Die Windsbraut

 GB/A 2001

Bride of the Wind

Drama, Literaturverfilmung 99 min.
5.70
film.at poster

Prominent besetztes Biopic über das bewegte (Liebes-) Leben der Alma Mahler-Werfel.

Wien um 1900: Gustav Klimt ist der Star unter den Malern. Adolf Loos, Gustav Mahler, die Sezessionisten werden angefeindet und gefeiert. Und mitten unter ihnen Alma (Sarah Wynter): Ehrgeizig und hochbegabt, schön und viel begehrt. Sie selbst träumt von einer Karriere als Komponistin, schreibt Lieder. Diesen Traum gibt sie Gustav Mahler (Jonathan Pryce) zuliebe auf und heiratet ihn. Doch Bald wird ihr das Leben an seiner Seite zu eng.

Als ihre kleine Tochter stirbt, verliebt sie sich in Walter Gropius (Simon Verhoeven), es folgt eine wilde, stürmische Liebe mit Oskar Kokoschka (Vincent Perez), die den fast um seinen Verstand und um sein Leben bringt. Aber Alma geht unbeirrbar ihren Weg durch alle Höhen und Tiefen leidenschaftlicher Beziehungen.

Der Film des Oscarpreisträgers Bruce Beresford zeichnet den Glanz der Epoche und das bewegte Leben von Alma Mahler nach und zeigt, dass sie wesentlich mehr war, als bloß die Frau bedeutender Männer.

Details

Sarah Wynter, Jonathan Pryce, Vincent Perez, Simon Verhoeven, Gregor Seberg, Dagmar Schwarz, Wolfgang Hübsch, u.a.
Bruce Beresford
Marilyn Levy

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die wilde Alma
    Die Alma Mahler-Werfel muss ja wohl eine ganz heiße Braut gewesen sein. Damals nannte man das ‘femme fatale‘. Ihre Opfer waren ausnahmslos Promis. Neben den namensgebenden Männern hat sie sich auch noch Oskar Kokoschka (Vincent Perez), der das Titelbild malte, die Architekturlegende Walter Gropius (Simon Verhoeven) reingezogen, sowie mit Gustav Klimt (August Schmölzer) ‘geliebäugelt‘. Doch ihre stärksten Auftritte hat sie im Film nicht auf der Matratze sondern als Trauernde oder als verhinderte Künstlerin mit einem Touch Emanzipation. Dazu hat sie Regisseur Bruce Beresford prunkvoll ausgestattet und in eine herrliche Landschaft platziert. Die Unterschiedlichkeit der Charaktere, die bei Alma landen konnten, ist gut herausgearbeitet. Klimt der lebhaft freche Schelm, dem die Liaison zu eng wurde oder Kokoschka, der besitzergreifende, stürmische Geliebte, dem solche Sätze in den Mund gelegt werden wie ‘die Zeit ist die Währung der Liebe‘. Mit ihm wird es auch optische etwas anspruchsvoller. Dann der brave biedere Gropius, den man heute eher in die Abteilung ‘Schlaftablette‘ einordnen würde. Und schließlich Franz Werfel, der Alma via Piano erobert, sogleich schwängert und damit eine melodramatische Note einbringt. Den größten Handlungsspielraum bekommt Gustav Mahler (Jonathan Pryce). Er ist für Alma Anfang und Basis, künstlerisches Idol und Konkurrent. Sarah Wynter füllt die Titelrolle als androgyner Typ mit geheimem Feuer voll und ganz aus. Interessant.