Brick Lane

 GB/Indien 2007
Drama, Literaturverfilmung 102 min.
6.70
film.at poster

Mit 17 Jahren muss Nazeen ihr kleines Dorf in Bangladesch verlassen und wird mit einem ihr unbekannten und wesentlich älteren Mann nach England verheiratet.

Mit 17 Jahren muss Nazeen (Tannishtha Chatterjee) ihr kleines Dorf in Bangladesch verlassen und wird mit einem ihr unbekannten und wesentlich älteren Mann nach England verheiratet. In einem Wohnblock des Londoner East Ends vermisst sie ihre Schwester und die Menschen, die sie zurück gelassen hat. Trotz allem versucht sie, ihre Pflicht gegenüber ihrem Ehemann zu erfüllen, ihre Töchter groß zu ziehen und ihrer Existenz einen Sinn zu geben.

Als sie den jungen hitzköpfigen Karim (Christopher Simpson) kennen lernt und mit ihm eine Affäre beginnt, muss sie sich zwischen ihrem Mann und ihrem Liebhaber entscheiden. Der eine träumt von einer Rückkehr in die Heimat, der andere möchte sie, unter dem Einfluss islamistischer Parolen, mehr und mehr auf das Idealbild einer muslimischen Frau festlegen. Schließlich befreit sie sich von beiden und wählt ein selbstbestimmtes Leben in England.

"Brick Lane", nach dem gleichnamigen Roman von Monica Ali, ist der erste Spielfilm der britischen Regisseurin Sarah Gavron.

Details

Tannishtha Chatterjee, Satish Kaushik, Christopher Simpson, Harvey Virdi u.a.
Sarah Gavron
Laura Jones, Abi Morgan, nach dem Roman von Monica Ali

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Wo ist Heimat?
    Ein leiser Film, der ganz unspektakulär die Probleme der Einwanderer aus Bangladesch in England darstellt. Ihnen stellt sich die Frage: Wo ist unsere Heimat jetzt? Regisseurin Sarah Gavron sieht alles aus dem Blickwinkel einer Frau. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Nazneen an einen viel älteren, fetten, an Selbstüberschätzung leidenden Landsmann, der unbedingt wieder nach Hause will, zwangsverheiratet wurde. Eine Affäre mit dem jungen Karim hilft ihr nur ihren eigenen Weg zu finden. Und so überzeugt vor allem der Schluss. Die Sehnsüchte und Sorgen von Nazneen werden durch Rückblenden und einen Briefwechsel mit der Schwester in Bangladesch immer wieder artikuliert. Als Lackmus-Test gibt es dann noch den 11. September 2001. Es ist einer jener Filme, die immer noch den englischen Markt überschwemmen. Für uns scheint das alles nicht so wichtig zu sein, aber für jeden, den es interessiert ist es eine glaubwürdige Darstellung.

  • Wo ist Heimat?
    Ein leiser Film, der ganz unspektakulär die Probleme der Einwanderer aus Bangladesch in England darstellt. Ihnen stellt sich die Frage: Wo ist unsere Heimat jetzt? Regisseurin Sarah Gavron sieht alles aus dem Blickwinkel einer Frau. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Nazneen an einen viel älteren, fetten, an Selbstüberschätzung leidenden Landsmann, der unbedingt wieder nach Hause will, zwangsverheiratet wurde. Eine Affäre mit dem jungen Karim hilft ihr nur ihren eigenen Weg zu finden. Und so überzeugt vor allem der Schluss. Die Sehnsüchte und Sorgen von Nazneen werden durch Rückblenden und einen Briefwechsel mit der Schwester in Bangladesch immer wieder artikuliert. Als Lackmus-Test gibt es dann noch den 11. September 2001. Es ist einer jener Filme, die immer noch den englischen Markt überschwemmen. Für uns scheint das alles nicht so wichtig zu sein, aber für jeden, den es interessiert ist es eine glaubwürdige Darstellung.