Cheri - Eine Komödie der Eitelkeiten

 GB/D/FR 2009

Chéri

Romanze 18.12.2009 93 min.
Cheri - Eine Komödie der Eitelkeiten

Leicht im Ton, voller Eleganz, Sarkasmen, boshafter Wortgefechte und großer Gefühle lädt Stephen Frears zu einer unvergesslichen Komödie der Eitelkeiten.

Kann eine unmögliche Liebe ihre Erfüllung finden? Die schöne Edelkurtisane Léa de Lonval (Michelle Pfeiffer) kommt langsam in ein gewisses Alter und hat sich aus dem Geschäft der käuflichen Liebe zurückgezogen. Im Paris der Jahrhundertwende lebt sie in unbeschreiblichem Luxus. Auf Wunsch ihrer ehemaligen Kollegin und Rivalin Madame Peloux (Kathy Bates) soll Léa deren hübschen, verwöhnten Sohn Chéri (Rupert Friend) zum Mann machen und in die Geheimnisse der Liebe einweihen. Was als Flirt beginnt, wird zu einer leidenschaftlichen Beziehung, ein kurzer Kurs in Liebesdingen verwandelt sich in eine sechs Jahre andauernde Liaison. Umso überraschender trifft sie die Leidenschaft und Tiefe ihrer Beziehung zu Chéri. Als er eine Geldheirat eingeht, wird Léa ihre Abhängigkeit von Chéri schmerzlich bewusst, und sie will sich mit aller Kraft aus der Beziehung befreien. Aber auch Chéri kann Léa nicht vergessen. Als die beiden wieder aufeinandertreffen, zeigt Léa ein Blick in den Spiegel, dass sie eine andere geworden ist ...

Details

Michelle Pfeiffer, Rupert Friend, Kathy Bates, Felicity Jones, Iben Hjejle
Stephen Frears
Alexandre Desplat
Darius Khondji
Christopher Hampton
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Kritiken

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User Kritiken

  • Jüngling & Kurtisane
    Stephen Frears hat ein prachtvoll ausgestattetes Gesellschaftsbild von der Jahrhundertwende gemacht. Ein Leben voller Luxus, Laster und Leidenschaft. Es kreist um drei Personen: Mutter, Kathy Bates, will Sohnemann Chéri (Rupert Friend) verheiraten. Der gerät aber in die Fänge von Léa (Michelle Pfeiffer). Die in die Jahre gekommene Kurtisane wollte sich eigentlich zur Ruhe setzen, verliebt sich aber in den 19 jährigen Chéri.
    Was sich zwischen den beiden in dieser ‘unangemessenen Beziehung‘ abspielt, wird sensibel dargestellt. Es ist ein Machtkampf, den die Ältere auf Grund ihrer einschlägigen Erfahrung anscheinend gewinnt. Aber Léa leidet, ohne die Kontenance zu verlieren. Anfangs spielt sie mit ihm, unterdrückt ihre echten Gefühle. Michelle Pfeiffer glänzt und strahlt als reife Frau im Kampf mit sich selbst, im Gegensatz zu Frears ‘Gefährlichen Liebschaften‘ (1988), wo sie noch die leicht verführbare, reine Jungfrau spielte. Hier verdeutlicht sie den Schmerz und den Verzicht bravourös mit der Weisheit des Alters. Lea ‘Ein Körper von guter Qualität hält sich lange.‘
    Er irrlichtert umher, schmollt, versucht es mit der Ehe und bleibt unglücklich trotz Emanzipationsversuchen. Die schönen Bilder nehmen der Tragik nicht den Stachel.