Buenos Aires 1977 - Chronik einer Flucht

 Argentinien 2006

Crónica de una fuga

Thriller, Krimi 103 min.
7.30
film.at poster

Dieser spannende Thriller erzählt eine unglaubliche, aber wahre Geschichte: Buenos Aires 1977. Ein junger, unschuldiger Mann wird unter dem faschistischen Regime verhaftet und gefoltert.

Buenos Aires im Jahr 1977. Eine Sondereinheit des faschistischen Militärregimes entführt Claudio Tamburrini, Student und Fußball-Torwart aus der Zweiten Liga. Nach einer Reihe von unbegründeten Anklagen und einem kurzen, gewaltsamen Verhör wird er in ein geheimes Gefangenenlager verschleppt. Dort erlebt der Sportler eine Hölle aus Verhören, Prügeln und Demütigungen. Als nach vier Monaten seine Hinrichtung immer wahrscheinlicher wird, entschließt er sich mit drei anderen Gefangenen zu einem letzten verzweifelten Schritt: der Flucht.

BUENOS AIRES 1977 basiert auf einer wahren Begebenheit und behandelt ein schwarzes Kapitel der argentinischen Geschichte: die Militärdiktatur, der zwischen 1976 und 1983 Tausende Menschen unter schrecklichsten Umständen zum Opfer fielen. Israel Adrián Caetanos hochtouriger, dunkler Thriller zeigt weniger die physischen Misshandlungen, sondern konzentriert sich mehr auf die Formen psychischer Folter, und legt die Mechanismen frei, die zu dieser Situation aus Terror und Folter geführt haben.

Details

Rodrigo De La Serna, Rodrigo De La Serna, Pablo Echarri, Nazareno Casero, u.a.
Adrián Caetano
Adrián Caetano, Esteban Student

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Chronik einer Flucht
    Von der ersten bis fast zur letzten Einstellung beherrscht Gewalt die Szenerie. Und der Film ist unbarmherzig und schont den Zuschauer nicht. Während er lief, gingen mir nur Wörter wie demütigend, unmenschlich, gemein, schmerzhaft, willkürlich, arrogant, tierisch, sadistisch, unglaublich, zynisch, leider aber wahr durch den Kopf. Der Film ist ein Mahnmal gegen politische motivierte Folter. Dabei ist es unwichtig, dass er in Argentinien spielt. Nachdem seit der Aufklärung die Folter doch eigentlich weitgehend geächtet wurde, wird sie leider immer noch praktiziert (vgl. deutscher Titel).
    Man fragt sich nicht, warum das alles geschieht, sondern vielmehr wie kann ein Mensch so etwas tun? Und was für Menschen sind das ? Sind es im Grunde kranke Folterknechte, die hier nur ihre Abartigkeit ausleben und verlässt sich ein diktatorisches System auf solche Typen und sucht sie bewusst zwecks Machterhalt aus? Methodisch gehen die Schergen dabei mit ‘Zuckerbrot und Peitsche‘ vor. Am Ende wird der emotional ‘am Boden liegende Zuschauer‘ durch das Trostpflaster der gelungenen Flucht wieder etwas aufgerichtet (vgl. Originaltitel!), nicht aber ohne zuvor zu verdeutlichen, dass von der verängstigten Bevölkerung nur sehr zögerlich, wenn überhaupt Hilfe und Unterstützung zu erwarten ist.
    Eindrucksvoll, leider realistisch. Nichts für zarte Gemüter.