Blue Valentine

 USA 2010
Drama, Romanze 11.11.2011 112 min.
7.40
Blue Valentine

Der Film, dessen Bilder und Emotionen noch lange nachwirken, erzählt von der Wahrheit hinter einer Love Story und der Zerbrechlichkeit von Erwartungen.

Nach sechs gemeinsamen Jahren scheint Deans (Ryan Gosling) und Cindys (Michelle Williams) Ehe am Ende. Was als romantische Leidenschaft mit unbedingter Hingabe begann, ist schleichender Ernüchterung gewichen. Wie es so weit kommen konnte, weiß keiner von ihnen. Als letzten Rettungsversuch für ihre Ehe verbringen Dean und Cindy eine Nacht in einem Motel, in der zärtliche Erinnerungen an die erste Zeit als Paar wieder lebendig werden.

Oscar-Nominierung 2011: Beste Hauptdarstellerin (Michelle Williams)

Details

Ryan Gosling, Michelle Williams, John Doman
Derek Cianfrance
Grizzly Bear
Andrij Parekh
Derek Cianfrance, Cami Delavigne
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Emotionaler Whirlpool
    Der Film wirft einen realistischen, keineswegs emotionslosen Blick auf die Liebesbeziehung von Cindy (Michelle Williams) und Dean (Ryan Gosling). Durch den Wechsel der Zeitebenen bleibt die Story ebenso interessant wie durch Cindys Liebesleben, bevor sie Dean traf. So werden nach der Verliebtheitsphase Eifersüchteleien und Mistrauen verständlich. Der Bildungsunterschied ist nur ein Hinweis auf die Kommunikationsschwierigkeiten der beiden.
    Ein völlig danebengegangener Urlaubstrip als Kitt für die angeknackste Beziehung ist ein Indikator für den Zustand dieser Beziehung. Doch anstatt gefühlvoller Liebe gibt es Prügel. Ihr erscheint es als entwürdigendes Rammeln und so ist sie auf einem Point of No Return angelangt. Sie kann ihm auch nicht sagen, woran es liegt oder was er ändern sollte. Das ist eine der Stärken des Films, dass man nicht genau expressis verbis erklärt bekommt, woran es liegt, dass es mit den beiden nicht mehr klappt. Dabei wird vermieden, auf vereinfachende Klischees zu verfallen, wenn man mal von Deans Ausraster in der Arztpraxis absieht. Dagegen steht die abgebrochene Abtreibung als emotionale Antipode. Gosling gibt überzeugend den tumben, hilflosen Simpleton, der völlig überfordert ist, ganz Kraft und Gefühl und Cindy erwacht langsam und tastet sich vorsichtig in Richtung Neuland. Beide liefern sich in diesem Whirlpool der Emotionen eine aufreibende Zimmerschlacht, die belegt, dass es für die Zweisamkeit keine Garantie gibt, wahrscheinlicher ist ein ‘trauriger Valentinstag‘.