Celia (EMILY BARCLAY) an, der 16jährigen Tochter seiner Exfreundin Jackie. Dem ambitionierten, aufgeweckten und intelligenten Mädchen ist die Welt hier in Neuseeland längst zu klein geworden, und es träumt von einer Karriere als Schriftstellerin in Europa. Zusammen mit Paul sitzt Celia oft in der Hütte von Pauls Vater - einem verborgenen Zufluchtsort, an dem sich die beiden Seelenverwandten in Ruhe langen Gesprächen und ihren Träumen von der Welt da draußen widmen. Die Beziehung zwischen dem Mädchen und ihrem väterlichen Freund wird tiefer und intensiver, aber Celia bemerkt kaum, daß der verschloßene Paul ein dunkles Geheimnis hat. Mißtrauisch beobachten Andrew, Jackie und die anderen Dorfbewohner diese außergewöhnliche Freundschaft.
Und als Celia eines Tages spurlos verschwindet, wird Paul mit Verdächtigungen, Anfeindungen und offener Gewalt konfrontiert. Und er muss schmerzhaft erfahren, dass das Verschwinden des Mädchens auf schreckliche Weise mit dem tragischen Familiengeheimnis verknüpft ist, das er seit siebzehn Jahren hütet...

Details

Metthew Macfadyen, Colin Moy, Jodie Rimmer, Emily Barclay u.a.
Brad McGann
Simon Boswell
Stuart Dryburgh
Brad McGann nach Maurice Gee
Einhorn

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Es geschah vorgestern
    Wer kann schon ahnen, dass sich hinter so einem lyrischen Titel ein Familiendrama verbirgt? Das als Rahmenhandlung dienende Märchen “The Day the Tide Went Away“ ist eine Kurzgeschichte, die Celia für einen Wettbewerb eingereicht hat. Auch der Originaltitel des Films ist nicht schlecht: “In meines Vaters Höhle“. Denn in dieser abgelegenen Behausung spielt sich der eigentliche Auslöser der Tragödie ab.
    Über weite Strecken meint der Zuschauer zu wissen, wer der Vater von Celia ist. Geschickt werden immer wieder kleine Beweisstücke und Randbemerkungen eingestreut, die das belegen. Ganz nebenbei sieht man außerdem noch die Auswirkungen einer keinesfalls vorurteilsfreien Gemeinde.
    In der mosaikartigen Erzählstruktur liegt der eine Grund für die Spannung – man ist oft nur einen Satz von der Aufklärung entfernt - der andere ist die völlig überraschende Wende, die noch mehrere Details enthält, die man gesehen hat, ohne sie zu verstehen. So ist es kein Fehler, sich diesen Film zweimal anzuschauen.

  • Es geschah vorgestern
    Wer kann schon ahnen, dass sich hinter so einem lyrischen Titel ein Familiendrama verbirgt? Das als Rahmenhandlung dienende Märchen “The Day the Tide Went Away“ ist eine Kurzgeschichte, die Celia für einen Wettbewerb eingereicht hat. Auch der Originaltitel des Films ist nicht schlecht: “In meines Vaters Höhle“. Denn in dieser abgelegenen Behausung spielt sich der eigentliche Auslöser der Tragödie ab.
    Über weite Strecken meint der Zuschauer zu wissen, wer der Vater von Celia ist. Geschickt werden immer wieder kleine Beweisstücke und Randbemerkungen eingestreut, die das belegen. Ganz nebenbei sieht man außerdem noch die Auswirkungen einer keinesfalls vorurteilsfreien Gemeinde.
    In der mosaikartigen Erzählstruktur liegt der eine Grund für die Spannung – man ist oft nur einen Satz von der Aufklärung entfernt - der andere ist die völlig überraschende Wende, die noch mehrere Details enthält, die man gesehen hat, ohne sie zu verstehen. So ist es kein Fehler, sich diesen Film zweimal anzuschauen.