Betty

 F 1992
Drama 103 min.
7.30
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Eine betrunkene Frau namens Betty, Ringe unter den Augen, kettenrauchend, endet eines Abends in einer Bar voller seltsamer Gestalten, wird von einer älteren Frau aufgelesen und in ihr Luxushotel mitgenommen. Während die beiden mehr Zeit miteinander verbringen, entfaltet sich in Rückblenden die Geschichte von Betty: ihre Heirat in eine reiche Familie, die sie nur als Trägerin zukünftiger Erben akzeptierte, worauf sie in sexuellen Eskapaden ihre Freiheit zu bestätigen suchte.

Ein Chabrol-Spiel nach Simenon, mit dem er in den 60er Jahren bei Drinks gerne die gemeinsame Vorliebe für die zwielichtigeren Seiten des Lebens diskutierte: Die Konstruktion der Geschichte - als würde die Vergangenheit die Hauptfigur noch einmal einholen - legt nahe, dass das Schicksal von Betty besiegelt ist, aber mit einer trocken darwinistischen Pointe stellt sich heraus, dass die nebenbei gesäten Zweifel schwerer wiegen. Ein klassisch chabrol'scher Triumph der Ambivalenz. (Christoph Huber)

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Marie Trintignant, Stéphane Audran, Jean-François Garreaud, Thomas Chabrol, u.a.
Claude Chabrol
Claude Chabrol

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