Aus der Mitte entspringt ein Fluss

 USA 1992

A River Runs Through It

Drama 115 min.
7.30
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Der Film erzählt die Geschichte der ungleichen Brüder Norman und Paul, die in den Bergen von Montana unter der Obhut ihres streng religiösen Vaters aufwachsen. Oscarprämiertes Familienepos von Robert Redford

Montana zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die ungleichen Brüder Norman (Craig Sheffer) und Paul (Brad Pitt) wachsen unter der Obhut ihres Vaters, Reverend Maclean (Tom Skerritt), auf, einem Presbyterianer, der seinen Söhnen eine besondere Liebe zur Natur predigt. Vor allem die Kunst des Forellenfischens, bei der man Fliegen als Köder verwendet, hat es ihm angetan - für den Reverend ist das "Fliegenfischen" eine Form von Religion. Die herangewachsenen Söhne teilen die väterliche Leidenschaft fürs Angeln, gehen aber bald unterschiedliche Wege: Während Norman an der Ostküste Literatur studiert und nach erfolgreichem College-Abschluss einer Karriere als Universitätsprofessor entgegenblickt, schreibt Paul Reportagen für eine Lokalzeitung in Montana. Als Norman nach sechs Jahren erstmals wieder nach Hause kommt, ist aus dem kleinen Bruder ein leichtlebiger Schürzenjäger geworden, der trinkt und bei zwielichtigen Typen hohe Spielschulden hat. Der einst so strenge Vater scheint diese Umtriebe nicht wahrzunehmen. Er hat großen Respekt vor Paul, der die väterliche Kunst des "Fliegenfischens" zur magischen Perfektion gesteigert hat. Allein der besonnene Norman sieht die Realität, denn er muss dem rebellischen Bruder immer wieder aus der Patsche helfen. Inständig bittet Norman den kleinen Bruder, mit nach Chicago zu kommen, doch Paul ist zu tief verstrickt in finstere Machenschaften - außerdem würde er nie das Angeln am Black River aufgeben...

Details

Craig Sheffer, Brad Pitt, Tom Skerritt, Brenda Blethyn, Emily Lloyd, u.a.
Robert Redford
Mark Isham
Philippe Rousselot
Richard Friedenberg, Norman Maclean

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zwei unterschiedliche Brüder
    Robert Redford hat die Romanvorlage in beeindruckende Bilder mit warmen Farben umsetzen lassen. Aber es geht hier nicht nur ums Angeln, genauer gesagt um seine höchste Form: das Fliegenfischen. Was die üblichen Feld-Wald-und-Wiesen Angler tun, ist ja nur einen Wurm solange baden, bis ein Fisch anbeißt. Die Kunst des Fliegenfischens ist das Zweit-Wichtigste im Leben des Pfarrers und seiner beiden recht unterschiedlichen Söhne (Craig Sheffer, Brad Pitt). Doch von Anfang an kann man das Ende ahnen. So wie die Charaktere der beiden angelegt sind, verläuft ihr Leben zwangsläufig in vorgegebenen Bahnen. Jeder geht seinen eigenen Weg und ist doch innerlich eng mit dem anderen verbunden. Stumme Blicke machen Absichten deutlich, stummes Einverständnis bedarf keiner Worte. Mit viel Feingefühl und großem Einfühlungsvermögen wird ihre persönliche Entwicklung geschildert, begleitet vom Kommentar, der am Ende auch noch den Titel erwähnt, der noch lyrischer ist als der des Originals. Leise und fast unbemerkt zieht sich dann die Kamera nach dem finalen Schocker zurück; ein knapper Kommentar berichtet von einem tragischen Ende und lässt uns mit einem starken Mitgefühl zurück. Und es wäre kein echter Redford, wenn nicht auch auf die Underdogs der Gesellschaft: hier die Indianer aufmerksamgemacht würde.
    Gutes Erzählkino mit Niveau.