Das Mädchen mit dem roten Haar

 NL 1981

Het meisje met het rode haar

Drama, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 110 min.
6.70
Das Mädchen mit dem roten Haar

In Rückblenden wird der Weg einer idealistischen Jurastudentin vom sensiblen Mädchen zur unerschrockenen Partisanin nachgezeichnet, die entschlossen gegen die Nazis kämpft.

Ein spannendes Kriegsdrama und das Kinodebüt des niederländischen Regisseurs Ben Verbong - in der Titelrolle die junge Renée Soutendijk als Widerstandskämpferin gegen die deutsche Besatzung:

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, im Amsterdamer Frühling des Jahres 1945, feiert ganz Holland das Ende der deutschen Besatzung. Während auf den Straßen getanzt wird, kann nur An (Loes Luca) die allgemeine Euphorie nicht teilen, weil sie sich an jemanden erinnert, der sich nicht mehr freuen kann: ihre Kampfgenossin Hannie Schaft (Renée Soutendijk).

In Rückblenden wird noch einmal der Weg der idealistischen Jurastudentin vom sensiblen Mädchen zur unerschrockenen Partisanin nachgezeichnet, die entschlossen gegen die Nazis kämpft. Kaltblütig setzen ihre Mitkämpfer sie gegen Kollaborateure ein, die sie zu eliminieren hat. Und obwohl er sie anfangs nicht für voll nimmt, muss sich Kampfgefährte Hugo (Peter Tuinman) eines Besseren belehren lassen und verliebt sich schließlich in das Mädchen mit dem roten Haar. Doch eine fehlgeschlagene Aktion gegen einen Spitzel des Deutschen Sicherheitsdiensts setzt ihrer Liebe ein jähes Ende - aus der Partisanin wird eine blindwütige Rächerin ...

Details

Renée Soutendijk, Peter Tuinman, Johan Leysen, Loes Luca, Robert Delhez, u.a.
Ben Verbong
Nicola Piovani
Theo van de Sande
Ben Verbong, Pieter de Vos, nach einem Roman von Theun de Vries

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Attentäterin
    Regisseur Verbong setzt dem Widerstand der Holländer gegen die deutschen Besatzer ein Denkmal. Die wahre Geschichte der Hannie Schaft (Renée Soutendijk) wird mit dokumentarischer Distanz erzählt. Die düster-schmutzigen farblosen Bilder schaffen eine bedrückende Atmosphäre. Nur die titelgebenden Haare der Titelfigur bilden einen eigenen Blickfang.
    Es kommt hier nicht auf Spannung an. Es geht um Aktion und Reaktion, Anschlag und Geiselerschießung als Vergeltung. Aber auch um Skrupel beim Töten. Der einheimischen Bevölkerung wird der Vorwurf der Denunziation und Kollaboration mit dem Feind nicht erspart. Die Aktivistin fragt sich, ob sie sich den Nazis stellen soll, weil deren Vergeltungsmaßnahmen ihren Landleuten unnötiges Leid zufügen. Hannie Schafts Ende überrascht dann doch, ist aber nur konsequent und historisch verbürgt.
    Historischer Anschauungsunterricht mit vielen Reflexionen und einer beeindruckenden Hauptdarstellerin.