Das Gespenst der Freiheit

 F 1974

Le Fantôme de la liberté

Komödie 104 min.
8.00
Das Gespenst der Freiheit

Ein surrealistischer Reigen loser miteinander Verknüpfter grotesker, fantastischer und skurriler Episoden - ein bunuelsches Meisterwerk.

Altersweise Anarchie von Meister Luis Buñuel: Episodische Botschaften aus einer Welt, wo der Zufall regiert, der alle Botschaften gleich wieder entwertet, während von einer absurden Kurz(schluss)handlung zur nächsten gesprungen wird - von der gepflegten Essensrunde, die auf Toiletten sitzt, bis zum Panzerfahrer auf Fuchsjagd. Seine letzten Filme, so Buñuel, "beschwören die Suche nach Wahrheit und die Notwendigkeit, sie zu vergessen, sobald man sie gefunden hat."
"Le Fantôme de la liberté" ist der insistierendste Ausdruck dieser Maxime, und der lustigste.

Details

Adriana Asti, Julien Bertheau, Jean-Claude Brialy, Adolfo Celi, Paul Frankeur, Michael Lonsdale, Pierre Maguelon
Luis Bunuel
Edmond Richard
Luis Bunuel, Jean-Claude Carrière

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Emu im Schlafzimmer
    Was 1974 als reine Provokation gemeint war, geht heute teilweise in die Abteilung Comedy. Unser Sehverhalten hat sich in den letzten 35 Jahren dermaßen gewandelt, dass manches als guter Gag durchgeht. Lediglich die blasphemischen Szenen kann man noch als solche aufrechterhalten. In teils überraschenden Episoden, die bisweilen als absurdes Theaterstück durchgehen und in denen eine Person aus der vorigen Szene den Handlungsfaden an die nächste weiterreicht, stellt Regisseur Bunuel seine Vorstellung von Freiheit dar, der sexuellen, der religiösen und der politischen Freiheit. Er operiert dabei mit der Umkehrung der Werte und spielt mit der Erwartung der Zuschauer. Die Freiheit wird von Zufällen und gesellschaftlichen Konventionen begrenzt, kann aber auch in Chaos und Lächerlichkeit enden. Außerdem gibt’s ein Wiedersehen mit vielen Prominenten, aus einer Zeit, da sie noch viel jugendlicher aussahen.