Cinévardaphoto

 F 1963 / 1982 / 2004
Independent, Avantgarde, Kurzfilm 96 min.
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Salut les Cubains! (1963) Ulysse (1982) Ydessa, les ours et etc... (2004) In drei Filmen, die sie über vierzig Jahre verteilt drehte, setzte sich Agnès Varda mit der Wechselwirkung zwischen den Medien Fotografie und Film auseinander. So reiste sie im Winter 1962/63 nach Kuba, wo sie nicht nur begeistert von der jungen Revolution war, sondern auch von der Kultur und Geschichte und nicht zuletzt der Schönheit des südamerikanischen Landes. Für Salut les Cubains! reihte sie einige der Aufnahmen von damals aneinander und unterlegte sie mit einem wilden Cha-Cha-Cha-Rhythmus. «Jedes Foto ist für mich wie ein Film, der innehält. Es zu bereden, zu kommentieren, zu erzählen, was vor, nach und rund um das Foto geschah, bedeutet, ihm die Bewegung des Films einzuverleiben.» Diese Haltung der Regisseurin wird besonders bei Ulysse deutlich: Auf dem Foto sind ein Junge, eine Ziege und die Rückenansicht eines nackten Mannes zu sehen. Es stammt aus dem Jahr 1954. Varda weiß nicht mehr, wo sie das Bild aufgenommen hat, und jetzt versucht sie, es zu interpretieren. Bilder einer Ausstellung: Die Sammlerin Ydessa Hendeles besitzt mehrere Tausend Bilder von Teddybären. Varda versucht zu verstehen, was für ein Motiv sich hinter dieser Sammelwut versteckt. Ein beschützender Zauber geht von den puscheligen Plüschtieren aus, die ihre Besitzer häufig um Jahrzehnte überleben. Die Fotos rekonstruieren die Welt als Mikrokosmos der Stofftiere, und das scheint, so jedenfalls könnte man aus dem Film schließen, nicht die schlechteste aller Welten zu sein.

(Text: Viennale 2004)

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Agnès Varda

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