Das Leben der Anderen

 D 2005
Drama 17.08.2006 137 min.
8.50
Das Leben der Anderen

Der Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler wird auf ein erfolgreiches Künstlerpaar angesetzt und kommt so in Berührung mit einer für ihn völlig neuen Welt, der er sich nur schwer entziehen kann.

Ost-Berlin, November 1984. Fünf Jahre vor seinem Ende sichert der DDR-Staat seinen Machtanspruch mit einem erbarmungslosen System aus Kontrolle und Überwachung.

Als Oberstleutnant Anton Grubitz (Ulrich Tukur) den linientreuen Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) auf den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreyman (Sebastian Koch) und seine Lebensgefährtin, den Theaterstar Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck), ansetzt, verspricht er sich davon einen Karriereschub. Immerhin stehen höchste politische Kreise hinter dem "operativen Vorgang".

Womit er nicht gerechnet hat: Das intime Eindringen in die Welt der Observierten verändert auch den Spitzel. Das Eintauchen in DAS LEBEN DER ANDEREN - in Liebe, Literatur, freies Denken und Reden - macht Wiesler die Armseligkeit seines eigenen Daseins bewusst und eröffnet ihm eine nie gekannte Welt, der er sich immer weniger entziehen kann.

Doch das System ist nicht mehr zu stoppen - ein gefährliches Spiel beginnt, das die Liebe zwischen Dreyman und Christa-Maria Sieland in den Abgrund reißt und Wieslers bisherige Existenz vernichtet. Bis die Mauer fällt, haben alle einen hohen Preis gezahlt. Danach beginnt eine andere Welt.

Details

Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur, u.a.
Florian Henckel von Donnersmarck
Florian Henckel von Donnersmarck
Buena Vista

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • klasse
    in diesem film explodiert zwar nichts, dennoch ist er sehr spannend. wie das wohl geht?

    ab ins kino.

  • sehr empfehlenswert
    soeben retour; sehenswerter Film - spannend, mit viel Tiefgang,...
    Gott sei Dank gesehen, bevor er ausläuft

  • WAHNSINN
    Ich find den Film einfach umwerfend genial....da kann ich nicht mehr sagen! Ich kann es ned wirklich in Worte formen was ich eigentlich ausdrücken will. Eigentlich lässt er sich nicht mit anderen Filmen vergleichen(schon gar nicht mit Wie im Himmel weil er so anders ist) aber ich würde sagen dass er noch besser ist...Also anschauen!!!

  • sehr gut
    habe mir den film gestern mit meiner freundin angesehen. wir waren beide aus dem häuschen, ob der spannenden story!

    man sieht, mit welchen charaktären man es in einer menschenverachtenden diktatur zu tun bekommt und, dass es auch unter den stasileuten, den einen oder anderen guten menschen gab.

    manche szenen sind so vortrefflich, ich kann es nicht in worte fassen.

    ich denke, dass beste rezept ist es, wenn man sich vorher keine großen gedanken macht und sich langsam von der geschichte gefangen nehmen läßt...bei uns hat es gewirkt.

  • gefunden auf "theoutfit.at":
    Alchemie eines Polizisten

    "Ostalgie" (um eines der Marketing-Unwörter der letzten Tage des 20. Jahrhunderts zu verwenden) will schon in den ersten Minuten des eines Auslands-Oscar würdigen Erstlingswerks von FLORIAN HENCKEL VON DONNERSMARCK in Spielfilm-Überlänge nicht so recht aufkommen: Stasi-Akademie. Junge, aufstrebende Männer werden zu Verhörspezialisten ausgebildet. Mitleidlos. Kalt. Eine Verhöhnung des Rechtsstaats. Der junge Regisseur verweigert sich dem gesamtdeutschen Reframing, das nach dem Scheitern der weit überzogenen Hoffnungen einstiger in der DDR internierter Bürger werbewirksam und breitgestreut durch das Neue Deutsche Kino sowie die Privat-TV-Landschaft zu geistern begonnen hatte. Doch die DDR war eben nicht nur Rotkäppchensekt und cool-geschmacklose Feinrippwäsche; in erster Linie handelte es sich bei der Deutschen Demokratischen Republik (die genausowenig demokratisch war wie der Nationalsozialismus sozial) um einen auf Denunziation, Korruption und Entrechtung des Staatsbürgers aufgebauten totalitären Staat, der es notwendig hatte, seinen eigenen Bürgern die Ausreise zu verbieten.

    HENCKEL VON DONNERSMARCK verwendet die monochrome Fassade des "Realen Sozialismus" allerdings nur als Kulisse. Die Handlung des Films würde in jede Diktatur, jeden Polizeistaat passen und genau das hebt DAS LEBEN DER ANDEREN so wohltuend von den meisten DDR-Reminiszenzen ab, bei denen nicht selten die 70er-Blümchentapete zum Handlungsersatz und Honecker zum ulkigen Onkel wird. Gleichermaßen zynisch und voll Hoffnung in die subjektive Integrität eines im Grunde naiv-ethisch veranlagten Menschen läßt HENCKEL VON DONNERSMARCK seinen Protagonisten, den mauergrauen Stasi-Spitzel HGW XX/7 aka Hauptmann Gerd Wiesler (großartig verstörend, Ulrich Mühe) im Angesicht von einerseits Korruption und Günstlingswirtschaft und andererseits dem "anderen Leben" eine schmerzhafte und vergebliche Selbstreinigung durchstehen, in der wahrlich Scheiße zu so etwas wie Gold mutiert.

    Re:gefunden auf
    Das war eindeutig der beste Film, den ich seit Jahren im Kino gesehen habe! Der Film wird nach ca. einer halben Stunde von Minute zu Minute besser und gipfelt in einem sagenhaft gut gewählten Ende!

    Hätten wir noch mehr solche Filme, Hollywood wäre zu einer Banalistentruppe degradiert und nicht mehr notwendig ;-)

  • der beste film seit langem
    wer von tschimbumm, schöner welt und happy end genug hat, sich für zeitgeschichte interessiert und realen sozialismus kennenlernen will, wie er wohl war, für den ein grandioser film.